Brief von Propst Martin Tenge an die Gemeinde

 
Propst Martin Tenge, Regionaldechant
Hannover, den 28.2.2015

Liebe Schwestern und Brüder in der Pfarrgemeinde St. Raphael in Garbsen mit den Kirchorten Maria Regina und Corpus Christi,

nach Wochen und Monaten des Ringens um die pastorale Gegenwart und Zukunft in der Pfarrgemeinde St. Raphael hat der zuständige Personalreferent, Generalvikariatsrat Martin Wilk, im Auftrag des Bischofs am 27. Februar 2015 folgendes Schreiben an die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde gerichtet, das mittlerweile auch auf der Internetseite der Pfarrei veröffentlicht ist. Ich zitiere:     (siehe das im nächsten Beitrag veröffentlichte Schreiben) 

Die Entscheidung, liebe Schwestern und Brüder, ist für keinen der Beteiligten leicht und drückt aus, dass hier mit Schwierigkeiten umgegangen werden musste, die ebenfalls für alle Beteiligten sehr belastend waren und sind.

Nach einer solchen klaren Entscheidung stellen sich sofort neue Fragen, u.a. die wichtigste: Wie geht es jetzt weiter?

Als Ihr Pfarrverwalter ist es nun an mir, vorübergehend, wohl für einige Monate, die Aufgaben eines Pfarrers zu übernehmen. Wie sich das darstellen lässt, kann ich Ihnen derzeit im Detail natürlich nicht beantworten. Es ist mir aber ein großes Anliegen, bereits in den nächsten Tagen mit dem Pastoralteam, dem Pastoralrat und den Mitarbeitenden im Pfarrhaus ins direkte Gespräch zu kommen. Dabei werden wir gemeinsam versuchen, die derzeitige Situation zu benennen, die anstehenden Aufgaben zu erkennen und die ersten Schritte für notwendige Umsetzungen zu gehen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im gegenseitigen Vertrauen und durch den Segen Gottes den Weg in die Zukunft gehen können, wissend, dass wahrscheinlich auch viel aufzuarbeiten ist.

Ich bin allen beruflich und ehrenamtlich Engagierten in der Pfarrgemeinde für Ihren bisherigen Dienst sehr dankbar und wünsche mir und uns, dass wir gemeinsam eine Perspektive für die Gegenwart und die Zukunft entwickeln. Mögen der Heilige Geist und der Schutzengel Raphael uns dafür gute Wegweiser sein.

Von Herzen bitte ich Sie um Ihr inständiges Gebet, auch besonders jetzt in der Hl. Messe, für die ganze Pfarrgemeinde St. Raphael, für Pfarrer Brosig, für unser Bistum Hildesheim und alle, die sich für die Kirche engagieren.

Ich grüße Sie verbunden mit den Besten Wünschen sehr herzlich,

Ihr Propst Martin Tenge

Neues aus St. Raphael – Entscheidung der Bistumsleitung

 
Liebe Mitchristen,

lange haben wir auf klärende Worte von der Bistumsleitung gewartet. Nun ist eine Entscheidung gefällt und bekannt gegeben. Schnell entstehen um solche Entscheidungen teils abenteuerliche Gerüchte. Um zu helfen, dass sich die Nachricht ohne zuviele Kommentare verbreiten kann teile ich Ihnen hier die Originalbenachrichtigung von Herr Martin Wilk (Generalvikariatsrat) mit.

Wir werden hier auf Kath-Kirche-Garbsen.de über weitere Schritte informieren.
Mit herzlichen Grüßen
Thomas Müller, Diakon

Situation in der Pfarrgemeinde St. Raphael, Garbsen

in den letzten Monaten bestimmten in der Pfarrgemeinde St. Raphael, Garbsen, Konflikte und viele Meinungsverschiedenheiten zu unterschiedlich gelagerten Themen die Arbeitsatmosphäre.  Auch durch externe Beratung und Begleitung konnte eine konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des pastoralen Teams und mit dem Gemeindegremien nicht hergestellt werden.  

Deshalb hat Herr Pfarrer Brosig am 31. Januar 2015 Herrn Bischof Norbert Trelle um Versetzung aus der Pfarrgemeinde St. Raphael, Garbsen, gebeten. Damit bringt er zum Ausdruck, dass eine einvernehmliche Lösung der Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Pfarrgemeinde St. Raphael, Garbsen, nicht realistisch erscheint, er aber zugleich einen Neubeginn für sich und die Pfarrgemeinde ermöglichen möchte. 

Bischof Norbert anerkennt diesen Schritt und nimmt zum 27.02.2015 seine Bitte an. Gleichzeitig dankt er Pfarrer Brosig für seine priesterlichen Dienste in dieser Pfarrgemeinde, die er geleistet hat.  Bischof Norbert wird Herrn Pfarrer Brosig zeitnah eine neue Aufgabe in der Seelsorge übertragen.

Bis zur Klärung einer Nachfolgeregelung des Pfarrers für die Pfarrgemeinde St. Raphael, Garbsen, wird Herr Domkapitular Propst Martin Tenge die Pfarrverwaltung übernehmen.

Herzlich danke ich Herrn Propst Martin Tenge für die Bereitschaft, zusätzlich zu seinen vielen Diensten, die Verwaltung der Pfarrgemeinde St. Raphael zu übernehmen. 

Mit freundlichen Grüßen
Martin Wilk

Fastnachtspredigt in St. Raphael

grüner Rahmen
Eine liebenswerte Gemeinde zu werden, so war es vor vielen Jahren das Ziel unserer Gemeinde. Heute, so das Gefühl vieler Gemeindemitglieder, sind wir weit davon entfernt.
Und als wäre es ein Anzeichen dafür – der Familiengottesdienst mit Faschingskostümierung begann in dunkler Kirche – keine freundliche Atmosphäre – passend zur allgemeinen Befindlichkeit !
Aber der fröhliche Gesang der Singegruppe unter der Leitung von  Frau Jagstaidt und die fantasievolle Kostümierung der Kinder ließen trotz der Düsternis ein wenig Freude aufkommen!
Echt der Knaller war die Fastnachtspredigt, die die Gottesdienstvorbereitungsgruppe zum Besten gab und die es wert ist, hier nachgelesen zu werden! Der arme Bruder Franz von Assisi wendet sich an Papst Franziskus:

Teil 1

Fasching1

 Teil 2

Fasching2

Teil 3

Fasching3

Teil 4

Fasching4

Teil 5

Fasching5

.

Vielen herzlichen Dank der Familiengottesdienstgruppe, die diese Fastnachtspredigt herausgesucht und zu Gehör gebracht hat.
Predigt von Dr. Wolfgang Raible, Klinikseelsorger am Marienhospital in Stuttgart, gehalten im Jahr 2014.
http://www.predigtpreis.de/nc/predigtdatenbank/predigt/article/fastnachtspredigt-2014.html.

Exerzitien im Alltag

Exerzitien im Alltag sind ein geistlicher Übungsweg, der helfen kann Gott mitten im normalen Tagesgeschehen „in allem zu suchen und zu finden“ .
 Konkret bedeutet das
  •  sich täglich mithilfe von schriftlichen Impulsen Zeit zu nehmen für
– Meditation und Gebet (ca. 30 Minuten)
– einen Tagesrückblick (ca. 15 Minuten)
  •  an einem wöchentlichen Treffen in einer Gruppe teilzunehmen mit den Akzenten
– Austausch über Erfahrungen auf dem Übungsweg
– Einübung in verschiedene Formen von Meditation und Gebet

Exerzitien im Alltag

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Sta­tis­tik 2014 unse­rer Kirchengemeinde

 
Wie in jedem Jahr hat das Pfarrbüro für die Februarausgabe des Wegweisers die Gemeindestatistik des Jahres 2014 mit den unterschiedlichen Spendeneinahmen und Kollekten erstellt. Hier die Zahlen im Einzelnen:

Quelle: Wegweiser, Ausgabe Februar 2015

Quelle: Wegweiser, Ausgabe Februar 2015

Gemeindeentwicklung
Es fällt auf, dass trotz Mitgliederschwund durch Sterbefälle und Kirchenaustritte sich die Zahl der Gemeindemitglieder ein wenig erhöht hat.

Spendenaufkommen
Die Spenden der letzten 10 Jahre lagen im Bereich von 100.000 € – 110.000 €. Im Jahr 2014 sank die Spendensumme auf ca. 73.500 €. Das ist ein massiver Einbruch von fast 30 % gegenüber den Vorjahren.

Spenden für die Eine Welt
10.000 Euro weniger als im Vorjahr sind bei den Kollekten und Sammlungen für kirchliche Hilfswerke und Partnergemeinden zusammengekommen. Nur die Spendensammlung der Sternsinger bleibt konstant bei 10.000 €, während die nächstgrößere Kollekte Adveniat von 9.800 € in 2013 jetzt auf 7.700 € gesunken ist.

Spenden für Gemeinde und Bistum
Diese sind in 2014 um knapp 18.000 € gesunken. Die Verluste bei den Spenden finden sich in allen Bereichen – Einzelspende sowie monatliche Spende für Kirchenerhalt, Baukollekte, Gemeindekollekten und Bistumskollekten.

Quelle: Zahlen veröffentlicht in den Februarausgaben des Wegweisers

Quelle: Zahlen veröffentlicht in den Februarausgaben des Wegweisers

Die Spendenstatistik der letzten 10 Jahre
zeigt ein konstantes Spendenaufkommen von ca. 100.000 € bis zu 110.000 €. Größere Abweichungen gibt es nur in den Jahren 2008 und im vergangenen Jahr 2014.  Gründe dafür sind leicht zu benennen.

19.000 € Spenden mehr für Kirchenerhalt im Jahr 2008
Im Jahr 2007/2008 begann der Dialogprozess des Bistums Hildesheim zu Kirchenschließungen. Es wurde eine Liste von zu schließenden Kirchen veröffentlicht, auf  der auch unsere Garbsener Kirchen Corpus Christi und St. Johannes standen. St. Johannes wurde am 9. März 2007 profaniert.  Gemeindemitglieder nicht nur aus Corpus Christi setzten sich für den Erhalt ihrer Kirche ein. So wurde im Jahr 2008 erstmals für die von der Schließung gefährdete Kirche mit großem Erfolg gesammelt: 19.000 € für Kirchenerhalt, das sind 30 % mehr Spenden für die Pfarrgemeinde als in den Jahren davor und danach.

28.000 € Spenden weniger im Jahr 2014
Der drastische Spendenrückgang von 23 % bei Spenden für die Eine Welt und von 31 % bei Spenden für Pfarrgemeinde und Bistum scheint eine Äußerung von Misstrauen und Unzufriedenheit zu sein. Wer die Situation in unserer Kirchengemeinde kennt, kann sicherlich Gründe dafür zu benennen.

Kreuzweg aus St. Johannes jetzt im Kloster Marienrode

 

Der Pastoralrat hatte im September 2014 die Zustimmung gegeben, den Kreuzweg aus der ehemaligen St. Johannes-Kirche/Altgarbsen dauerhaft an das Kloster Marienrode zu verleihen. Nunmehr ist der Kreuzweg im Klausurbereich des Klosters im Kreuzgang aufgehängt.

 

Damit die damaligen Spender der Kreuzwegstationen und auch alle Gemeindemitglieder die Möglichkeit haben, den jetzigen Ort des Kreuzweges zu sehen, haben wir Schwester Debora vom Kloster Marienrode um Fotos gebeten. Sr. Debora schreibt zu den Bildern: In jeder Nische des Kreuzganges unseres Klausurbereiches sind zwei Stationen aufgehängt.Nische

Auf die Frage nach einer Besichtigungsmöglichkeit antwortet Sr. Debora: Am 02. Februar 2015 und am Palmsonntag im Gottesdienst ist eine Prozession durch den Kreuzgang, wo der Kreuzweg insgesamt schrittweise sichtbar wird. 

Kreuzgang

Stattionen