Bläserkonzert am 25. Oktober in St. Raphael

Wie im letzten Jahr kommt der Posaunenchor der Trinitatisgemeinde in Misburg mit 20  Blechblasinstrumentalisten und einem Schlagzeuger zu einem Konzert nach Garbsen.
Der musikalische Abend in der Kirche St. Raphael steht unter dem Thema “Musik vom Morgen … bis zum Abend”. Freuen Sie sich auf zwei Stunden mit erfrischender Musik mit lauten und leisen Tönen. Herzliche Einladung.
 
Die Bläsergruppe um Chorleiterin Giesecke von Bergh musiziert nicht nur barocke oder zeitgenössische Kirchenmusik, sondern Musik aller Stilrichtungen – vom Choral über Volkslied, Jazz, Gospel, Swing bis Pop.



St. Raphael wanderte am 11. September rund um Döteberg

Die September-Tour der Wandergruppe St. Raphael führte über einen Rundkurs von Döteberg nach Lenthe und von dort weiter nach Döteberg zurück.

In der Obentraut-Kapelle in Döteberg hatten sich
31 Wanderfreunde zur Wanderandacht eingefunden. Von der Kapelle ging es zu Meiers Mühle auf dem Linneberg zwischen den Orten Döteberg und Harenberg. Der Linneberg ist genau so hoch wie der Turm der St. Martin-Kirche in Seelze. Über den Mühlenweg erreichte die Gruppe Lenthe, wo auf dem Obergut Werner von Siemens geboren wurde. Über ebene, schnur-gerade Wirtschaftswege ging es weiter in Richtung Großes Holz. Um die „Mühen der Ebene“ zu überwinden, von denen Bert Brecht berichtet hat, stimmte der „Havelser Kammerchor“ ein ermunterndes Wanderlied an. Über einen schattigen Waldweg ging es durch das Große Holz nach Döteberg zurück.
Bild: Uschi Cordes | Text: Ferdinand Koch
PS. Von unserem Alt-Wanderführer Friedrich Wilhelm Schröter und seiner Frau Ursula Apel war die Gruppe (sowie auch frühere Mitwanderer) in den Garten zu Kartoffelsalat und Halberstädter Würstchen eingeladen. Anlaß war die Vollendung des 85. Lebensjahres von „Fri-Wi“, wie wir ihn alle nennen. Bei sonnigem Wetter, guter Verpflegung und alten und neuen Geschichten um „Fri-Wi“ ging dieser Wandertag zu Ende. 

Maria macht blau – Patronatsfest in St. Maria Regina

 

Eine ganze Kirchengemeinde macht blau – tut einfach mal nix, wo doch eigentlich Nächstenliebe, Seelsorge und dergleichen ihr täglich´ Brot sein sollten?! Aber einschlägige Experten wissen schon lange, wie wichtig eine schöpferische Pause ist, um mit neuer Energie die alten Aufgaben zu stemmen. Also waren alle zum Patrozinium, dem „Namenstag“ von Maria Regina am 22. August eingeladen.
Als erster konnte Pfarrer Lindner schon mal blau machen – wenigstens kurz, denn die Predigt übernahmen drei Gemeindemitglieder in einem Gottesdienst, der gut besucht war, vom Kirchenchor musikalisch umrahmt und einer stattlichen Anzahl von Ministrant* innen begleitet wurde, wobei Letztere mit „Volldampf“ auch gleich für eine feierliche (Weihrauch)Atmosphäre sorgten!
Schon bei der Ankunft bekamen die Besucher einen Vorgeschmack auf den weiteren Abend. Auf dem ganzen Kirchenvorplatz waren neben den Sitzgruppen zahlreiche Strand- und andere Urlaubsutensilien verteilt – eine originelle Idee, sollte doch noch einmal an die vergangene Urlaubszeit erinnert werden. Fleißige Spenderinnen hatten für ein abwechslungsreiches Buffet gesorgt und Durst litt auch niemand! Und da sich auch Petrus von seiner besten Seite zeigte, stand einem entspannten Abend nichts mehr im Wege. Bis in den späteren Abend entwickelten sich denn auch zahllose Gespräche und muntere Plaudereien und ermöglichten so einen schönen, verbindendenden Austausch in und zwischen den verschiedenen Kirchenstandorten, aus denen erfreulich viele zum Mitfeiern gekommen waren!
Passend zum Fest Maria Königin wurde die Feier ergänzt durch eine sehenswerte kleine Ausstellung von Marienstatuen und -bildern, die von Gemeindemitgliedern zur Verfügung gestellt worden waren. Interessant und aufschlussreich zu erkennen war, wie unterschiedlich die jeweiligen Künstler*innen zu unterschiedlichen Zeiten ihre Schwerpunkte und Intentionen bei der Darstellung der Gottesmutter zum Ausdruck brachten.
Aber wie das so in allen Lebensbereichen ist: blau machen geht nur, wenn nicht alle daran teilnehmen, sondern einige die vielfältigen Arbeiten der Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Patronatsfestes übernehmen. Hier sind ist vor allem das Standortteam und die vielen anderen helfenden Gemeindemitglieder wie auch die Spender*innen zu nennen, an die an dieser Stelle ein großes Dankeschön und „Vergelts Gott“ gehen soll!
Text+Bild: Bernhard Kaiser

 

 

St. Raphael wanderte am 14. August im Süntel

Kapelle in Hülsede

 

Von St. Raphael ging es in Fahrgemeinschaften nach Hülsede,
nahe Lauenau. In der alten, gotischen Dorfkirche, die vollständig mit
biblischen Szenen ausgemalt ist,
wurde die Wanderandacht gehalten.

Am Ortsrand von Hülsede begann die Wanderung in den Süntel zum Dachtelfeld (Höhenunterschied 236 m). Eine Dachtel war bei den alten Sachsen eine Ohrfeige. Und diese wurden 882 an die Franken verteilt, die den Sachsen mit wenig christlichen Methoden das Christentum näher bringen wollten. Diese Schlacht endete mit einem deutlichen Sieg der Sachsen. Noch heute gibt es oben im Süntel Flurbezeichnungen wie Blutbachtal und Totental, die an diese Auseinandersetzungen erinnern.
Unser Aufstieg wurde durch Baumfällungen behindert. Beim Versuch, die Wegsperrung – durch den Wald – zu umgehen, kamen wir an eine hohe Böschung, die zunächst unzugänglich schien. Dennoch gelangten alle 18 Wander/er/innen, gehalten von starken Armen, wieder sicher auf den Wanderweg.
Auf dem Dachtelfeld versorgten wir uns aus dem Rucksack in einer Schutzhütte. Anschließend bewunderten alle die botanische Seltenheit der Süntelbuchen. Durch die herabhängenden Äste wirken diese Buchen wie große Hallen oder Säle. Auf dem selben Weg ging es zurück nach Hülsede zu den Autos. Der Bogen, den man spannen kann von der Schlacht auf dem Dachtelfeld bis zur gotischen Kirche in Hülsede, gab viel Gesprächsstoff über die Einführung des Christentums in unserer Gegend.
Text Ferdinand Koch, Bilder Heinrich Müller

St. Raphael wanderte im Juli zum Bickbeernhof Brokeloh

Bei idealem Wanderwetter – trocken und nicht zu heiß – machten sich 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wandergruppe St. Raphael vom Bickbeernhof Brokeloh aus auf den Weg. Auf dem lag schon nach kurzer Strecke inmitten der Moorlandschaft das Rittergut Brokeloh, ein idyllisches Anwesen mit einer wechselvollen, tausendjährigen Geschichte. Erst als Herrensitz genutzt, dann von dem Adelsgeschlecht derer von Münchhausen zum Schloss ausgebaut. Heute ist es schon fast 300 Jahre im Eigentum einer Familie, die auch die dazugehörigen Ländereinen bewirtschaftet. Ehe wir vom Dorfrand aus den Hermann-Löns-Weg erreichten, fiel unser Blick auf eine alte, nostalgisch anmutende gelbe Telefonzelle am Straßenrand und ein danebenstehendes gelbes Postfahrrad. In dem Korb, in dem früher die Tasche des Postboten mit den Briefen ihren Platz hatte, blühten bunte Sommerblumen. Auf kleinen Regalen in der Telefonzelle konnte man Modelle von landwirtschaftlichen Fahrzeugen bewundern. Eine witzige Idee!
Nach knapp der Hälfte des Weges erreichten wir eine leichte Erhebung, den Tempelberg, von wo man den Blick bis zur Porta Westfalica schweifen lassen konnte. Angeblich haben die alten Germanen dort ihre Götterfeste gefeiert und den Ort vielleicht sogar als Thingplatz genutzt. Woran es aber keinen Zweifel gibt? Die Brokeloher veranstalten dort jedes Jahr ihr Osterfeuer, haben eine Schutzhütte errichtet und den Platz im Rahmen des „Land-Art“ Projektes mit Tier-Metallskulpturen auf Steinen gestaltet. Ein idealer Platz für unsere Rast und eine Information über das Leben von Hermann Löns. Da gab es Verwunderliches zu hören, was dann auf unserem weiteren Weg durch Feld und Flur für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Schade, dass die Heide noch nicht blühte. Winzige rosafarbene Punkte waren an den Pflanzen aber schon bei genauerem Hinsehen zu erkennen, die aber noch Zeit brauchen, um sich zu einer blühenden Heidelandschaft zu entwickeln.
Vor dem Erreichen unseres Ziels machten wir noch einen kleinen Abstecher, um auf den westlich unserer Route gelegenen Heye Glas See einen Blick zu werfen. Danach hatten wir nur noch eine kurze Strecke zu bewältigen, ehe wir am Bickbeernhof ankamen und Durst und Hunger mit vielfältigen Blaubeerprodukten stillen konnten. Saft, Schorle oder Obstwein zu Hefeklößen oder Kartoffelpuffern mit Blaubeerkompott waren ein solcher Genuss, dass die Idee aufkam, den Bickbeernhof im nächsten Jahr als Wanderziel wieder einzuplanen.
Bild und Text: Ursula Cordes