Neue Wort-Gottes-Beauftragte in St. Raphael

Claudia Diering, Martin Ehlers, Elisabeth Bannert, Thomas Bannert (vordere Reihe v.l.n.r.)

Während des Gottesdienstes in Corpus Christi am 12. Mai 2019 überreichten Pfarrer Lindner und Diakon Müller neuen “Wort-Gottesdienst-Beauftragten” die bischöfliche Erlaubnis, Wortgottesdiensten in den Kirchen der Pfarrei St. Raphael vorzustehen.

Seit ältester Zeit versammeln sich christliche Gemeinden neben der Heiligen Messe auch zu anderen Gottesdiensten. Zur kirchlichen Liturgie gehören vor allem das Stundengebet und vielfältige Formen der Andacht wie z.B. Kreuzweg- oder Maiandachten und das Gebet des Rosenkranzes. In jüngerer Zeit sind eigene Wort-Gottes-Feiern dazu gekommen – insbesondere  an Sonn- und Feiertagen, wenn keine Hl. Messe gefeiert werden kann.

So können wir uns als Gemeinde freuen, dass in unseren drei Kirchen neben den Wort-Gottes-Feiern viele weitere Gottesdienstformen durch die neuen “Wort-Gottes-Beauftragten” wiederbelebt werden und das Leben der Gemeinde bereichern.
Foto: Claudia Diering

 

Maiwanderung auf dem Stöckener Friedhof

Das Ziel der Wandergruppe St. Raphael im Mai war der Stöckener Friedhof, den wir mit öffentlichem Verkehrsmittel erreichten. Interessant war es, zu erfahren, dass einige aus der Wandergruppe in der Nähe des Stöckener Friedhofs aufgewachsen waren und ihn -sozusagen von Kindesbeinen an- kannten. Andere hingegen sahen erstaunt zum ersten Mal, was sich hinter der Mauer, an der man auf der Stöckener Straße schon so oft entlang gefahren war, verbarg.
Von der Straßenbahnhaltestelle kommend richtete sich der Blick auf ein imposantes Gebäude als Friedhofseingang, errichtet im neugotischen Stil, achteckig in symmetrischer Anlage, in der Tradition der hannoverschen Architektenschule von Conrad Wilhelm Hase. Im Jahre 1891 wurde der Friedhof in Betrieb genommen und bis heute sind dort in dieser wunderschönen Parkanlage, zu der auch ein großer Teich gehört, rund 175000 Menschen begraben worden.
Einige interessante Gräber haben wir aufgesucht: das schon fast an einen kleinen griechischen Tempel erinnernde prächtige Mausoleum der Familie Vering, das sehr viel schlichtere, aber massiv wirkende Madsack-Grab, die Ruhestätte des ersten niedersächsischen Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf und die des jüdischen Ehepaares Isenstein. Den muslimischen Friedhof haben wir gesehen, den Kinderfriedhof und vieles Interessante mehr. Wer hätte schon gewusst, dass der Friedhof zwei Leichenhallen früher hatte? Nicht nur wegen der Symmetrie, sondern weil man die an ansteckenden Krankheiten Verstorbenen separat von den anderen aufbewahrte.
Das alles kann man bei einem Gang durch den Friedhofspark mit seiner aufblühenden Natur erfahren. Zurzeit blühen Flieder, Weißdorn und die frühen weißen Rhododendron.
Eine der schon lange nicht mehr genutzten Leichenhallen wurde in jüngster Vergangenheit in ein integratives Kulturcafe „Anna Blume“ umgewandelt. Dort haben wir uns in netter Atmosphäre bei einem leckeren Imbiss gestärkt, bevor wir unseren Heimweg angetreten haben.
Text und Bild: Ursula Cordes

Propst Martin Tenge wird Personalchef im Bistum Hildesheim

Vorstehender Artikel wurde auf der Webseite des Bistums Hildesheim veröffentlicht.

Wir wünschen unserem ehemaligen Interimspfarrer Propst Martin Tenge eine glückliche Hand bei Personalentscheidungen für die Kirchengemeinden und beim Verwalten des Priestermangels im Bistum.
Für die Stadt und Region Hannover hoffen wir, dass der zukünftige Propst von Hannover, Herr Domkapitular Dr. Christian Wirz, die segensreiche ökumenische Zusammenarbeit und den interreligiösen Dialog seines Vorgängers fortsetzt.

So war die Karwoche 2019 in Garbsen

„Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, 
bis du kommst in Herrlichkeit.“, so beten oder singen wir in jeder Hl. Messe.
Es ist der Kern unseres Glaubens, den wir in der Karwoche,
die man auch Heilige Woche nennt, feiern. 

Den Einzug Jesu in Jerusalem begehen wir am Palmsonntag.

Vor Beginn der Hl. Messe werden in der Palmweihe Buchsbaumbüschel  mit Weihwasser gesegnet und in einer Prozession als „Zeichen des Lebens und des Sieges“ in die Kirche getragen und dann anschließend in den Wohnungen hinter das Kruzifix gesteckt.

In der Karwoche –  Offene Kirche in St. Maria Regina.

Nachmittagsmeditation zum Hungertuch.

Tagzeitengebet zum Abschluss jeden Tages
mit der Komplet, dem Abendgebet der Kirche.

Den Kreuzweg Jesu gehen.

Der Kreuzweg, die Via Crucis wird seit alter Zeit von den Gläubigen in der Fastenzeit und besonders in der Karwoche gebetet. Der Höhepunkt eines Pilgerlebens war die Wallfahrt ins Heilige Land (neben der großen Wallfahrt des Mittelalters nach Santiago de Compostela) und das Gehen der Via Crucis in Jerusalem.

Klicken Sie auf das Bild und gehen Sie den Kreuzweg mit.

Den Franziskanern verdanken wir die Einführung der Kreuzwegandacht in die Volksfrömmigkeit der „Daheimgebliebenen“. Zunächst an wichtigen Wallfahrtsorten und seit dem 18. Jahrhundert obligatorisch für jede Kirche wurden meist 14 Stationen des Leidensweges Christi anhand von typischen Bildern im Gebet betrachtet.

Chrisammesse im Dom zu Hildesheim mit Bischof Heiner.

Die Chrisammesse wird alljährlich zumeist am Abend des Karmittwoch in der Kathedrale eines Bistums vom Ortsbischof in Konzelebration mit seinem Priesterkollegium gefeiert. Der Bischof weiht die heiligen Öle (Chrisam, Katechumenenöl und Krankenöl), die während des Jahres in den Kirchengemeinden zur Salbung bei der Spendung der Sakramente (Taufe, Firmung, Krankensalbung und Priesterweihe) verwendet werden. Ein weiterer Bestandteil der Chrisammesse ist das jährliche Gedächtnis ihrer Weihe der anwesenden Priester.

Im Bistum Hildesheim ist es Tradition, diesen Gottesdienst auch mit Jugendlichen und Ministranten zu feiern.

Als Triduum Sacrum bezeichnet man in der Liturgie den Zeitraum von der abendlichen Hl. Messe des Gründonnerstags – der Feier des Letzten Abendmahls – bis zur Vesper des Ostersonntags. Das ganze Triduum mit dem Karfreitag, dem Tag des Leidens und Sterbens des Herrn, dem Karsamstag als Tag der Grabesruhe des Herrn und dem Ostersonntag als Tag der Auferstehung des Herrn gilt als ein einziges Hochfest und bildet den “Höhepunkt des ganzen Kirchenjahres”. (Wikipedia)

Gründonnerstag – Feier des Letzten Abendmahls.


 

Am Gründonnerstag (abgeleitet vom Wort greinen = weinen) denken wir an die Einsetzung der Eucharistie und den Gang zum Ölberg mit der Festnahme Jesu und dem Weinen darüber.

 

 

Karfreitagsliturgie – Leiden und Sterben des Herrn.

 

Der Karfreitag (Trauerfreitag) ist der Tag der Misshandlung, Verurteilung, Hinrichtung und Grablegung Jesu.

 

In allen drei Kirchen unserer Kirchengemeinde wurde um 15:00 Uhr die Karfreitagsliturgie mit der Passionsgeschichte, den großen Fürbitten und der feierlichen Kreuzverehrung gefeiert.

 

Wie in allen Gottesdiensten der Karwoche wurde in Garbsen und Seelze auch für die Gesundung von Pastor Bernhard Baumert gebetet, der sehr schwer erkrankt ist und sich im Krankenhaus befindet.

Karmette am Karsamstag – Grabesruhe des Herrn.

Am Karfreitag und Karsamstag feiert die Kirche keine Eucharistie. Neben der Feier vom Leiden und Sterben Christi zur Zeit der Todesstunde Jesu ist es in vielen Gegenden Deutschlands Brauch, dass sich Gläubige versammeln zur Trauermette, die der Tradition der Tagzeitenliturgie folgt.
Die Trauermette in St. Maria Regina war geprägt durch die Klagelieder, die dem Propheten Jeremia zugeschrieben werden, und dem gemeinsamen Beten des Psalms 22. 
Als Symbol des Sterbens verlosch eine Kerze nach der anderen, bis schließlich nur noch die letzte Kerze vor dem verhüllten Altarkreuz brannte.

 

Doch im Leben sind Trauer und Klage dicht miteinander verwoben mit Lebensfreude und Frohsinn.

 

So auch bei der Feier der Karmette: noch bevor alle Kerzen erloschen waren kamen Kitakinder mit ihren Eltern und brachten ihre Osterkörbchen und Speisen zur Segnung. 

Vesper des Ostersonntag – Auferstehungsfeier in der Osternacht.

Die Osternacht,
die Nacht vom Karsamstag auf den Ostersonntag, ist im Kirchenjahr
die „Nacht der Nächte“: eine Nacht
des Wachens und Betens zum Gedenken an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit
an den Durchgang vom Tod ins Leben.

Halleluja.Der Tod ist
überwunden, für immer!“

Wandergruppe St. Raphael war im April auf dem Benther Berg

Das Ziel der Aprilwanderung am 10.4.2019 war der Benther Berg.  

Zwanzig Wanderer hatten sich eingefunden . – Peter Langer war noch an der Planung beteiligt gewesen. Wir dachten bei unserer Andacht zu Beginn an ihn und an die anderen Verstorbenen der Wandergruppe.

Am Sportheim Northen – Lenthe stellten wir die Autos ab und wanderten zunächst auf dem unteren Rundweg bis nach Benthe. Es war eine Frühlingswanderung, wie man sie sich schöner nicht vorstellen kann. Die Luft war kalt, aber die Sonne schien vom klaren blauen Himmel und die Aussicht in die Landschaft machte uns deutlich, in welch schöner Gegend wir wohnen. Dazu kam die frühlingshafte Natur mit blühenden Sträuchern , Bäumen  und Blumen  und den hellgrün austreibenden Blättern. – Von Geräuschen wie Vogelgezwitscher kann ich nicht viel berichten, da wir, wie immer, uns mit wechselnden Gesprächspartnern unterhielten.

Oberhalb von Benthe überquert ein nicht zu steiler Wanderweg den Berg in Richtung Nordwest. Er führte uns zurück zum Sportheim, wo wir zu Mittag aßen und uns danach wieder auf den Heimweg begaben. Auch wenn uns allen der Benther Berg recht gut bekannt ist, hat die Wanderung allen Teilnehmern viel Spaß gemacht.
Texte: Barbara Wierse

Wanderung am 13. März 2019

Die Märzwanderung wird uns als diejenige in Erinnerung bleiben, zu der wir uns mit traurigem Herzen in unserer Pfarrkirche getroffen haben.
Der plötzliche, unerwartete Tod von unserem Wanderführer und -freund Klaus-Peter Langer hat uns sehr betroffen gemacht. Wir haben ihm viel zu verdanken und werden ihn mit seiner hilfsbereiten, liebenswerten Art sehr vermissen.
In unserer Andacht, die  unser ehemaliger Pfarrer Benno Nolte hielt, haben wir seiner gedacht. Die Lieder, unsere Gebete und die einfühlsamen Worte des Pfarrers haben uns die Trauer nicht genommen, aber Trost gespendet.

Unterwegs in Eimbeckhausen

Danach haben wir uns dann auf den Weg nach Eimbeckhausen gemacht, das an den westlichen Ausläufern des Deisters liegt. Wegen der fortgeschrittenen Zeit und dem nach einer kleinen Rast einsetzenden Regen haben wir unsere Wanderung etwas verkürzt und so unser weiteres Ziel, das Stuhlmuseum in Eimbeckhausen, erreicht. Dort haben wir uns zunächst bei Kaffee, Schnittchen und leckerer Torte erholt.

Anschließend hörten wir, dass der Stuhlbau aufgrund des reichlich vorhandenen Rohstoffes Holz ab 1820 bis in die 1970iger Jahre ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region war. In den Anfängen seien die in Kleinbetrieben in der Familie hergestellten Stühle mit dem Handkarren über den Deister nach Hannover gebracht worden, um sie dort auf dem Klagesmarkt zu verkaufen und der Familie damit die Existenz zu sichern.
Währen des Rundganges im Museum hörte man immer wieder ein  begeistertes  „ah“ oder „oh“, wenn mal wieder jemand einen Stuhl entdeckt hatte,  der ihn an die Einrichtung der Großeltern oder anderer Vorfahren erinnerte oder es sich  um ein besonders schönes Stück handelte.

So wurden nette Erinnerungen an unsere Vergangenheit geweckt. Zu verdanken hatten wir das alles ehrenamtlich arbeitenden Rentner/innen, die das Cafe´ betreiben, Führungen veranstalten und in der Werkstatt mit großem Engagement und Fachkompetenz Stühle aufarbeiten und mit den Einnahmen ihr Projekt am Laufen halten.
Wer sich dafür interessiert: www.stuhlmuseum.de
Text: Ursula Cordes  Bilder: Heinrich Müller / Ursula Cordes