Hospizhelferkurs in 2019


Das Leben jedes Menschen ist unendlich wertvoll.

Von Beginn an bis zum Ende eines Lebens gilt es, die Würde des Menschen zu achten und zu schützen. Die ehrenamtliche Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen bildet den Schwerpunkt der ambulanten Malteser Hospizarbeit in der Stadt und Region Hannover. Sie findet in der häuslichen Umgebung und in stationären Einrichtungen statt. Das Maß allen Geschehens ist dabei der schwerkranke, sterbende Mensch. Die speziell ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfer wollen dazu beitragen, dass auch die letzte Lebensphase würdevoll gelebt werden kann.

Dafür bieten wir einen 100 Stunden umfassenden Qualifizierungskurs an. Dieser beginnt am 8. Februar und endet am 22. Juni 2019. In diesen Wochenendseminaren (Freitag/Samstag) lernen die Teilnehmenden mit herausfordernden Situationen umzugehen.

Infoabende
sind am 11. Januar 2019 um 17.00h im Don Bosco Haus,
Göttinger Chaussee 147, 30459 Hannover
und am 21. Januar 2019 um 18.30h in der Polnischen Katholischen Mission,
Stilleweg 12B, 30655 Hannover

Weitere Informationen und einen Anmeldefolder finden Sie auf der Seite unserer Maltesergruppe in Garbsen.

Mißbrauchvorwürfe gegen Ex-Bischof Janssen

Im November 2015 berichteten wir vom Verdacht eines Mißbrauchsvergehens an Jugendlichen gegen den Hildesheimer Ex-Bischofs Heinrich-Maria Janssen.

Nun hat sich ein heute Mitte 70-jähriger Mann beim Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ gemeldet und angegeben, ab dem Jahr 1957 sexuell missbraucht worden zu sein. In diesem Zusammenhang schilderte der betroffene ehemalige Ministrant auch ein Missbrauchsvergehen durch den damaligen Bischof Heinrich Maria Janssen.

Quelle: https://www.bistum-hildesheim.de

Bei einer Pressekonferenz am 13.11.18 in Hildesheim betonte Wilmer: „Viele Menschen in unserem Bistum werden genau wie ich erschüttert sein, insbesondere die, die den Bischof als guten Seelsorger erlebt haben. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, durch eine externe Aufarbeitung mehr Licht in das Dunkel zu bringen.“

Auf der Bistumsseite der Diözese Hildesheim wird ausführlich darüber berichtet.

St. Raphael wandert im November in den Rehburger Bergen

Bei schönem, herbstlichem Wanderwetter hatten sich 23 Wanderer eingefunden, um von Bergkirchen zum Wilhelmsturm in den Rehburger Bergen zu wandern. In der alten St. Katharinen-Kirche, die weithin sichtbar, auf einem Bergrücken steht, wurde während der Wanderandacht gemeinsam gesungen und gebetet. Auf dem Bergrücken ging es weiter in Richtung Wölpinghausen zum Jahrtausendkreuz. Das 4,6 m hohe, aus Eichenholz bestehende Kreuz mit dem 3,85 m hohen Jesus-Korpus aus Edelstahl wurde im Jahr 2000 von der ev.-luth. Landeskirche Schaumburg eingeweiht. Das schöne Wetter erlaubte eine freie Sicht auf das Steinhuder Meer mit der Insel  Wilhelmsstein sowie über den Schaumburger Wald bis zur Porta Westfalica und das Wiehengebirge.

Hinter Wölpinghausen führte der Wanderweg in den herbstlich gefärbten Wald der Rehburger Berge. Am Wilhelmsturm, er liegt 135 m über NN, konnte die Gruppe rasten und Kaffee trinken. Der Vorsitzende des Kulturerhaltungsvereins Bad Rehburg e. V., der sich um die Erhaltung des Turmes kümmert, referierte über die Entstehung. Benannt ist der Turm nach Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1748 – 1777).

Der Rückweg führte am Matteschlößchen vorbei, früher ein bekanntes Ausflugslokal, heute ein Altenheim. Auf dem Wanderweg am Fuße des Bergrückens ging es nach Bergkirchen zurück, den Turm der St. Katharinen-Kirche immer im Blick. Im Pfarrhof gegenüber der Kirche stärkte sich die Wandergruppe bei Grünkohl mit Bregenwurst und Kasseler.
Text: Ferdinand Koch / Foto: Uschi Cordes

Pragfahrt im Oktober 2018

Bernhard Kaiser berichtet über die Fahrt des JCG nach Prag … 

Die Goldene Stadt im Goldnen Oktober: 52 Garbsener*innen auf  4-tägiger JCG Busreise

 Zweimal Gold für die diesjährige Herbstfahrt des JCG! Nach dem traditionellen Reisesegen durch Gangolf Johnen ging es auf eine entspannte 6 Stundenfahrt –aufgelockert durch das beliebte Picknick (natürlich m.e.W.) und einer Weinprobe mit Abendessen in Leitmeritz in Nordböhmen/Tschechien.

Bei strahlendem Sonnenschein und  20° plus erfuhren die Teilnehmer bei 2 Stadtführungen in den nächsten Tagen  viel Wissenswertes über Tschechien allgemein und  Prag im Besonderen: das Altstädter Rathaus mit seiner Astronomischen Uhr, der alten steinernen, von Heiligenstatuen bekränzten Karlsbrücke aus dem 14. Jahrhundert und das Jüdische Viertel mit seinem ehrwürdigen alten Friedhof und der Alten Synagoge als Zeugnisse eines früheren blühenden Jüdischen Lebens in der Stadt.

Bei einer weiteren Führung am darauf folgenden Tag stand der Hradschin, die Prager Burg im Mittelpunkt. Die gewaltige Burganlage (die größte ihrer Art weltweit!) mit ihren  zahlreichen Prachtbauten ist heute auch  Amtssitz des tschechischen Staatspräsidenten. In unmittelbarer Nähe beeindruckt der Sankt-Veits-Dom, eine gotische Kathedrale aus dem 14. Jahrhundert, die hinsichtlich Größe und Wirkung auf den Besucher dem Kölner Dom kaum nachsteht.

Der Rückweg (zu Fuß!) in die Stadt führte durch das Goldene Gässchen, einer Ansammlung ursprünglich ärmlicher Häuschen, die später u.a. von Goldschmieden (daher der Name) und Künstlern bewohnt waren (darunter auch Franz Kafka) und heute kleine Galerien und Souvenirläden beherbergt. Weiter ging´s über die Karlsbrücke, vorbei am Hl. Nepomuk, quasi dem „Star“ unter den Säulenheiligen der Brücke: klar, dem wichtigsten Brückenheiligen der katholischen Welt streichelt man gern mal die Füße, wer weiß, wozu´s gut ist!

Unweit der des Hradschin befindet sich die Deutsche Botschaft. Etliche der Garbsener ließen es sich nicht nehmen, einen Blick auf den Balkon zu werfen, von dem der damalige Außenminister Genscher Hunderten von DDR-Bürgern ihre Ausreise in den Westen ankündigte. Als dann jemand dazu Originalbilder und –ton vom Smartphon abrief waren alte Emotionen unübersehbar!

Erinnerungen an eine noch dunklere Zeit der neueren deutschen Geschichte kamen auch auf, beim Erreichen von Theresienstadt der Schrecken des ehemaligen KZ´s gedacht wurde.

Bei allem Sightseeing und Kulturgenuss war aber auch noch genug Freizeit eingeplant, um in kleinen Gruppen anderes zu genießen; so bot sich gerade bei dem Goldenen Oktober-Wetter ein wohlverdientes Kaltgetränk in einem der vielen Plätzchen im Freien unwiderstehlich an!

Kulinarisch Genüsse aus der deftigen böhmischen Küche gab es vom Buffet während einer romantischen Moldaufahrt und später im berühmten „U Fleku“, einschließlich süffigen, dunklen Bieres lautstark begleitet von einem  trinkgeldbeflügelten Akkordeonvirituosen!

2 Tage „das volle Programm“, dann ging es auf den Heimweg, stilvoll und passend untermalt von den Klängen von Smetanas  „Moldau“ (soviel Klassik musste sein!).  Die Rückfahrt war angesichts verschiedener „Einlagen“ sehr kurzweilig. Neben einem Mittagessen und einem Besuch des Karl-May-Museum in Radebeul war die Versorgungslage im Bus hervorragend organisiert. Das gilt besonders für das abschließende Picknick bei Magdeburg, das so gutgelaunt  genossen wurde, dass die 4 ½ Stunden Stau auf der Autobahn kaum ins Bewusstsein kamen und damit nicht ins Gewicht fielen!

 Leicht verspätet, aber sicher und voller schöner Erinnerungen erreichte die Reisegruppe Havelse. Wie „Alle Jahre wieder…“ …so geht auch diesmal ein dickes Dankeschön an die Familien Christoph und Haller, die sich erneut als überzeugende und perfekte Organisatoren ausgezeichnet haben!

Und „alle Jahre wieder…“ freut man sich schon auf das nächste Jahr!

Unterwegs in Armenien

Eine Woche war Anfang Oktober eine Gruppe aus St. Raphael, verstärkt von Mitreisenden aus Hannover und Wunstorf, in Armenien, dem Land der Klöster unterwegs. Für viele eine unbekannte Region am Fuße des Kaukasus, ein Hochgebirgsland, zerklüftet, steinig und uralt. Ein Land, an der geographischen und kulturellen Grenze zwischen Europa und Asien gelegen, zwischen Christentum und Islam.

Armenien war der erste christliche Staat der Welt (301 n. Chr.) Viele Zeugnisse der Vergangenheit, aber auch die immensen Probleme der Gegenwart wurden der Gruppe vor Augen geführt. Nach 70 Jahren Sowjetherrschaft versuchen die knapp 3 Millionen Armenier ihren eigenen Weg zu gehen. Die Armut ist groß und die Arbeitslosigkeit hoch. Trotz aller Probleme sind Armenier ein sehr gastfreundliches Volk, das sich nach Frieden und Verständigung sehnt mit seinen Nachbarn, besonders der Türkei und Aserbeidschan.
Text und Bild: Benno Nolte