Björn Schulze wird Pfingsten zum Priester geweiht

 

 

Am Pfingstsamstag wird Diakon Björn Schulze
im Mariendom zu Hildesheim durch Handauflegung
und Gebet von Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ
zum Priester geweiht. 

Die ganze Gemeinde ist eingeladen
zur P
riesterweihe und zur Primizfeier.

Samstag, 08. Juni
10:00 Uhr Priesterweihe im Dom zu Hildesheim 

Pfingstsonntag, 09. Juni
11:00 Uhr feierliche erste Hl. Messe
in der Pfarrkirche St. Raphael in Garbsen,

anschließend Empfang und Mittagessen.

Pfingstsonntag, 09. Juni
15:00 Uhr 
Andacht und Primizsegen,

anschließend Kaffee und Kuchen.

In den Kirchen liegen Listen aus,
in denen wir um eine Kuchenspende
für die Primizfeier von Diakon Björn Schulze bitten.

 

 

Björn Schulze ist 40 Jahre alt und in Braunschweig in einem evangelischen Elternhaus aufgewachsen.

Seine erste Begegnung mit der katholischen Kirche hatte Schulze in der Grundschule. „Hier wurde meine Sehnsucht nach mehr, meine Sehnsucht nach Gott grundgelegt.“

Nach der Schule entscheidet sich Schulze für eine Ausbildung bei der Rentenversicherung. Doch immer wieder denkt er über sich nach, ob es der richtige Weg ist, den er eingeschlagen hat. Schließlich konvertiert er und tritt ins Collegium Marianum in Neuss ein, macht auf dem Friedrich-Spee-Kolleg das Abitur nach und beginnt in Münster mit dem Theologiestudium.

Doch auch hier gibt er seinem Leben nochmals eine andere Richtung: er lebte und arbeitete ein Jahr in einem Projekt für Drogensüchtige, ging dann fast ein halbes Jahr nach Brasilien und Portugal und setzte schließlich sein Studium in Lantershofen fort.

Nach dem Abschluss in 2016 kam Schulze als Weihekandidat in die Pfarrei Mariä Lichtmess in Hildesheim und arbeitete dort beim „Sozialen Mittagstisch“ mit.

Nach der Diakonenweihe im Jahr 2018 ist Schulze in
St. Raphael in Garbsen im Gemeindepraktikum.
Auch nach der Priesterweihe wird er voraussichtlich für ein Jahr in Garbsen und Seelze priesterlichen Dienst tun.

Interview mit Björn Schulze (Bernhard Kaiser stellte die Fragen)

Herr Schulze, Sie werden zu Pfingsten Anfang  Juni zum Priester geweiht: Können Sie uns einen kleinen Einblick in Ihre momentane Gemütslage geben?

Ich kann nicht verhehlen, dass es einen gewissen Grad an Aufregung bei mir gibt, was den Tag an sich angeht, aber auch hinsichtlich dessen, was danach kommt. Ein großer Aspekt ist aber auch, dass ich mich wirklich darauf freue, schließlich habe ich in den letzten Jahren viel nachgedacht, überlegt und mit der Entscheidung gerungen und jetzt ist es endlich soweit; das ist schon etwas Besonderes – insgesamt also eine Mischung aus Anspannung und Erleichterung und Freude. 

Wer wird heutzutage (noch) kath. Priester und warum? Wer sollte es nicht werden?

Viele, die Priester werden wollen, kommen nach wie vor aus einem traditionell katholischen Milieu. Manche gehen auch noch den klassischen Weg, also nach dem Abitur direkt ins Studium. Aber immer mehr Männer treten in das Seminar ein, die vorher eine Berufsausbildung absolviert oder etwas anderes studiert haben. Die Berufungswege sind höchst unterschiedlich. So, wie sich die Gesellschaft verändert, ändern sich auch die Zugangsweisen zum Priesteramt.
Priester sollte nicht werden, wer Menschen nicht mag, auch wenn das banal klingt, ist es doch eine entscheidende Voraussetzung. Ebenso wichtig ist eine tiefe Liebe zu Christus und seiner Kirche.

Wie wurden Sie auf Ihre kommende Tätigkeit als Seelsorger vorbereitet? Fühlen Sie Sich auf Ihre kommenden Aufgaben angemessen/gut vorbereitet?

Die Vorbereitung ist breit gefächert und schließt Bereiche wie z.B. Pastoralpsychologie ein, außerdem bin ich ja immer noch weiter in der Ausbildung. Ich glaube, man bekommt ein Grundgerüst und dieses muss dann die Erfahrung füllen. Eine feste Formel beim Umgang als Seelsorger mit Menschen lässt sich kaum finden. Grundsätzlich fühle ich mich gut vorbereitet, aber mit der Weihe bin ich noch kein „fertiger“ Seelsorger, sondern werde – mit Gottes Segen – immer mehr dazu, je länger ich daran – an mir selbst – arbeite.

Wie würden Sie Ihre Zeit/Arbeit als Diakon in Garbsen beschreiben?

Von Garbsen wusste ich vorher so gut wie nichts; als ich im Internet nachschaute, hieß es: die Willehadi-Kirche hat gebrannt und Jugendbanden bekriegen sich hier. Das war mein erstes Bild, das ich im Kopf hatte, und da dachte ich mir, das ist ja spannend, denn ich hatte ja immer den Wunsch gehabt, da hin gehen zu dürfen, wo es soziale Probleme gibt. Andererseits ist Garbsen natürlich auch sehr vielfältig. Ich finde es auch spannend, dass es in der Gemeinde sowohl eine eher traditionelle Haltung gibt als auch eine Ausrichtung auf aktuelle Themenbereiche wie „Eine Welt“ und Sorge um die Bewahrung der Schöpfung. Die Gemeindemitglieder setzen unterschiedliche Schwerpunkte und als Seelsorger hat man hierbei eine Art Mittlerposition.
In der Gemeinde habe ich mich schnell heimisch gefühlt, da ich allseits herzlich und offen aufgenommen worden bin.

Wie wird Ihre Arbeit nach der Priesterweihe aussehen?

Die wichtigste Veränderung wird sicherlich sein, dass ich die Heilige Messe zelebrieren darf. Von der Eucharistie bin ich sehr fasziniert. Daher auch mein Primizspruch aus dem Johannesevangelium, der auch als Ruf in der Heiligen Messe zu hören ist: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“.

Priester werden knapp – können Laien die Lücken schließen?

Laien werden in Zukunft immer mehr Aufgaben übernehmen, so etwa bei Beerdigungen oder den zunehmenden Wort-Gottes-Feiern. Sie dürfen sich dabei aber keinesfalls als Lückenbüßer fühlen oder als solche betrachtet werden. Allerdings setzt die sakramentale Struktur der Kirche auch Grenzen. Das Herz des kirchlichen Lebens ist die Eucharistie. Der Priester bleibt dafür unentbehrlich.

Zitate von Björn Schulze in der Kirchenzeitung: „In jedem Priester…auch ein Diakon“, „diakonale Ideale … nicht aus den Augen verlieren“, „… auf Augenhöhe mit Menschen arbeiten“. Was bedeuten diese Aspekte für Ihre Arbeit in Garbsen?

Diakon zu sein sehe ich nicht nur als eine vorübergehende Durchgangsstufe zum Priester, sondern als Daueraufgabe. Diese besteht darin, Arme, Benachteiligte, die, die am Rand der Gesellschaft stehen im Blick zu behalten. Ihnen muss mit dem gleichen Respekt begegnet werden, wie anderen auch. Es sollte nicht sein, dass sich die Kirche zu sehr an der bürgerlichen Mittelschicht orientiert.

Wie gehen Sie mit Kritik/ern an der (Institution) Kirche um?

Mein bisheriger Lebenslauf hat mich daran gewöhnt: Das Elternhaus und die weitere Umgebung sind mehrheitlich kirchenkritisch eingestellt, sodass ich mich damit schon immer auseinandersetzen musste. Dazu muss ich aber sagen, dass mich meine Familie auf meinem Weg vorbehaltlos unterstützt hat. Kirchenkritik, die zu pauschal und undifferenziert ausgeteilt wird, geht mir schon nahe. Allerdings muss die Kirche immer lernen und sich weiterentwickeln, und dazu braucht es kritische Anstöße, auch von außen.

Wie sehen Sie die Situation hinsichtlich Zusammenarbeit und Entwicklung der verschiedenen Kirchenstandorte?

Ich finde es gut und wichtig, dass die einzelnen Kirchenstandorte eine gewisse Eigenständigkeit behalten, denn Kirche vor Ort ist entscheidend, da sie auch Identifizierung und Bindung schafft. Das darf aber nicht zu einer hermetischen Abrieglung und Beharren auf alten Strukturen führen, was unter den gegebenen Bedingungen gar nicht mehr möglich ist, sondern erfordert gegenseitige Rücksichtnahme und auch mal Verzicht.
Im weiteren Sinne zu dem Stichwort Standort: Ich finde das Verhältnis zu den evangelischen Kirchengemeinden sehr gut. Bei allen bestehenden Unterschieden sollten wir die Möglichkeiten der Zusammenarbeit weiter nutzen und entwickeln.

Was für Wünsche, Hoffnungen, evtl. Sorgen hinsichtlich Ihrer und der kirchlichen Zukunft beschäftigen Sie zur Zeit?

Ich mache mir schon Sorgen. Doch bei aller Ungewissheit hinsichtlich der Entwicklung versuche ich, nicht pessimistisch zu sein, sondern habe die feste Gewissheit, dass die Kirche nicht untergehen wird.

Was gefällt Ihnen an Björn Schulze, und was weniger?

(Diakon muss etwas lachen) Stärke(n) und Schwäche(n) sind wohl eng verbunden. Die Stärke „Geduld“ würde ich mir anrechnen, die aber oft so ausfällt, dass sie zu einer Art Langsamkeit führt, was meine Entscheidungsfreudigkeit betrifft, ich also zu lange überlege.  

Was macht ein Herr Björn Schulze, wenn er Zeit nur für sich hat oder hätte? Gibt es Lieblingsorte/-autoren/-bücher/-musik o.ä.?

Wenn ich in meiner Heimatstadt Braunschweig bin, gehe ich gerne in den Prinz-Albrecht-Park, in dessen Nähe ich aufgewachsen bin. Und -etwas entfernter – liegt mir England, die Landschaften und die Lebenskultur, am Herzen.
Tieren allgemein bin ich sehr zugetan, und da vor allem Frida, dem Hund meiner Mutter; wenn es irgendwann einmal möglich wäre, würde ich mir selbst gerne einen Hund anschaffen.
Das theologische Werk von Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.) finde ich interessant sowie Geschichtsthemen zum 19. und 20. Jahrhundert, einer Zeit vieler entscheidender, nachhaltiger Entwicklungen.

Haben Sie so etwas wie ein Lebensmotto, etwa eine Bibelstelle oder ein Sprichwort?

Hier möchte ich Joh 13,15 zitieren: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe“.
Das sagte Jesus, nachdem er seinen Jüngern die Füße gewaschen hat. In diesem Sinne werde ich einmal Rechenschaft darüber ablegen müssen, was ich anderen getan, welchen Dienst ich ihnen erwiesen habe.

 

 

 

 

RIP Pastor Bernhard Baumert

In einer bewegenden Trauerfeier haben am 27. Mai 2019 Angehörige, Freunde und  Mitglieder der Kirchengemeinden, in denen der Verstorbene  Seelsorger war, Abschied genommen von Pastor Bernhard Baumert.
Bischof Heiner leitete in Konzelebration mit einigen der in großer Zahl anwesenden Priester das Requiem in der Pfarrkirche St. Raphael. Pfarrer Christoph Lindner würdigte in seiner Predigt das Wirken von Bernhard Baumert als Seelsorger und Priester.
Anschließend kamen ca. 300 Trauergäste ins Pfarrheim von St. Raphael. Der Pastoralrat und HelferInnen aus den Kirchorten hatten eine Kaffeetafel vorbereitet und Suppe gereicht. 

Wir danken dir, Gott,
für diesen Menschen,
der uns so nahe war
und der uns
plötzlich entrissen ist
aus unserer Welt.

Wir danken dir für alle Freundschaft,
die von ihm ausgegangen,
für allen Frieden, den er gebracht hat;
wir danken dir,
dass er bei aller Vergänglichkeit,
in allen Sorgen und Nöten des Lebens
ein liebenswerter Mensch geworden ist.
Wir bitten dich,
nichts von diesem Menschenleben
möge verloren gehen;

was er gelebt und getan hat,
komme der Welt zugute.
Huub Osterhuis

Neue Wort-Gottes-Beauftragte in St. Raphael

Claudia Diering, Martin Ehlers, Elisabeth Bannert, Thomas Bannert (vordere Reihe v.l.n.r.)

Während des Gottesdienstes in Corpus Christi am 12. Mai 2019 überreichten Pfarrer Lindner und Diakon Müller neuen “Wort-Gottesdienst-Beauftragten” die bischöfliche Erlaubnis, Wortgottesdiensten in den Kirchen der Pfarrei St. Raphael vorzustehen.

Seit ältester Zeit versammeln sich christliche Gemeinden neben der Heiligen Messe auch zu anderen Gottesdiensten. Zur kirchlichen Liturgie gehören vor allem das Stundengebet und vielfältige Formen der Andacht wie z.B. Kreuzweg- oder Maiandachten und das Gebet des Rosenkranzes. In jüngerer Zeit sind eigene Wort-Gottes-Feiern dazu gekommen – insbesondere  an Sonn- und Feiertagen, wenn keine Hl. Messe gefeiert werden kann.

So können wir uns als Gemeinde freuen, dass in unseren drei Kirchen neben den Wort-Gottes-Feiern viele weitere Gottesdienstformen durch die neuen “Wort-Gottes-Beauftragten” wiederbelebt werden und das Leben der Gemeinde bereichern.
Foto: Claudia Diering

 

Maiwanderung auf dem Stöckener Friedhof

Das Ziel der Wandergruppe St. Raphael im Mai war der Stöckener Friedhof, den wir mit öffentlichem Verkehrsmittel erreichten. Interessant war es, zu erfahren, dass einige aus der Wandergruppe in der Nähe des Stöckener Friedhofs aufgewachsen waren und ihn -sozusagen von Kindesbeinen an- kannten. Andere hingegen sahen erstaunt zum ersten Mal, was sich hinter der Mauer, an der man auf der Stöckener Straße schon so oft entlang gefahren war, verbarg.
Von der Straßenbahnhaltestelle kommend richtete sich der Blick auf ein imposantes Gebäude als Friedhofseingang, errichtet im neugotischen Stil, achteckig in symmetrischer Anlage, in der Tradition der hannoverschen Architektenschule von Conrad Wilhelm Hase. Im Jahre 1891 wurde der Friedhof in Betrieb genommen und bis heute sind dort in dieser wunderschönen Parkanlage, zu der auch ein großer Teich gehört, rund 175000 Menschen begraben worden.
Einige interessante Gräber haben wir aufgesucht: das schon fast an einen kleinen griechischen Tempel erinnernde prächtige Mausoleum der Familie Vering, das sehr viel schlichtere, aber massiv wirkende Madsack-Grab, die Ruhestätte des ersten niedersächsischen Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf und die des jüdischen Ehepaares Isenstein. Den muslimischen Friedhof haben wir gesehen, den Kinderfriedhof und vieles Interessante mehr. Wer hätte schon gewusst, dass der Friedhof zwei Leichenhallen früher hatte? Nicht nur wegen der Symmetrie, sondern weil man die an ansteckenden Krankheiten Verstorbenen separat von den anderen aufbewahrte.
Das alles kann man bei einem Gang durch den Friedhofspark mit seiner aufblühenden Natur erfahren. Zurzeit blühen Flieder, Weißdorn und die frühen weißen Rhododendron.
Eine der schon lange nicht mehr genutzten Leichenhallen wurde in jüngster Vergangenheit in ein integratives Kulturcafe „Anna Blume“ umgewandelt. Dort haben wir uns in netter Atmosphäre bei einem leckeren Imbiss gestärkt, bevor wir unseren Heimweg angetreten haben.
Text und Bild: Ursula Cordes

Propst Martin Tenge wird Personalchef im Bistum Hildesheim

Vorstehender Artikel wurde auf der Webseite des Bistums Hildesheim veröffentlicht.

Wir wünschen unserem ehemaligen Interimspfarrer Propst Martin Tenge eine glückliche Hand bei Personalentscheidungen für die Kirchengemeinden und beim Verwalten des Priestermangels im Bistum.
Für die Stadt und Region Hannover hoffen wir, dass der zukünftige Propst von Hannover, Herr Domkapitular Dr. Christian Wirz, die segensreiche ökumenische Zusammenarbeit und den interreligiösen Dialog seines Vorgängers fortsetzt.

So war die Karwoche 2019 in Garbsen

„Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, 
bis du kommst in Herrlichkeit.“, so beten oder singen wir in jeder Hl. Messe.
Es ist der Kern unseres Glaubens, den wir in der Karwoche,
die man auch Heilige Woche nennt, feiern. 

Den Einzug Jesu in Jerusalem begehen wir am Palmsonntag.

Vor Beginn der Hl. Messe werden in der Palmweihe Buchsbaumbüschel  mit Weihwasser gesegnet und in einer Prozession als „Zeichen des Lebens und des Sieges“ in die Kirche getragen und dann anschließend in den Wohnungen hinter das Kruzifix gesteckt.

In der Karwoche –  Offene Kirche in St. Maria Regina.

Nachmittagsmeditation zum Hungertuch.

Tagzeitengebet zum Abschluss jeden Tages
mit der Komplet, dem Abendgebet der Kirche.

Den Kreuzweg Jesu gehen.

Der Kreuzweg, die Via Crucis wird seit alter Zeit von den Gläubigen in der Fastenzeit und besonders in der Karwoche gebetet. Der Höhepunkt eines Pilgerlebens war die Wallfahrt ins Heilige Land (neben der großen Wallfahrt des Mittelalters nach Santiago de Compostela) und das Gehen der Via Crucis in Jerusalem.

Klicken Sie auf das Bild und gehen Sie den Kreuzweg mit.

Den Franziskanern verdanken wir die Einführung der Kreuzwegandacht in die Volksfrömmigkeit der „Daheimgebliebenen“. Zunächst an wichtigen Wallfahrtsorten und seit dem 18. Jahrhundert obligatorisch für jede Kirche wurden meist 14 Stationen des Leidensweges Christi anhand von typischen Bildern im Gebet betrachtet.

Chrisammesse im Dom zu Hildesheim mit Bischof Heiner.

Die Chrisammesse wird alljährlich zumeist am Abend des Karmittwoch in der Kathedrale eines Bistums vom Ortsbischof in Konzelebration mit seinem Priesterkollegium gefeiert. Der Bischof weiht die heiligen Öle (Chrisam, Katechumenenöl und Krankenöl), die während des Jahres in den Kirchengemeinden zur Salbung bei der Spendung der Sakramente (Taufe, Firmung, Krankensalbung und Priesterweihe) verwendet werden. Ein weiterer Bestandteil der Chrisammesse ist das jährliche Gedächtnis ihrer Weihe der anwesenden Priester.

Im Bistum Hildesheim ist es Tradition, diesen Gottesdienst auch mit Jugendlichen und Ministranten zu feiern.

Als Triduum Sacrum bezeichnet man in der Liturgie den Zeitraum von der abendlichen Hl. Messe des Gründonnerstags – der Feier des Letzten Abendmahls – bis zur Vesper des Ostersonntags. Das ganze Triduum mit dem Karfreitag, dem Tag des Leidens und Sterbens des Herrn, dem Karsamstag als Tag der Grabesruhe des Herrn und dem Ostersonntag als Tag der Auferstehung des Herrn gilt als ein einziges Hochfest und bildet den “Höhepunkt des ganzen Kirchenjahres”. (Wikipedia)

Gründonnerstag – Feier des Letzten Abendmahls.


 

Am Gründonnerstag (abgeleitet vom Wort greinen = weinen) denken wir an die Einsetzung der Eucharistie und den Gang zum Ölberg mit der Festnahme Jesu und dem Weinen darüber.

 

 

Karfreitagsliturgie – Leiden und Sterben des Herrn.

 

Der Karfreitag (Trauerfreitag) ist der Tag der Misshandlung, Verurteilung, Hinrichtung und Grablegung Jesu.

 

In allen drei Kirchen unserer Kirchengemeinde wurde um 15:00 Uhr die Karfreitagsliturgie mit der Passionsgeschichte, den großen Fürbitten und der feierlichen Kreuzverehrung gefeiert.

 

Wie in allen Gottesdiensten der Karwoche wurde in Garbsen und Seelze auch für die Gesundung von Pastor Bernhard Baumert gebetet, der sehr schwer erkrankt ist und sich im Krankenhaus befindet.

Karmette am Karsamstag – Grabesruhe des Herrn.

Am Karfreitag und Karsamstag feiert die Kirche keine Eucharistie. Neben der Feier vom Leiden und Sterben Christi zur Zeit der Todesstunde Jesu ist es in vielen Gegenden Deutschlands Brauch, dass sich Gläubige versammeln zur Trauermette, die der Tradition der Tagzeitenliturgie folgt.
Die Trauermette in St. Maria Regina war geprägt durch die Klagelieder, die dem Propheten Jeremia zugeschrieben werden, und dem gemeinsamen Beten des Psalms 22. 
Als Symbol des Sterbens verlosch eine Kerze nach der anderen, bis schließlich nur noch die letzte Kerze vor dem verhüllten Altarkreuz brannte.

 

Doch im Leben sind Trauer und Klage dicht miteinander verwoben mit Lebensfreude und Frohsinn.

 

So auch bei der Feier der Karmette: noch bevor alle Kerzen erloschen waren kamen Kitakinder mit ihren Eltern und brachten ihre Osterkörbchen und Speisen zur Segnung. 

Vesper des Ostersonntag – Auferstehungsfeier in der Osternacht.

Die Osternacht,
die Nacht vom Karsamstag auf den Ostersonntag, ist im Kirchenjahr
die „Nacht der Nächte“: eine Nacht
des Wachens und Betens zum Gedenken an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit
an den Durchgang vom Tod ins Leben.

Halleluja.Der Tod ist
überwunden, für immer!“

Wandergruppe St. Raphael war im April auf dem Benther Berg

Das Ziel der Aprilwanderung am 10.4.2019 war der Benther Berg.  

Zwanzig Wanderer hatten sich eingefunden . – Peter Langer war noch an der Planung beteiligt gewesen. Wir dachten bei unserer Andacht zu Beginn an ihn und an die anderen Verstorbenen der Wandergruppe.

Am Sportheim Northen – Lenthe stellten wir die Autos ab und wanderten zunächst auf dem unteren Rundweg bis nach Benthe. Es war eine Frühlingswanderung, wie man sie sich schöner nicht vorstellen kann. Die Luft war kalt, aber die Sonne schien vom klaren blauen Himmel und die Aussicht in die Landschaft machte uns deutlich, in welch schöner Gegend wir wohnen. Dazu kam die frühlingshafte Natur mit blühenden Sträuchern , Bäumen  und Blumen  und den hellgrün austreibenden Blättern. – Von Geräuschen wie Vogelgezwitscher kann ich nicht viel berichten, da wir, wie immer, uns mit wechselnden Gesprächspartnern unterhielten.

Oberhalb von Benthe überquert ein nicht zu steiler Wanderweg den Berg in Richtung Nordwest. Er führte uns zurück zum Sportheim, wo wir zu Mittag aßen und uns danach wieder auf den Heimweg begaben. Auch wenn uns allen der Benther Berg recht gut bekannt ist, hat die Wanderung allen Teilnehmern viel Spaß gemacht.
Texte: Barbara Wierse