Willkommen 2015

 
Am letzten Tag des Jahres 2014 zeigte sich die Gottesdienstgemeinde in der Jahresschlussandacht in St. Maria Regina als “liebenswerte Gemeinde”.

In der Auslegung der Schriftlesung dieses Gottesdienstes  wurde der Kampf Jakobs mit dem Engel am Fluss Jabbok (Gen. 32) als Segenskampf gedeutet: Jakob erkennt, dass er durch eigene Kraft nicht alles erringen kann. Mit dieser Erkenntnis und Ohnmacht lässt er Gottes Wirken in seinem Leben zu und wird von Gott gesegnet.

Ähnlich wie Jakob den Fluss Jabbok in ein unbekanntes Land überqueren will gehen wir über die Schwelle des neuen Jahres in eine ungewisse Zukunft. Wir lassen Erfolg und Misserfolg, Freude und Leid des vergangenen Jahres zurück und müssen uns auf Neues und Unerwartetes einlassen.

Mit einem Segen wurde die Gottesdienstgemeinde in das neue Jahr 2015 entlassen in der Gewissheit, nicht alles selbst zu vermögen aber immer von Gott geleitet und begleitet zu sein. Ein Segen – jedem einzelnen persönlich zugesprochen – so wird Gemeinde zu “liebenswerter Gemeinde”.

Danke für diesen Gottesdienst
– GemRef. Bärbel Smarsli
und Diakon Thomas Müller
und den Mitgliedern der Kirchencombo. 

Wie ist das klein, womit wir ringen,
was mit uns ringt, wie ist das groß;
ließen wir, ähnlicher den Dingen,
uns so vom großen Sturm bezwingen, –
wir würden weit und namenlos.

Was wir besiegen, ist das Kleine,
und der Erfolg selbst macht uns klein.
Das Ewige und Ungemeine
will nicht von uns gebogen sein.
Das ist der Engel, der den Ringern
des Alten Testaments erschien:
Wenn seiner Widersacher Sehnen
im Kampfe sich metallen dehnen,
fühlt er sie unter seinen Fingern
wie Saiten tiefer Melodien.

Wen dieser Engel überwand,
welcher so oft auf Kampf verzichtet,
der geht gerecht und aufgerichtet
und groß aus jener harten Hand,
die sich, wie formend, an ihn schmiegte.
Die Siege laden ihn nicht ein.
Sein Wachstum ist: der Tiefbesiegte
von immer Größerem zu sein.

(Rainer Maria Rilke)

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3 Gedanken zu „Willkommen 2015

    1. Bernhard MockBernhard

      Liebe Frau Austen – herzlichen Dank und Neujahrsgrüße nach Bremen. Wir hoffen, dass es Ihnen in Bremen gut geht und Sie in 2015 gesund bleiben und eine gute Zeit haben werden!
      Wir in Garbsen bemühen uns sehr, eine liebenswerte Gemeinde zu bleiben oder wieder zu werden.

      Antworten
  1. Claudia Kreinacker

    Auch ich möchte mich hiermit nochmals bei allen Beteiligten für diese tolle Andacht bedanken!
    Es tut richtig gut, zum Jahresende nochmal “runterzukommen”, ganz bewusst das Jahr Revue passieren lassen und dann mit ganz persönlichem Segen frisch gestärkt ins neue Jahr zu gehen.
    Es ist schön, Teil dieser “liebenswerten Gemeinde” zu sein.

    Antworten

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