Weihnachtsgrüße und Berichte aus unseren Partnergemeinden

In einem Weihnachtsbrief berichtet der Unterstützerkreis über das Schulprojekt „Barbara Micarelli del Niño Jesus“ in Cotoca / Bolivien

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Weihnachtsgrüße aus Cotoca

BOLIVIA – Cotoca – 31-12-2021
Querida Barbel… en estos días de Navidad y fin de año hemos rezado mucho por uds. y por todas las familias de Alemania que pasan momentos difíciles y tristes, también pensamos y recordamos con gratitud a todos los que nos apoyan con tanta generosidad…

Liebe Bärbel,
in diesen Tagen des Weihnachtsfestes und des Jahresendes haben wir viel für dich und für alle Familien in Deutschland gebetet, für alle, die schwierige und traurige Zeiten durchmachen. 

Wir denken und erinnern uns mit Dankbarkeit an all diejenigen, die uns mit so viel Großzügigkeit unterstützen… Wir stellen Sie alle in die Gegenwart der Heiligen Familie, damit Sie vom Jesuskind, Maria und Josef gesegnet werden.
Wir haben Lebensmittelkörbe an alle Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen und Familien in Not verteilt.
Möge das kommende Jahr uns viel Frieden, Glück und Gesundheit bringen
– für alle und jeden in der Welt Glüüüüüüückwünsche…

 Que el próximo año nos traiga mucha paz, felicidad y salud para todos y todo el mundo.. felicidadeeeees…

  

Father Gnanamuthu sendet Weihnachtsgrüße und berichtet über die Weihnachtsbräuche in Südindien

Als Gemeindepfarrer war ich im Advent jeden Abend bis zum 22. Dezember mit Christmas-Carol-Sängern unterwegs, um alle Gemeindemitglieder zu besuchen. Wir haben Weihnachtslieder gesungen, Schokolade verteilt und Spenden für die Kirche gesammelt.
Weihnachtsmärkte gibt es bei uns in Südindien nicht und Glühwein ist unbekannt, weil wir zu Weihnachten ca. 25°C Temperatur haben. Meistens werden draußen vor der Kirche große Weihnachtskrippen aufgestellt und mit frischem Grün gestaltet. Ab 23. Dezember werden die Kirchen außen und innen und auch alle Heiligenfiguren prächtig geschmückt mit großen Blumengirlanden, Spiralen, Mangozweigen und Bananenstauden – und mit vielen Laternen und Licht beleuchtet. Aus Lautsprechern erklingen in größter Lautstärke Weihnachtslieder in der Landessprache Tamil.
Weihnachten beginnt, wenn am Heiligen Abend ab 23 Uhr der Chor in der Kirche singt. Um Mitternacht wird die Krippe enthüllt und Jesus hineingelegt. Die anschließende Mitternachtsmesse wird meistens im Freien gefeiert, weil für die vielen Gläubigen oft kein Platz im Gotteshaus ist. Der Gottesdienst dauert mehr als zwei Stunden, es werden viele Lieder gesungen und der Pfarrer muss (leider) lange predigen. Danach wird vor der Kirche  bei einem Reisgericht und Tee weitergefeiert und fröhlich getanzt.

Zu Weihnachten kommen alle Familienmitglieder zurück in ihr Heimatdorf und feiern dann manchmal mit über 30 Personen bei einem üppigen Essen zu Hause.  Weihnachtsgeschenke gibt es nicht, doch vor Weihnachten haben die Eltern ihren Kindern neue Kleidung gekauft, die zur Messe an Heilig Abend getragen wird. Dieser Brauch ist für ärmere Familien immer eine große Belastung.
In diesem Jahr bin ich bei meinen Geschwistern in meinem Heimatdorf.  Ich werde dort die Mitternachtsmesse zelebrieren und von den Weihnachtsbräuchen in Deutschland berichten.

Pastor Dr. Julius Folo Kafuti berichtet vom Schulprojekt im Kongo

Das Schulprojekt „Kleiner Funke RDC“, bis jetzt auch „Studienförderung für arme Schüler im Kongo/Zaire“ genannt, entstand im Jahre 1994 und hat seitdem über 80 Schüler*Innen und Studenten*Innen zu einem Abschluss verholfen.
Dieses Projekt unterstützt Schülerinnen und Schüler aus armen Familien, deren Eltern nicht in der Lage sind für die Schul- und Universitätsgebühren aufzukommen. Theoretisch sollten solche Unkosten die Latte von 200 $ für die Grundschule und 500 $ für die Universität nicht überschreiten. Voriges Jahr ist der neu gewählte Präsident der Demokratischen Republik Kongo sogar einen Schritt weiter gegangen, indem er die Schule für absolut kostenlos erklärt hat. Doch das alles scheint nur Propaganda zu sein. Tatsache ist, dass sowohl Schulen, als auch Hochschulen und Universitäten raffinierte Mechanismen in Gang setzen, welche das Lernen/Studieren im Kongo unvorstellbar teurer werden lassen. 
Des Weiteren stellt die Unterbringung der Studierenden in der Stadt ein akutes Problem dar. Darum sollte für unsere „Schützlingen“ ein Wohnheim in der Millionenstadt Kinshasa entstehen.
Somit besteht das Schulprojekt aus zwei Flügeln: zum einem übernehmen wir die  Schul- und Universitätsgebühren der Jugendlichen; hierfür steht uns ein (schwaches) Budget von 3. 000 €/Jahr für 10 Studierenden zur Verfügung. Zum anderen soll für die Studenten in der Großstadt eine dezente Wohnung gebaut bzw. gekauft werden.
Im Namen der Studierenden danke ich allen, die das Projekt unterstützen, und stehe ihnen für Rückfragen aller Art zur Verfügung. 
Pastor J. F. Kafuti      Seelze, den 02.11. 2021

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