St. Raphael wandert auf dem Gehrdener Berg

img_1145_1„Wandern bei 30° Celsius? Wer macht denn so was!!“ mag sich mancher unserer Wanderfreunde gefragt haben. – Immerhin 19 Teilnehmer haben sich aber doch aufgerafft und sich für Bewegung in Gemeinschaft entschieden.  Nach Gebet, Lied und der Klärung organisatorischer Fragen machten wir uns mit Bulli und PKWs von St. Raphael aus auf den Weg zum Parkplatz hinter der „Historischen Berggaststätte Niedersachsen“, der erfreulicherweise im Schatten liegt.

Als erstes wendeten wir unseren Schritt nach Norden. Wir erklommen den Burgberg, auf dem ein Aussichtsturm und zerfallende Gebäudeteile stehen, die aber nichts mit einer Burg, wie wir das verstehen, zu tun haben. Der Name leitet sich vielmehr von einer 2000jährigen Burganlage der Cherusker, eines germanischen Stammes her. Das geübte Auge kann noch Erdwälle dieser Anlage erkennen.

Wir meisterten einen steilen Abstieg und liefen am Waldesrand entlang, mit herrlichen Ausblicken in das Deistervorland. An der „Historischen Berggaststätte“ bewunderten wir die Freitreppe. Diese Gaststätte, gelegen in einer kunstvoll angelegten Gartenanlage, war im 19. und 20. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel der Hannoveraner; bis 1961 fuhr sogar die Straßenbahn dorthin.  Heute wird die Gartenanlage Stück für Stück nach den Plänen des Gartenbaumeisters JuliusTrip wieder hergestellt.

Weiter ging es auf schattigen Waldwegen zu Hollestein auf dem Süeserberg, dem südlichen Teil des Gehrdener Berges. Von Holle war ein Freiheitskämpfer in den Napoleonischen Kriegen und fiel  in der Schlacht von Waterloo 1815. Seine Freunde  setzten ihm dieses Denkmal – und zerstörten dabei eine steinzeitliche Grabanlage!!

Hier teilte sich die Gruppe. Ein kleiner Teil nahm den etwas kürzeren Weg, der größtenteils im Schatten liegt; die anderen genossen nach dem Abstieg den wundervollen Ausblick ins Calenberger Land.

Am Parkplatz trafen sich die Gruppen. Zum Mittagessen fuhren wir in die „Bergschänke“ in Northen am Benther Berg. – Den meisten Teilnehmern hat die Wanderung gefallen.

Text: Barbara Wierse, Wanderführerin
Bilder: Dr. Dietmar Wierse

img_1146_1

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.