Schlagwort-Archive: Pfingsten

Trotz Corona: viele besondere Gottesdienste im Mai+Juni 2021

5. Mai: Maiandacht

Maria, du bist die kostbare Blume
im Garten Gottes.
Die Künstler und Maler werden nicht müde,
die ganze Schöpfung zu bemühen, um das im Bild einzufangen, was uns in dir blüht.
Du teilst mit uns die Freude
des Aufbrechens und die Anstrengungen
des Wachsens und Reifens.
Du trinkst mit uns aus der Quelle des Lebens
und sonnst dich mit uns in Gottes Licht.
Du blühst uns und ihm.
Dein Sohn ist die kostbarste Frucht,
die aus einem Garten je hervorgegangen ist.
Du zeigst uns deinen Sohn als die Mitte der Schöpfung, das Zentrum des Lebens.

Deshalb bitten wir dich:
Sei du unsere Fürsprecherin,
damit wir aufblühen,
Gott zu Ehren und dir zur Freude. 
Amen.

Gebet von Renate Franz

Ein Aufblühen konnten die Besucher*innen der Andacht beim gemeinsamen Abschlussgesang schon einmal spüren. Mit Maria an der Seite. Auf dem Kirchplatz – jede*r von seinem Coronastern aus.            Claudia Diering

 

07. Mai: Endlich FREI.TAG mit Gott

Christi Himmelfahrt

Jesu Himmelfahrt wird in der Bibel mit einer beeindruckenden Szene geschildert: 40 Tage lang war Jesus nach der Auferstehung mit seinen Jüngern zusammen, dann „wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen“ (Apostelgeschichte 1,11). Diese Himmelfahrt erklärt, wo Jesus jetzt ist: bei Gott, seinem Vater. Denn mit seinem Tod am Kreuz ist Jesus ins Reich der Toten hinabgestiegen; am dritten Tag wieder zu den Lebenden auferstanden und 40 Tage später ins Reich Gottes emporgehoben. Seine menschliche Natur tritt damit endgültig in die göttliche Herrlichkeit ein.
„Die Wolke, die Jesus den Blicken der Jünger entzieht, ist im Alten Testament ein Symbol der machtvollen Erscheinung und Gegenwart Gottes. Gemeint ist also, dass Jesus in die raum- und zeitübersteigende Welt Gottes, in die Herrlichkeit Gottes eingegangen ist.“

Pfingstnovene:  9-Tage-Gebet

18. und 31. Mai: Schlesische Maiandachten

Seit langem gibt es in der Kirche Corpus Christi die Maiandacht mit schlesischen Marienliedern. 

 

 

 

 

 

 

Unter deinen Schutz
und Schirm fliehen wir,

o heilige Gottesgebärerin;
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit
von allen Gefahren,

o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin,
unsere Fürsprecherin.

Versöhne uns
mit deinem Sohne,

empfiehl uns
Deinem Sohne,
stell uns vor Deinem Sohne.
Amen.

 

Pfingsten

ist das Fest des Heiligen Geistes. Aber selbst Theologen tun sich manchmal schwer damit, den Begriff mit Bedeutung zu füllen. So heißt es z. B.: „Dieser gute Geist bewirkt bei Menschen, nicht nur früher sondern auch heute neue Kraft, neuen Mut. Wer vom Heiligen Geist erfüllt wird, spürt, dass sich innerliche Leere füllt mit der Liebe, die von Gott kommt.“ Und das Portal katholisch.de meint: „Dieser Heilige Geist, der auf die Jünger herabkam, schuf die Einheit der Gläubigen und hob die Kirche aus der Taufe.“ Gemeint sind also weder Gott noch Jesus, sondern eine Kraft des Glaubens für Christen weltweit, die nicht an eine Figur gebunden ist.
Vermutlich geht Pfingsten auf das jüdische Fest Schawuot zurück, eine Feier der ersten Ernte im Jahr. Dafür kamen auch zahlreiche Pilger nach Jerusalem. Nach einer Apostelgeschichte in der Bibel fegte ein Wind über die versammelten Gläubigen und sie konnten in Fremdsprachen predigen – der Heilige Geist war erschienen.

26. Mai: Maiandacht des Frauenkreises St. Elisabeth

Das Marienfenster in St. Raphael ist eine bildliche Darstellung des bekannten Marienliedes “Sagt an wer ist doch diese”
Maria wird in der Textfassung  aus dem alten Gotteslob (Nr. 588) u.a. so beschrieben: 
“Sie ist die edle Rose, ganz schön und auserwählt.”
Und die 3. Strophe führt weiter aus: 
“Du strahlst im Glanz der Sonne Maria, hell und rein;
von deinem lieben Sohne kommt all das Leuchten dein.
Durch diesen Glanz der Gnaden sind wir aus Todes Schatten
kommen zum wahren Schein.”

Wir sind (ge)kommen zum wahren Schein! Durch Jesu Tod und Auferstehung stehen wir im Licht Gottes. Wie Maria durch ihren Glauben, ihre Hoffnung und ihre Liebe den Lichtschein Gottes zu uns strahlen lässt, so sollen auch wir durchsichtig sein: das Wirken Gottes, seines Schöpfergeistes und Jesus Christus durch unser Leben bezeugen und bis hin zu allen Menschen, denen wir begegnen oder an die wir denken, durchscheinen lassen.  Bernhard Mock

27. Mai: Visitation der Kirchengemeinde durch Bischof Heiner

Bei einer Visitation sucht der Bischof das Gespräch mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern, dem Pastoralrat und den Vertretern der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Bürgermeister und der protestantischen Kirchengemeinde. Außerdem besucht er wichtige Einrichtungen der Kirchengemeinde. Nun fiel dieser Besuch in die Zeit der Covid 19-Pandemie und vieles konnte nur online im Videogespräch geschehen.

Zum Abschluss seines Besuches in der Pfarrei St. Raphael feierte Bischof Heiner eine Hl. Messe in der Pfarrkirche Kirche St. Raphael.
In seine Predigt stellt Bischof Heiner einen Text aus der Tageslesung (Sir 42,15) in den Mittelpunkt:
Ich will der Werke Gottes gedenken; was ich gesehen habe, will ich erzählen.
In Zusammenhang mit dem Bibelwort ging Bischof Heiner auch auf Nelson Mandela ein, der bei seiner Wahl 1994 zum ersten schwarzen Präsident von Süd Afrika genau diese Bibelstelle zitierte. Vorrausgegangen war Mandelas Jahrzehnte andauernder Widerstand gegen die Apartheid und 27 Jahre strenge Haft als politischer Gefangener.

Garbsen, größte Stadt in der Region Hannover in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt Hannover, sei ein schwieriges “diverses” Umfeld. So fand Bischof Heiner es als besonders wohltuend, dass er in der Kirchengemeinde St. Raphael mit seinen Pfarrgemeinden St. Raphael, St. Maria Regina und Corpus Christi große Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit und Gastfreundschaft vorfand.
In den vier Kindertagesstätten der Pfarrei würden neben etwa 30% Kindern aus christlichen Familien vor allem Kinder anderer Glaubensgemeinschaften betreut. Das fördere den Frieden zwischen den verschiedenen Nationen und Zusammenhalt der Menschen in Garbsen.
Bischof Heiner lobte auch die aktive Sorge um Migranten in der ökumenischen Einrichtung Neuland und den Verkauf von Eine-Welt-Artikeln im Fairen Laden.
In seinem Segen faßte der Bischof nochmals seine Eindrücke vom Besuch in Garbsen zusammen und segnete nicht nur die wegen der Hygienemaßnahmen wenigen Anwesende sondern die gesamte Gemeinde mit ihren Kirchorten in Garbsen, Berenbostel und Havelse.   Bernhard Mock

Dreifaltigkeitssonntag

Ein wichtiges Geheimnis des Christentums
ist die Lehre von der Trinität:
“Im Namen des + Vaters und des + Sohnes
und des + Heiligen Geistes”.

Diese Formel sprechen wir am Ende eines jeden Gebetes.
Durch das Kreuzzeichen begegnen wir der Dreifaltigkeit Gottes im täglichen Leben. Anders als Hochfeste wie Weihnachten oder Ostern hat der Dreifaltigkeitssonntag nicht ein Ereignis aus dem Leben Jesu als Anlass, sondern stellt eine kirchliche Glaubenswahrheit in den Mittelpunkt. Neben Fronleichnam oder dem Herz-Jesu-Fest wird er zu den „Ideenfesten“ gezählt.

Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern;
tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes und lehrt sie,
alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Um dieses Bibelwort aus dem Evangelium vom Dreifaltigkeitssonntag (Mt 28,19+20) ging es in der Hl. Messe in St. Raphael. Pfr. Lindner hatte zu einem Predigtgespräch Schwester Eva-Maria Kaufhold eingeladen, die auf Heimaturlaub zur Zeit in Garbsen ist. Sr. Eva-Maria ist Tertiarschwester des Hl. Franziskus und dem Mutterhaus in Brixen (Schulschwestern vom 3. Orden des heiligen Franziskus Seraphikus) zugehörig. Ihr Orden hatte 1935 in der ehemaligen deutschen Kolonie im afrikanischen Kamerun eine Missionsstation gegründet. 
Sr. Eva-Maria ist in Bad Münder aufgewachsen und wollte eigentlich zur See fahren. Da sie dazu noch zu jung war, machte sie eine Ausbildung bei den Franziskanerinnen, um als Missionarin tätig zu werden. Diese schickten sie Afrika.
Dort in Kamerun konnte sie mithelfen beim Aufbau einer Krankenstation und bei der Ausbildung der einheimischen Schwestern. Zur Zeit ist sie dort in einer Klinik für Körperbehinderte und freut sich über die Freude junger Menschen über die Fortschritte bei der Behandlung ihrer Gebrechen.
Über den Nachwuchs in ihrem Orden sagt sie: “In Brixen bin ich fast die Jüngste, in Kamerun auf der Missionskrankenstation bin ich die Älteste.” Auf die Frage, ob sie irgendwann einmal dauerhaft bei ihrem Mutterorden in Brixen bleiben wolle, entgegnete sie, dass nach fast 60 Jahren Tätigkeit in Afrika das Land Kamerun und die Menschen dort ihre Heimat geworden seien.
Dort möchte sie auch weiterhin leben. 
 Bernhard Mock 

Fronleichnam: Titularfest und Festgottesdienst in Corpus Christi

04. Juni: Endlich FREI.TAG mit Gott

06. Juni: Stationsgottesdienste zu Fronleichnam
in allen Garbsener Stadtteilen