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Ökumenische Einschulungsgottesdienste in Garbsen

Besondere Einschnitte im Leben erfordern besondere Rituale, die den Übergang erleichtern und brückenhafte Funktion haben. Ein großer Einschnitt stellt der Schuleintritt dar. Ein Schulanfangsgottesdienst holt die „Kindergartenkinder“ ab und ist gleichzeitig der offizielle Beginn ihrer Zeit als Schulkinder.

 

Ein Gottesdienst am Schulanfang soll den Eltern Mut machen, abzugeben und einen Teil ihrer Verantwortung, ihres Schutzes an andere zu übergeben. Im Gottesdienst erhalten sie den Zuspruch, dass Gott ihre Kinder an die Hand nimmt und sie sicher durch die Ungewissheit der Zukunft führt. Gott sagt ihnen: „Vertraut eure Kinder mir an.“

Mit diesen oder ähnlichen Worten
können Sie als Eltern oder Großeltern
ihre Kinder und Enkel segnen:

Der Herr, unser himmlischer Vater,
beschütze dich auf deinem Schulweg.
Er erhalte deine Neugier
und gebe dir Freude am Lernen.
Er gebe dir gute Freunde und
Gesundheit, wo immer du bist. Amen.

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter
der Sehnsucht des Lebens
nach sich selber.
Sie kommen durch euch,
aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind,
gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben,
aber nicht eure Gedanken,
denn
sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus
geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen
im Haus von morgen,
das ihr nicht besuchen könnt,
nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen,
wie sie zu sein, aber versucht nicht,
sie euch ähnlich zu machen.

Denn das Leben läuft nicht rückwärts,
noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen
eure Kinder als lebende Pfeile
ausgeschickt werden.
 Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931

Schulanfang

 

Fronleichnam 2016 – Vertraut den neuen Wegen

Der Wetterbericht drohte mit Hagel, Sturm und Blitz. Es regnete schon früh am Morgen. Alles war vorbereitet für den Gottesdienst auf dem Herouville-St-Clair-Platz und für die Prozession durch den Stadtteil Auf der Horst. Viele Gläubige waren mit Regenbekleidung gekommen – gut gerüstet für einen Weg durchs Nasse. Kurzfristig wurde aber dann doch entschieden: Fronleichnamsgottesdienst und Prozession diesmal in der Kirche St. Raphael.

In ähnlich ungewisser und plötzlich veränderter Situation waren die Jünger Jesu. Im Evangelium des Gottesdienstes lesen wir bei Lukas im 10. Kapitel:

Der Herr setzte zweiundsiebzig Jünger ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her
in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte, und sprach zu ihnen:
Geht hin; siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.

So schickt Jesus die Jünger los ohne große Vorbereitung und Plan. Und sie lassen sich darauf ein, von den Menschen, die sie treffen, willkommen geheißen oder abgelehnt zu werden.

An diesen Text des Evangeliums knüpfte Propst Tenge seine Predigt. Sich auf Neues einzulassen sei ein Wagnis. Neue Wege führten ins Ungewisse, das Verharren in der Tradition scheine verlässlicher. Doch neue Wege in unserer Kirche seien notwendig. Auf der Basis der Sicherheit von gelebter Tradition und im Vertrauen auf Gott gelängen neue Wege.
Propst Tenge machte in seiner Predigt der Gemeinde Mut und Lust, nach dem gelungenen Neuanfang im letzten Jahr jetzt mit dem zukünftigen Pfarrer von St. Raphael neue Wege zu gehen.



Dieses Fest konnte nur durch den Einsatz von vielen ehrenamtlichen HelferInnen und KuchenspenderInnen aus allen drei Standorten gelingen. Herzlichen Dank für alle Hilfe.


Fotos © Kath-Kirche-Garbsen.de/Baumert/Pohl/Kropp/Diering

Die Evangelium hat ein frohmachendes Ende:

Die Zweiundsiebzig aber kamen zurück voll Freude und sprachen:
Herr, auch die bösen Geister sind uns untertan in deinem Namen. 
Er sprach aber zu ihnen: Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz.
Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden. Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.

Gott in unserer Mitte – 
im Glauben an dich, wollen wir es wagen, neue Wege zu gehen und bitten dich:

Wir beten für neue Wege in der Kirche.
Um Liebe und Vertrauen, um Wagemut und die Bereitschaft neue Situationen anzunehmen.

 


Wir beten für neue Wege der Menschheitsfamilie.

Um Gerechtigkeit und Frieden überall auf der Welt, um Barmherzigkeit im Umgang mit Geflüchteten und Entrechteten.

Wir beten für neue Wege im Umgang mit deiner Schöpfung.
Papst Franziskus schreibt dazu: Niemals haben wir unser gemeinsames Haus so schlecht behandelt und verletzt wie in den letzten beiden Jahrhunderten. Unsere Schwester Erde stöhnt. Ihre Klage verlangt von uns Menschen einen Kurswechsel…. Doch deine Geschöpfe, die du beauftragt hast, sie zu hüten, machen weiter wie gewohnt.

Wir beten für neue Wege im Umgang miteinander.
Um Respekt, Rücksicht und Barmherzigkeit auch gegenüber Menschen aus anderen Kulturen und Gläubigen anderer Religionen.

Wir beten für neue Wege in unserer Kirchengemeinde.
Dass sie sich immer wieder deinem Wort öffnet, sich den Herausforderungen der Zeit stellen kann und so ein lebendiger Ort des Glaubens und des Lebens ist und bleibt.

Wir beten für neue Wege zu dir.
Sinkende Flugpreise, das Internet und neue Kommunikationstechniken ermöglichen es uns weltweit neue Wege zu gehen und uns über nationale und kontinentale Grenzen hinweg zu verständigen. Hilf allen Menschen, auch den Kontakt und die Verbindung zu dir zu suchen und lebendig zu gestalten.  

Geh mit uns auf unserm Weg!

Du Gott, schaust nicht, ob wir alles richtig machen, sondern ob wir es aus Liebe und im Vertrauen auf dich tun. Wir loben dich und danken dir – durch unserem Bruder und Herrn Jesus Christus, der immer gegenwärtig ist – heute, morgen und in Ewigkeit. Amen

Neujahrsempfang am Dreikönigstag

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Unsere Pfarrgemeinde St. Raphael in Garbsen hat nach einem Jahr Unterbrechung am Dreikönigstag zu feierlichem Gottesdienst und anschließender Begegnung eingeladen. Anwesend waren viele Gemeindemitglieder, Mitarbeiter aus den sozialen Einrichtungen der Kirchengemeinde und Gäste aus den Nachbarkirchen und der Stadtverwaltung.

Beim Empfang im Pfarrheim gab die (noch bis Februar) stellvertretende Vorsitzende des Pastoralrats Frau Weisser einen Rückblick auf fünf Jahre Arbeit dieses Gemeindegremiums. Dabei verschwieg sie  auch nicht die Schwierigkeiten, die sich nach dem Weggang von Pfarrer Nolte einstellten. Jetzt, so Frau Weisser, könne die Pfarrgemeinde mit dem Interimspfarrer Propst Tenge und dem neu gewählten Pastoralrat zuversichtlich auf das neue Jahr blicken.

Tenge dankte den Mitgliedern des bisherigen Pastoralrates und stellte das neue Gremium vor. Er kündigte an, dass St. Raphael ab Jahresmitte wieder einen neuen Pfarrer haben werde. Auch müsse sich die Pfarrgemeinde auf weitere Änderungen einstellen. Dazu sei es nötig, dass Ehrenamtliche verantwortungsvoll Aufgaben übernähmen.

Garbsens Bürgermeister Dr. Grahl lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Politik und den Kirchen in Garbsen vor allem auch in der Betreuung von Flüchtlingen. Frau Pastorin Muckelberg von der ev. Willehadi-Kirchengemeinde und Herr Pastor Brockhaus vom Ökumenischen Forum sprachen von der guten ökumenischen Zusammenarbeit der Christen.

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Sternsingerlogo2015Allen Anwesenden wünschten die Sternsinger unserer Kirchengemeinde “Christus Mansionem Benedicat!” und stellten das Haus und alle seine Besucherinnen und Besucher unter den Segen von Jesus Christus, den Mensch gewordenen (Stern), dreieinigen (Kreuze für Vater, Sohn und Heiliger Geist) Gott.

Unter dem Applaus aller Anwesenden verkündeten Sie das Zwischenergebnis ihrer Spendensammlung: 10.300 € haben sie bis jetzt bei 250 Hausbesuchen und Besuchen im Rathaus, im Flüchtlingswohnheim und anderen öffentlichen Stellen gesammelt.

Nachtrag zum Ende der Sternsingeraktion am 10. Januar 2016:
53 Sternsingerkinder geleitet von 24 “heiligen Kamelen” haben 282 Hausbesuche gemacht
und 4 KITAs, 5 Seniorenheime, die Mitarbeiter des Rathauses, die Suchberatung Caritas,
das Flüchtlingsheim Hespe und die ev. Silvanus-Gemeinde besucht.

Für Bolivien und weltweit haben sie dabei insgesamt 11.241 € gesammelt.

 

Hochfest Allerheiligen und der Allerseelentag

Das Hochfest Allerheiligen und der Allerseelentag

In den katholischen Pfarreien wird am 1. November das Hochfest Allerheiligen mit feierlichen Gottesdiensten und am 2. November der Allerseelentag als Gedächtnis aller Verstorbenen begangen. In unserer Pfarrgemeinde gibt es laut aktuellem Wegweiser am Hochfest Allerheiligen zwei Gottesdienste:

Hl. Messen und Gottesdienste an Allerheiligen
10:00            
im Wilhelm-Maxen Haus
18:00            in St. Maria Regina
In der Pfarreikirche St. Raphael und in der Kirche Corpus Christi
sind am Hochfest Allerheiligen keine Hl. Messen.

 

Totengedenken am Samstag, 01. November
15:00            Friedhof Horst
16:00            Friedhof Heitlingen

Totengedenken am Sonntag, 02. November
15:00        Friedhöfe Altgarbsen, Osterwald, Marienwerder, Schloß Ricklingen
16:00        Friedhöfe Planetenring, Berenbostel, anschl. Stelingen

Allerheiligen und Allerseelen stehen in einer inneren Beziehung zueinander, die auch durch die direkte zeitliche Aufeinanderfolge ausgedrückt wird. Sie sind aber nicht identisch.

Das Bild zeigt das Bild “Weltgericht” von Stefan Lochner (ca. 1435):
Die Heiligen ziehen in den Himmel, die Verdammten in die Hölle ein.
Stefan Lochner (circa 1400–1451)

Die Gerichtsbilder des Mittelalters stellen häufig Gerettete den Verdammten gegenüber und erzielen so eine abschreckende Wirkung, ohne zu zeigen, wie man das Heil erlangen kann. Stefan Lochner hat um 1435 dieses Altarbild geschaffen, eines der Hauptwerke der Spätgotik. Zu betrachten ist es im Wallraf-Richartz-Museum in Köln.

Jesus Christus – getragen von zwei Regenbögen – richtet die aus ihren Gräbern Auferstandenen und weist sie mit seinen Händen in den Himmel oder in die Hölle.
Als Fürsprecher der Menschen stehen ihm Maria und Johannes dem Täufer zur Seite.
Die Menschen teilen sich: links streben sie in eine gotische Kirche, rechts werden sie von Satansfiguren zu einer brennenden Kirche gezogen.

Mein Eindruck ist: Wir werden sortiert in „Gute und in Böse“. Die Guten sind alle ganz weiß, blond, brav, rein und zufrieden. Sie werden von Engelchen in Empfang genommen. Nach rechts kommen alle Bösen, Säufer, Zocker, Gierige, Völler, Wolllustige. Sie werden von monsterartigen Dämonen gepackt und ins Feuer gezogen.

Beim weiteren Betrachten wirken die so dargestellten  „Guten“ langweilig. Ganz makellos nackt erscheinen sie, selbstgerecht, angepasst, freudlos und gesichtslos. Und sie lassen sich einsperren. Rechts bei den „Bösen“ ist viel mehr los – da ist Leben.  Die nackt und bloß dargestellten Verdammten kämpfen verzweifelt um ihr (ewiges) Leben – wie manchmal auch im Leben hier auf Erden. Und wie so oft in dieser Welt wirkt „Böses” interessant und „Gutes“ langweilig.

So frage ich mich selber:
Wo stehe ich?
Wo habe ich mich versündigt?
Wo will ich mich versündigen?
Ist mein Kämpfen und Ringen um das Gute
durch mein klägliches Scheitern sinnlos?

Bin ich noch zu retten?

Bilanz meines Gewissens am Tag Allerheiligen und Allerseelen.
Mein kleines Weltgericht.

 

Die Jugend von heute – Firmung

 

Die Jugend von heute ….. 

…. dauernd sind die mit ihren Smartfons am Gange, die sehen ja die Welt nicht mehr.
…. die wissen doch nicht mal mehr, wie man ein Kreuzzeichen macht.
…. denen hat doch keiner mehr Respekt beigebracht.

So hört man die Leute reden.

Die Jugend von heute ….. 

27 von ihnen, 16 / 17 Jahre alt, wollen zu uns gehören. Sie sagen JA zu dieser, unserer Kirche. Sie haben den Bischof in persönlichen Schreiben darum gebeten ihnen das Sakrament der Firmung zu spenden. Sie haben sich vorbereitet und dabei versucht unsere Gemeinde besser kennen zu lernen.

 

Herzlich willkommen, Ihr Lieben!
Und herzlichen Glückwunsch zu Eurer Firmung!

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Firmgottesdienst am 27. Juli 2014

Am Sonntag, 27. Juli 2014, hat Weihbischof Schwertfeger in einem Festgottesdienst den Jugendlichen die Firmung gespendet. Das ist ein Fest für die ganze Gemeinde.

Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!

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Herr,
wir danken dir für diese Jugendlichen.
Wir danken dir,
dass du uns immer wieder stärkst
und bestärkst durch den Heiligen Geist.
Hilf uns eine gute Gemeinde zu sein
und glaubwürdig Zeugnis zu geben
von deiner Gegenwart in dieser unserer Welt.
Dir sei Lob und Ehre,
jetzt und in Ewigkeit.
Amen.

Himmelfahrtsgottesdienst und Miniolympiade in St. Raphael

Das Wetter führte schon am Vorabend zu der Entscheidung, nicht am Schwarzen See zu feiern. So füllte sich die St. Raphaelkirche und um 10:15 Uhr erklang dann die Musik zur Eröffnung. Zum Abschluss des Gottesdienstes in der gut gefüllten Kirche sprachen Superintendent Karl- Ludwig Schmidt und Diakon Müller einen Segen:

Der Herr segne dich und behüte dich,
dass du bewahrt bleibst in allem, was du bist, was du fühlst und in dir trägst,

und in dir Raum ist für gütige Gedanken und Weite,
für ein Herz, das sich dem andern und der andern öffnet.
Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir, dass sein Himmel dir offen steht
und aus seinem Glanz heraus etwas zum Leuchten gebracht wird in dir,
und durch seinen Klang in dir zum Klingen gebracht wird, was lange stumm war.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich, dass du dich sehen lernst, wie er dich meint,
dass du dich erkennst, wie du längst erkannt bist,

dass du erhoben wirst, wo du dich am Boden siehst
und mit erhobenem Haupt und starkem Rückgrat leben lernst.

Der Herr gebe dir Frieden, den du dir nicht geben kannst,
der mir und dir geschenkt wird von dem Christus, der Frieden gelebt hat,
dem Gott, der bei den Menschen beginnt, von unten und nicht von oben,
und dir so den Himmel öffnet.
So segne dich der große, der liebende und begeisternde Gott. Amen.

Hier ein paar Bilder, die einen Eindruck vom Gottesdienst und der sich anschließenden Begegnung geben möchten.

Auch für das geplante Fußballturnier am Hasenberge war der Boden zu sehr aufgeweicht. So wurde kurzerhand zu einem spontanen Gemeindetreff nach St Raphael eingeladen. Auch von dieser munteren Veranstaltung ein paar Eindrücke.