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Firmung – Aktuelles

 

Der Firmkurs zur Vorbereitung auf die Firmung 2018 ist noch nicht durchgeplant!

Informationen zum Kursbeginn und zu möglichen Anmeldungen werden vermutlich nach den Herbstferien 2017 feststehen und hier veröffentlicht.

 

 

Wie alt muss ich sein?

Durch die Firmung übernimmt ein mündiger Christ selbst die Verantwortung für seine eigene Taufe, die er in der Regel im Säuglings- oder Kindesalter empfangen hat. Damit geht er eine lebenslange Bindung mit der Kirche ein.

Wie alt muss ein Mensch sein, um eine solche Entscheidung verantworten zu können. Diese Frage ist sicher nicht für alle gleichermaßen zu beantworten. Wenn wir sie jedoch ernst nehmen, ist selbst ein Firmalter von 16 Jahren noch sehr niedrig angesetzt. Diese vom Bistum Hildesheim festgelegte Altersuntergrenze liegt auch der Firmvorbereitung in Garbsen zu Grunde.

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Es gilt: Am Firmtag muss das 16. Lebensjahr vollendet sein. Das heißt, die FirmkandidatInnen müssen am Firmtag bereits 16 Jahre oder älter sein!

Vielleicht hilft Ihnen diese kurze Darlegung die vom Bistum vorgegebene und von den Verantwortlichen in unserer Pfarrei mitgetragene Altersuntergrenze zu verstehen.

 

Firmung – Was ist das?

Der folgende Beitrag (und Vieles mehr) ist im Original nachzulesen unter:
http://www.katholisch.de/de/katholisch/glaube/unser_glaube/firmung/firmung_fragen_und_antworten.php

Mit der Firmung übernehmen Mädchen und Jungen das Taufversprechen, das ihre Eltern und Paten für sie abgegeben haben. Sie sind danach Katholiken mit allen Rechten und Pflichten. Die Firmung ist also aus theologischer Sicht die Vollendung der Taufe. Das bedeeutet: Wer gefirmt werden möchte muss bereits getauft sein und er muss der katholischen Kirche angehören.

Was heißt eigentlich Firmung?

Das Wort kommt vom lateinischen “firmare” und heißt übersetzt bestärken, festigen, ermutigen. Die Firmung ist das Sakrament der Bestärkung des jungen Menschen in seinem Christsein. Die Kraft des Heiligen Geistes verleiht Standvermögen und ermutigt, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Das Sakrament der Firmung vertieft in besonderer Weise den Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden.

Welchen Ursprung hat das Sakrament der Firmung?

Am Pfingstfest wurden die Jünger Jesu vom Heiligen Geist erfüllt. Dies machte sie so stark, dass sie ihre Angst ablegten und mit Freude die Frohe Botschaft Jesu Christi verkündeten, berichtet die Apostelgeschichte im 2. Kapitel. Im 8. Kapitel wird erzählt, dass getaufte Samariter durch die Handauflegung eines Apostels den Heiligen Geist empfingen. Die Handauflegung und somit das Weitergeben des Heiligen Geistes gehörte von da an wie die Taufe zum Christsein dazu. In der frühen Kirche wurden deshalb Taufe, Eucharistie und Firmung gleichzeitig gespendet.

Seit wann gibt es die Firmung im Jugendlichen-Alter?

Im 12. Jahrhundert wurde die Firmung “als Vollendung der Taufe” eingeführt. Die Kinder waren zwischen sieben und zwölf Jahre alt. Erst seit dem Konzil von Florenz (1439-1445) gibt es die Firmung als Sakrament. Im Jahr 1971 wurde der Ritus der Firmung im Rahmen der Liturgiereform geändert. Dazu gehörte die Abschaffung des Backenstreichs, den der Bischof dem Firmling verpasste.

Gibt es die Firmung auch in anderen christlichen Konfessionen?

In der evangelischen Kirche heißt es Konfirmation. Wie bei der katholischen Firmung steht auch hier die Verpflichtung im Mittelpunkt, das Leben aus dem Glauben zu gestalten. Konfirmanden dürfen zum ersten Mal am Abendmahl teilnehmen. Die Konfirmation ist aber kein Sakrament – im Gegensatz zur katholischen Firmung. In der Ostkirche werden kleine Kinder sofort nach der Taufe gefirmt. Sie erhalten dann auch ihre erste Heilige Kommunion.

Wie läuft die Firmung ab?

Die Firmung wird vom Bischof oder einem Weihbischof gespendet. Sie findet während eines feierlichen Gottesdienstes nach der Predigt und vor der Eucharistie statt. Nach dem Taufbekenntnis der Firmlinge breitet der Bischof die Hände über jedem Firmling aus und ruft den Heiligen Geist auf ihn herab. Es folgt die eigentliche Firmung. Der Bischof legt ihm die Hände auf den Kopf, salbt ihm mit Chrisam ein Kreuzzeichen auf die Stirn und spricht dazu die Worte: “Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.” Der Firmling antwortet mit “Amen”. Während der Firmung legt der Firmpate als Zeichen der Unterstützung seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings.

Wer kann Firmpate werden?

Das Kirchenrecht der katholischen Kirche, der Codex des kanonischen Rechtes (CIC) empfiehlt ausdrücklich, dass der Taufpate auch der Firmpate sein soll (Can. 893 §2). Dies ist eine Empfehlung, aber kein Muss. Der Firmling darf sich also seine Patin oder seinen Paten selbst aussuchen. Wichtig: Sie oder er müssen das 16. Lebensjahr vollendet haben und katholisch gefirmt sein.

Welche Aufgabe haben Firmpaten?

Die Patenschaft ist weitaus mehr als nur die Handauflegung bei der Firmung. Firmpaten sollten sich im Vorfeld über die Vorbereitung und den Firmgottesdienst informieren und Kontakt zum Firmling halten – natürlich auch nach der Firmung. Junge Menschen sollten sich an ihren Firmpaten orientieren können und von ihnen Impulse für ein gelingendes Leben – auch im Glauben – erhalten.

Muss ich mich firmen lassen?

Jeder Firmling entscheidet das selber. Er oder sie sollte aber auf jeden Fall ein Gespräch mit dem Pfarrer der Gemeinde suchen und auch mit den Firmkatecheten über Fragen und Zweifel sprechen. Es besteht die Möglichkeit, am Firmkurs teilzunehmen und sich erst am Ende für oder gegen die Firmung zu entscheiden. In den allermeisten Fällen können in dieser Zeit Missverständnisse geklärt und Fragen an Gott und das Leben so beantwortet werden, dass aus dem anfänglichen Zögern mehr und mehr die Bereitschaft wächst, sich firmen zu lassen.

© katholisch.de (eingestellt am 25.September 2012)

 

 

 

 

Papstwort

Ein gutes Buch zur Fastenzeit !!!

Eine Lektüre besonderer Art könnte in dieser Fastenzeit sicher das Papstschreiben über die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heute sein. Es umfasst 196 Seiten, die, in verständlicher Sprache geschrieben, auch ohne Theologiestudium gut lesbar sind. Ab und zu auf eine Fernsehsendung verzichten und stattdessen etwas über die Grundhaltungen unseres Glaubens und unserer Kirche zu lesen ist ganz sicher kein (Fasten)Opfer, kann aber dieser heiligen Zeit ein besonderes Gesicht verleihen.

Evangelii Gaudium

Papstwort zur Situation unserer Kirche

Das neue Papstwort ist für jeden zugänglich und in begrenzter Anzahl auch in unserer Bücherei zu erhalten
oder für 0,62€ plus Versandkosten bei der Deutschen Bischofskonferenz zu bestellen: http://www.dbk-shop.de/de/Deutsche-Bischofskonferenz/Verlautbarungen-des-Apostolischen-Stuhls.html
oder kostenlos zum Lesen oder zum PDF-Download auf der Vatikanseite: http://www.vatican.va/holy_father/francesco/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.html

 Eine gesegnete Fastenzeit,

Ihr Diakon Thomas Müller

Wort-des-Lebens-Kreis

Was ist der „Wort des Lebens”-Kreis und was ist das „Wort des Lebens”?
aktuelles WDL  WDL-Archiv

Wir sind eine Gruppe von Gläu­bi­gen und tref­fen uns regel­mä­ßig ein­mal im Monat (i.d. Regel der zweite Donnerstag, 10:30 Uhr), um gemein­sam das Wort Got­tes zu lesen und für unser Leben zu entdecken.

Wir lesen einen Kom­men­tar zu einer Bibel­stelle — das „Wort des Lebens“ für den aktu­el­len Monat –  einen Text von Chi­ara Lubich, der Grün­de­rin der Fokolar­be­we­gung. Die­ses „Wort des Lebens“ lässt uns das Wort noch bes­ser ver­ste­hen. Vor allem hilft es uns, das vor­her Gele­sene in unse­rem Leben kon­kret umzusetzen.

Die Tref­fen des Wort-des-Lebens-Kreises sind offen. Wer Inter­esse hat, kann gern dazu kom­men: den genauen Ter­min ent­neh­men Sie bitte dem Wegweiser.

Was ist das „Wort des Lebens”?
Der folgende Text ist Copyright Fokolar-Bewegung e.V

.Logo Fokolar-Bewegung e.V.Seit den Anfän­gen der Fokolar-Bewegung gehört der Impuls aus dem Evan­ge­lium zum Leben von Mit­glie­dern und Freun­den der Foko­lare in aller Welt.

Jeden Monat wird ein Satz aus der Hei­li­gen Schrift aus­ge­wählt und mit einem exege­ti­schen Kom­men­tar und einer Anlei­tung zur Umset­zung ins täg­li­che Leben in über 90 Spra­chen und Dia­lek­ten übersetzt.

Welt­weit erreicht das Wort des Lebens eine Gesamt­auf­lage von 3.000.000 Exem­pla­ren und Radio– wie auch Fern­seh­sen­der über­neh­men ihn zur Aus­strah­lung für ein brei­tes Publi­kum. Schät­zungs­weise 14 Mil­lio­nen Men­schen kom­men damit in Kontakt.

 

Pilgertreffen am 15. November 2013

 

Einladung

Eingeladen sind alle, die mitgepilgert sind, die gern mitgepilgert wären, die vielleicht einmal mitpilgern wollen und die sich einfach so dafür interessieren.

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Von Hameln nach Loccum 2013

Wann und wo:
Am Freitag, 15. November 2013, um 18.00 Uhr im Gemeindehaus Corpus Christi, Nordenkamp 15, Havelse.

Was werden wir machen?
Wir werden ein paar Bilder ansehen, die Videomontage von der letzten Tour Hameln bis Loccum wird gezeigt (siehe auch hier) und ….?
Hat jemand Freude daran einen Beitrag zu leisten: ein Fläschchen Pilgerwein mitzubringen, einen großen Keks zu backen, oder Mettbrötchen mitzubringen, 2 bis 15 eigene Fotos zu zeigen, oder ….? Überraschungen sind schön, aber wenn Sie wissen, dass Sie etwas mitbringen, dürfen Sie sich gern bei mir melden, damit Ihr Beitrag einen guten Platz an diesem Abend findet.
Es wird auch einen kurzen Ausblick auf eine mögliche Fortsetzung 2014 geben: Ihre Meinung ist uns wichtig!

Es ist schön miteinander unterwegs zu sein,
auf dem Pilgerweg und im Alltag

Ihr Thomas Müller

Papst beim Weltjugendtag in Rio

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Während des Weltjugendtages hat Papst Franziskus in einer Ansprache den Bischöfen Brasiliens das Bild von Emmaus als Schlüssel zum Verständnis von Gegenwart und Zukunft der Kirche vor Augen gehalten. Hier die Rede in Auszügen.

Vor allem darf man nicht der Angst nachgeben, von der der selige John Henry Newman sprach: „Die christliche Welt wird schrittweise unfruchtbar und erschöpft sich wie ein gründlich ausgelaugter Boden, der zu Sand wird.”

Man darf sich nicht der Ernüchterung, der Entmutigung, dem Gejammer überlassen. Wir haben viel gearbeitet, und manchmal, wenn wir auf die schauen, die uns verlassen oder die uns nicht mehr für glaubwürdig, für relevant halten, scheint es uns, als seien wir Verlierer, wie jemand, der die Bilanz einer bereits verlorenen Zeit ziehen muss.
Lesen wir in diesem Licht noch einmal die Geschichte von Emmaus (vgl. Lk 24,13-35). Die beiden Jünger laufen aus Jerusalem fort. Sie distanzieren sich von der „Nacktheit” Gottes. Sie sind schockiert über das Scheitern des Messias, auf den sie gehofft hatten und der nun, auch nachdem drei Tage vergangen sind, hoffnungslos besiegt, gedemütigt scheint (V. 17-21) – das schwierige Geheimnis der Leute, die die Kirche verlassen; der Menschen, die sich von anderen Angeboten haben täuschen lassen und dann meinen, die Kirche – ihr Jerusalem – habe mittlerweile nichts Bedeutendes, nichts Wichtiges mehr zu bieten. Und dann ziehen sie allein des Wegs, mit ihrer Enttäuschung. Vielleicht ist die Kirche zu schwach erschienen, vielleicht zu fern von ihren Bedürfnissen, vielleicht zu arm, um auf ihre Beunruhigungen zu antworten, vielleicht zu kalt ihnen gegenüber, vielleicht zu selbstbezogen, vielleicht eine Gefangene ihrer eigenen steifen Ausdrucksweisen, vielleicht scheint es, als habe die Welt die Kirche zu einem Überbleibsel aus der Vergangenheit gemacht, unzureichend für die neuen Fragen; vielleicht hatte die Kirche Antworten für die Kindheit des Menschen, nicht aber für sein Erwachsenenalter.

Tatsache ist, dass es heute viele gibt, die wie die Emmaus-Jünger sind; nicht allein die, welche Antworten in den neuen und verbreiteten religiösen Gruppierungen suchen, sondern auch die, welche bereits gottlos scheinen, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.

Was ist zu tun angesichts dieser Situation?

Es braucht eine Kirche, die keine Angst hat hinauszugehen, in die Nacht dieser Menschen hinein.
Es braucht eine Kirche, die fähig ist, ihre Wege zu kreuzen.
Es braucht eine Kirche
, die sich in ihr Gespräch einzuschalten vermag.
Es braucht eine Kirche, die mit jenen Jüngern zu dialogisieren versteht, die aus Jerusalem fortlaufen und ziellos allein mit ihrer Ernüchterung umherziehen, mit der Enttäuschung über ein Christentum, das mittlerweile als steriler, unfruchtbarer Boden angesehen wird, der unfähig ist, Sinn zu zeugen.

Die unnachsichtige Globalisierung und die häufig wilde Verstädterung haben viel versprochen. Viele sind verliebt in die Chancen der Globalisierung, und es liegt in ihr etwas wirklich Positives. Doch vielen entgeht die dunkle Seite: der Verlust des Lebenssinns, die persönliche Desintegration, der Verlust der Erfahrung der Zugehörigkeit zu irgendeinem „Nest”, die unterschwellige, aber unversöhnliche Gewalt, der innere Bruch und das Zerbrechen der Familien, die Einsamkeit und die Verwahrlosung, die Spaltungen und die Unfähigkeit zu lieben, zu verzeihen, zu verstehen, das innere Gift, welches das Leben zur Hölle werden lässt, das Bedürfnis nach Zärtlichkeit, weil man sich so unzulänglich und unglücklich fühlt, die gescheiterten Versuche, Antworten in der Droge, im Alkohol, im Sex zu finden, die zu weiteren Gefängnissen geworden sind.

Und viele haben Abkürzungen gesucht, weil der „Maßstab” der Großen Kirche zu hoch erscheint. Viele haben gedacht: Das Menschenbild ist zu groß für mich, das Lebensideal, das sie vorschlägt, liegt außerhalb meiner Möglichkeiten, das Ziel, das man anstreben muss, ist unerreichbar, weit oberhalb meiner Reichweite. Und doch, haben sie weiter gedacht, kann ich nicht leben, ohne wenigstens etwas – und sei es auch nur eine Karikatur – von dem zu haben, was zu hoch für mich ist, von dem, was ich mir nicht leisten kann. Mit der Enttäuschung im Herzen haben sie sich auf die Suche nach jemandem begeben, der nochmals enttäuscht.

Das starke Gefühl der Verlassenheit und der Einsamkeit, des Fehlens einer Zugehörigkeit sogar zu sich selbst, das häufig aus dieser Situation hervorgeht, ist zu schmerzlich, um verschwiegen zu werden. Es braucht ein Ventil, und dann bleibt der Weg der Klage: Wie konnten wir nur so weit kommen? Doch auch die Klage wird ihrerseits wie ein Bumerang, der zurückkommt und schließlich das Unglück noch vergrößert. Nur wenige sind noch imstande, auf den Schmerz zu hören; man muss ihn wenigstens betäuben.

Heute braucht es eine Kirche, die fähig ist, Gesellschaft zu leisten, über das einfache Zuhören hinauszugehen;
eine Kirche, die den Weg begleitet, indem sie sich mit den Menschen auf den Weg macht;
eine Kirche, welche die Nacht, die sich in der Flucht aus Jerusalem von so vielen Brüdern und Schwestern verbirgt, zu entziffern vermag;
eine Kirche, die sich bewusst wird, inwiefern die Gründe derer, die weggehen, bereits in sich selbst auch die Gründe für eine mögliche Rückkehr enthalten, doch dafür bedarf es einer mutigen Analyse.

Ich möchte, dass wir heute uns alle fragen:
Sind wir noch eine Kirche, die imstande ist, die Herzen zu erwärmen?
Eine Kirche, die fähig ist, nach Jerusalem zurückzuführen?

Wieder nach Hause zu begleiten?
In Jerusalem wohnen unsere Quellen: Schrift, Katechese, Sakramente, Gemeinschaft, Freundschaft des Herrn, Maria und die Apostel…  Sind wir noch fähig, von diesen Quellen so zu erzählen, dass wir die Begeisterung für ihre Schönheit wiedererwecken?

Viele sind gegangen, weil ihnen etwas Höheres, etwas Stärkeres, etwas Schnelleres versprochen wurde. Aber gibt es etwas Höheres als die in Jerusalem geoffenbarte Liebe? Nichts ist höher als die Erniedrigung des Kreuzes, denn dort wird wirklich die Höhe der Liebe erreicht! Sind wir noch imstande, diese Wahrheit denen zu zeigen, die meinen, die wahre Höhe des Lebens sei woanders? Kennt man etwas Stärkeres als die in der Schwäche der Liebe, des Guten, der Wahrheit, der Schönheit verborgene Macht der Liebe?

Die Suche nach dem immer Schnelleren zieht den Menschen von heute an: schnelles Internet, schnelle Autos, schnelle Flugzeuge, schnelle Beziehungen… Und doch spürt man ein verzweifeltes Bedürfnis nach Ruhe, ich möchte sagen nach Langsamkeit. Versteht die Kirche noch, langsam zu sein: in der Zeit, zuzuhören, in der Geduld, [Wunden] zu vernähen und [Getrenntes] wieder zusammenzufügen? Oder ist mittlerweile auch die Kirche von der Hektik des Leistungsdrucks fortgerissen? Lasst uns, liebe Mitbrüder, die Ruhe zurückgewinnen, um zu verstehen, den Schritt auf die Möglichkeiten der Pilger, auf den Rhythmus ihres Gehens abzustimmen, lasst uns die Fähigkeit zurückgewinnen, immer in der Nähe zu sein, um ihnen zu erlauben, in der Ernüchterung, die in ihren Herzen herrscht, einen Durchschlupf zu öffnen, durch den man eintreten kann. Sie wollen Jerusalem vergessen, in dem ihre Quellen wohnen, doch dann spüren sie schließlich den Durst.

Es braucht eine Kirche, die noch fähig ist, den Rückweg nach Jerusalem zu begleiten!
Eine Kirche, die imstande ist, das Herrliche und Freudige, das von Jerusalem gesagt wird, wiederentdecken zu lassen; begreifen zu lassen, dass es meine Mutter, unsere Mutter ist und wir nicht Waisen sind! In Jerusalem sind wir geboren.
Wo ist unser Jerusalem, wo sind wir geboren? In der Taufe, in der ersten liebenden Begegnung, im Ruf, in der Berufung!
Es braucht eine Kirche, die noch fähig ist, vielen ihrer Kinder, die wie in einem Exodus umherziehen, ihr Bürgerrecht zurückzugeben.