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Erstkommunion in Familie und Gemeinde

ERSTKOMMUNION 

in der Familie begleiten,
gestalten und feiern

in der Gemeinde vorbereiten,
begleiten und feiern

 

… in der Familie:

Wir haben einige Anregungen gesammelt, wie Sie zuhause mit Gott leben können – und so Ihren Glauben lebendig weitergeben können:

*   Vor jeder Mahlzeit beten – Nahrung ist nicht selbstverständlich. Gott hat uns alles gegeben, was wir zum Leben brauchen. Jesus hat mit seinen Freunden Abendmahl gefeiert, Gott gedankt und sein leben geteilt.

*   Ein Abendritual – “Gute Nacht-schlaf schön!” wünschen wir einander. Wir wäre es, diesen Moment mit Gott zu verbinden? An der Bettkante Gott zu erzählen, was heute schön war – und auch was nicht gut war… Ein kurzes Gebet sprechen – und dann einander mit dem Daumen auf die Stirn ein Kreuz schreiben – und dabei segnen: “Es segne und behüte dich Gott, der Vater und der Sohn und der Hl. Geist. Amen.”

*   Ein Sonntagsritual – Gott hat uns den Sonntag als Festtag und Ruhetag geschenkt. Jesus ist auferstanden am Ostertag – am Sonntag. Wir sind eingeladen zum Gottesdienst. Vielleicht ist der Sonntag auch Ihr Familientag, an dem Sie Zeit füreinander haben. Wie wäre es da, 10 Minuten zuhause bewußt mit Gott zu verbringen? An einem Tisch zusammen sein, eine Kerze – Jesus ist das Licht der Welt! –  in die Mitte stellen:

– Erwachsene erzählen Ihren Kindern Ihre Lieblingsgeschichten von Gott/ von Jesus – und warum sie diese so mögen…
– Kinder lesen eine Geschichte aus Ihrer Kinderbibel vor – und alle erzählen, was ihnen in der Geschichte besonders gefallen hat….

 

… in der Gemeinde:

Neben der Vorbereitung durch Weg- und Sonntagsgottesdiensten kann es in der Gemeinde Treffen geben, wo kleinen Gruppen von Kindern / von Familien zusammenkommen, um miteinander von Gott und Jesus Christus zu hören, mit ihm zu feiern und zu erfahren, wie das ist, als Freund/in Jesu – als Kind Gottes zu leben.

Kindertreffen brauchen Begleiter/innen
– wie SIE/DICH (Eltern, Gemeindemitglieder, ältere Jugendliche …):

x   Sie müssen nicht jede Woche Zeit haben
x   Sie müssen nicht alles von Gott wissen
x   Sie müssen nicht perfekt sein
o   Sie haben Freude an Kindern…
o   Sie möchten sich selber mal wieder Zeit für Gott nehmen…
o   Sie möchten, dass Kinder Freude am Glauben haben…
o   Sie möchten, dass Ihre Gemeinde für Familien mit Kindern einladens ist…

Alle, die sich vorstellen können einen Beitrag zu leisten, bestimmen selbst in welchem zeitlichen Umfang das gut zu tragen ist. Es kann ein Treffen sein, oder mehrere, an Werktagen oder Wochenenden. Auch die Höchstzahl teilnehmender Kinder und Eltern legen diejenigen fest, die ein Angebot machen. In den letzten Jahren haben wir auf diesem Weg viele gute Erfahrungen sammeln können.

 

Hilfestellung für Begleiter/innen

Gern helfen wir denjenigen, die sich einbringen möchten. Bitte sprechen Sie mich an, am besten nach einem Weggottesdienst.

Es freut sich auf Sie,

Bärbel Smarsli

 

Auf dem Weg zur Erstkommunion

 

Als Familie in der Gemeinde – auf dem Weg zur Erstkommunion

Wenn ich etwas zum ersten Mal tue, brauche ich jemanden, der mir davon erzählt, es mir zeigt und erklärt. Wenn ich als Kind einen neuen Weg gehe, brauche ich jemandem, dem ich vertrauen kann als Begleiter.
Auf dem Weg zur Erstkommunion ist das besonders wichtig. Kommunion heißt Gemeinschaft. Bei der Kommunion feiern wir die Gemeinschaft mit Gott. Diese Gemeinschaft braucht wie jede Beziehung und Freundschaft viele schöne Erlebnisse, Zeit zum Kennenlernen und immer wieder Kontakte, damit die Gemeinschaft lebendig und mir wichtig wird.
Noch vor wenigen Jahren war es so, dass alle katholischen Familien, deren Kind in die 3. Klasse kam, zu einen Elternabend eingeladen wurden. Dort konnten sie ihr Kind anmelden und wählten den Wochentag, an dem ihr Kind dann an wöchentlichen Kindertreffen teilnahm – bis zum Tag der Erstkommunion. Außerdem wurde zu Gottesdiensten eingeladen, zu denen die Eltern, Großeltern oder Erziehungsberechtigten mitgingen oder sie bis zur Kirchentür brachten und anschließend abholten.
Bei den Elternabenden fanden sich immer Erwachsene, meist Mütter, die ehrenamtlich dazu bereit waren, sich darauf vorzubereiten, eine Kindergruppe zu leiten. Sie hießen die Tischmütter. Die Kindertreffen wurden zu guten Gemeinschaften, die mit der Feier ein Happy End fanden.
Diese wöchentlichen Kindertreffen gibt es nicht mehr, und viele Familien bedauern das. Viele Gründe haben dazu geführt: Es gibt kaum noch Elternteile, die bereit sind, die Kindertreffen zu leiten. Manche trauen es sich nicht zu, andere sind beruflich oder privat so eingespannt, dass sie regelmäßige Termine nicht zusagen können. Die Kinder haben oft nachmittags Unterricht und viele andere der Familie wichtige Nachmittagstermine. Gemeinsame Zeiten sind schwer zu finden. Außerdem ist zu beobachten, dass die Erstkommunion für viele Familien ein wichtiges, aber eher kulturelles Ereignis ist: Gehört doch dazu!
Kein Grund ist leichtfertig zu bewerten, schon gar nicht zu verurteilen. Vielmehr gilt es, mit diesen Gegebenheiten nach Wegen zu suchen, die dem Fest der Gemeinschaft und des Glaubens, den Kindern und den Familien, in denen sie leben, gerecht werden. Die wichtigste, ihr Leben prägende, Gemeinschaft des Kindes im Alter von 8 oder 9 Jahren, ist die Familie.
Zusammen mit wenigen Ehrenamtlichen, die seit Jahren die Erstkommunionvorbereitung begleiten, laden wir zu Familien-Weg-Gottesdiensten und Familientreffen ein, und zu Kinder- und Familienveranstaltungen, die es in unserer Gemeinde gibt.
Zu den monatlichen Gottesdiensten kommt kein Kind alleine. Wir feiern mit der Gemeinde Schritt für Schritt die Beziehung zu Gott, und erfahren aus den Texten der Bibel, aus den Liedern und Gebeten und gemeinsamem Tun, was wir Gott bedeuten und wie unser Leben mit ihm gelingen kann. Bei den vier Familientreffen an Samstagen erleben die Kinder sich getragen von ihrer Familie, in Gemeinschaft mit anderen Kindern und Familien. Zusammen erleben sie Gott in ihrem Leben und entdecken miteinander das Geheimnis, dass in den Lebenszeichen von Brot und Wein Gott da ist.
Am Ende des letzten Familientreffens hörte ich, wie ein Vater sein Kind liebevoll ärgern wollte: „Na, wenn wir bei der Erstkommunion alle Brot bekommen, dann müssen wir ja anschließend nicht mehr ins Restaurant gehen. – Antwort des Kindes: „Papa, das Brot bei der Kommunion ist Gott, und der möchte in dein Herz kommen, nicht in deinen Magen.“

Bärbel Smarsli, Gemeindereferentin

 

Vorbereitungsgruppe in Corpus Christi

Vorbereitungsgruppe in Corpus Christi

Weg-Gottesdienst in St. Maria Regina

Weg-Gottesdienst in St. Maria Regina

Erstkommunion in St. Raphael (2014)

Erstkommunion in St. Raphael (2014)

Feierliche Erstkommunion (2014)

Feierliche Erstkommunion (2014)

 

Vorbereitungsabend für die Erstkommunion in 2015

Einladung Erstkommunion 2015

 

Falls Sie Fragen zum Vorbereitungsabend haben
dann nehmen Sie bitte Kontakt auf mit:
Bärbel Smarsli, Gemeindereferentin
Dienstsitz: Kath. Kirche St. Maria Regina
Böckeriethe 43, 30827 Garbsen-Berenbostel
Tel. 05131-6562

Weggottesdienst

Gottesdienst weg – Weg-Gottesdienst

Es war, wie so oft, die Not, die uns zur Suche nach festlichen Gemeindeversammlungen am Sonntagvormittag veranlassten, die den Namen Gottesdienst zu Recht tragen. Aus vormals 4 Pfarreien war eine geworden und von den zwei Priestern wurde einer „eingespart“. Priester weg, Gottesdienst weg?, das war die bange Frage. Sollte die Antwort ein weg-Gottesdienst sein, ein Gottesdienst wie eine Eucharistiefeier aber ohne alle dem, was dem Priester an Aufgaben zukommt, weil das nun weg ist? Entstanden ist die Frage nach dem Weg statt nach dem „weg“. Von Anfang an war das Bestreben, nicht den Priester zu ersetzen oder zu kopieren, das würde weder das Amt, noch den Gottesdienst und die Gemeinde ernst nehmen. Aus dem festen Vertrauen darauf, dass die Gemeinde alle Gnadengaben, die sie braucht, bereits hat entstand unser Weggottesdienst.
Nicht Eine/r leitet den Gottesdienst von Anfang bis Ende, sondern wir suchen nach den Gaben und wechseln entsprechend. Wer lesen kann, der lese, wer frei sprechen kann, der spreche frei, wer Gebete formulieren kann, der formulier Gebete, wer die Heilig Schrift in unsere Zeit hinein tragen kann, der tue das, wer Sinn für deutende Zeichen hat, der bringe diese Gabe ein usw.
Natürlich kommt „Berufschristen“ dabei vorerst eine Wegbereiterrolle zu. Aber von Anfang an gilt zu erkennen, wer kann was auf Grund seiner Fähigkeiten am besten? Ein Diakon ist nicht qua Amt der bessere Moderator, die Gemeindereferentin nicht qua Beauftragung die bessere Vorleserin, usw.. So gehört zum Weggottesdienst ein Vorbereitungstreffen, zu dem alle eingeladen sind. (Der Kreis ist bei uns bisher überschaubar!)

Die Form kommunikativer Gottesdienstgestaltung erwies sich als überraschend  vielseitig. So stellte sich heraus, dass diese Gottesdienstform  „Kirchenungeübten“ das Mitfeiern sehr erleichtert. Was wiederum dazu führte, dass wir bei allen Texten darauf achten, dass sie ohne zusätzliche Erklärungen auch in nichtkirchlichen Räumen verständlich sind. Durch regelmäßige Einladungen auch den Altar zu umringen und Vorbeter/innentexte vom Ambo oder  vom Altar aus zu lesen lösen sich Gedankenstrukturen von Oben und Untern, von Hinten und Vorn langsam auf. Im Miteinander werden Zeichen des Kirchenjahres  leibhaftig erfahrbar, wie beispielsweise der Adventskranz:

Nachdem wir wieder einen zweiten Priester in unserer Pfarrei haben gestalten wir Weggottesdienste auch im Rahmen der Vorbereitung auf die Erstkommunion und die Firmung. Wir stellen dabei fest, dass dieses Herangehen an sonntägliche Gemeindeversammlungen auch für „Neue“ verständlich und mitvollziehbar ist und sich in die Eucharistiefeier einfügen lässt. Auch andere Gottesdienste, wie
Tauffeiern bzw. Tauferinnerungsfeiern sind in Form von Weggottesdiensten in guter tiefer Form möglich:

Wie diese Gottesdienstform zurückgebunden werden kann an die weniger werdenden Orte, an denen Eucharistie gefeiert werden kann, bleibt eine Aufgabe der kommenden Jahre, aber es sind ja auch Weggottesdienste:
Wege entstehen beim Gehen! Kommt und seht!