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Auszeichnung für Fair Trade Engagement in Garbsen!

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FairTrade Award für Elisabeth Bannert, Christiane Rüsing, Claudia Diering und Gabi Glatte | Foto Gabi Glatte

Fairer Handel siegt! 

14 Frauen und ein Mann im Alter von 13 – 70 Jahren arbeiten ehrenamtlich mit viel Herz und Engagement zusammen im Fairen Laden am Krippenhaus. Am 10.12.2014 nahmen stellvertretend vier Macherinnen des Ladens am Krippenhaus im Rahmen der Preisverleihung einen FairTrade Award für das Engagement im ökumenischen Fair-Handels-Projekt der ev.-luth. Silvanunsgemeinde und der kath. Pfarrei St. Raphael entgegen. Der Faire Laden erhielt einen 3. Platz in der Kategorie ökofaire Beschaffung in Kirchengemeinden. 

Der faire Einkaufswagen 2014 – eine Auszeichnung für besonderes Engagement für den Fairen Handel von Kirchengemeinden und anderen Institutionen war vom Kirchlichen Entwicklungsdienst der Landeskirche Hannover und Braunschweig ausgeschrieben und für den Bereich Niedersachsen von Brot für die Welt mit einem FairTrade Award ausgelobt.  

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Die Preisträgerinnen aus Garbsen | Foto Gabi Glatte

Der Faire Laden am Franziskusweg hat sich um diesen Preis beworben. Auch den 2. Platz belegt ein Fair-Handels-Projekt in Garbsen: die ev.-luth. Kirchengemeinde Altgarbsen, deren Vertreterinnen Diakonin Andrea Spremberg und Ilona Bandow die Auszeichnung entgegennahmen. 

Zwei Auszeichnungen für das Fair Trade Engagement in Garbsen! Ein toller Erfolg für den Fairen Handel und für die ökumenische Zusammenarbeit in Garbsen, und ein Dank an alle, die den FairTrade-Gedanken in unterschiedlichsten Formen unterstützen und diese Plazierung mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz möglich gemacht haben.

Pfarrbüro legt Statistik für das Jahr 2013 vor

 

Statistik2013

Die Statistik der Gemeindeentwicklung zeigt wieder den Trend, dass die Anzahl der Gemeindemitglieder wie in den Vorjahren sinkt. Maßgeblich für den Rückgang sind die Kirchenaustritte und Sterbefälle, die höher sind als die Anzahl der Taufen.

Dementsprechend sinkt auch das Spendenaufkommen sowohl bei den Spenden
für die Eine Welt als auch für die eigene Gemeinde und das Bistum.
Allerdings sind die Spenden für Kirchenerhalt und Baukosten gestiegen.

Insgesamt ist es aber sehr erfreulich, dass die Solidarität mit den Menschen der Welt ungebrochen ist: 43% des gesamten Spendenaufkommens geht an die kirchlichen Hilfswerke oder direkt an die Partnergemeinden in Bolivien oder Indien.

 

 

 

Zum Abschied von Benno Nolte gute Wünsche aus Indien

Insgesamt fünf Priester aus Indien hat Benno Nolte während seiner Zeit als Pfarrer in Garbsen mit seiner Urlaubsvertretung betraut. Während ihres Studiums zur Promotion war die Zeit in Garbsen für Sie eine gute Gelegenheit, die deutsche Sprachen zu erlernen und mit ihrer Tätigkeit für die Finanzierung ihres Studiums beizutragen. Die Wünsche an Benno Nolte haben wir in Englisch im Novemberwegweiser veröffentlicht. Hier die deutsche Übersetzung, die Pater Jojo angefertigt hat:

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Gruß und Dank aus Indien

In diesen Tagen erreichte uns ein Brief von Fr. Gnanamuthu aus unserer indischen Partnergemeinde. Er dankt für die Spenden, die er bei seinem Kurzbesuch in Garbsen Anfang  August mitnehmen konnte. Unsere Pfarrgemeinde und viele Gemeindemitglieder unterstützen ihn bei seiner Missionsarbeit im südindischen Mathoor.
Karte von MuthuNachdem die dortige Gemeinde den Bau eines Pfarrhauses mit Gemeinderäumen fertigstellen konnte, ist jetzt ein Grundstück für einen Friedhof gekauft worden.
Matthoor ist in einem Hindugebiet gelegen  – Verstorbene werden nach Hindutradition verbrannt. Einen Friedhof gibt es nicht. So bleibt den Christen nur die Möglichkeit, auf dem eigenen kleinen Landbesitz ihre Toten zu bestatten oder unter den Wohnräumen eine Grabstelle anzulegen.
Da für den Kauf kein Geld vorhanden war, haben  unsere indischen Freunde den Kredit für den Kauf mit dem Hochzeitsschmuck ihrer Frauen abgesichert. Wir aus Garbsen wollen bei der Bezahlung helfen – wir sammeln dafür in der diesjährigen Oktobersammlung.

Gesammelt haben wir bereits im Advent 2012 für das Kinderfest in unserer Partnergemeinde, welches dort über 2000 Kinder aus der Region zu einem Fest des Glaubens zusammenführt. Deshalb kann es beim diesjährigen Fest an Allerheiligen auch etwas zu Essen geben.

Weitere Informationen über unsere Partnergemeinde lesen Sie hier.

MuthuBrief

Kirchen und Fairer Handel

oek-forum-blauZum 19. September, 19.00, lädt das Ökumenische Forum Garbsen / Marienwerder ins Rathaus Garbsen ein. Ziele der Veranstaltung sind, den Prozess der Stadt Garbsen um die Verleihung des Siegels „Faire Stadt“ kirchlicherseits zu flankieren und gemeindliche Aktivitäten und Kontakte vorzustellen.

Mit Basisinformationen wird Herr Harald Bremer vom Kirchlichen Entwicklungsdienst Hannover eröffnen. Seitens der Stadt Garbsen wird der Prozess beschrieben: Was bewog den Rat, sich um das Fair Stadt – Siegel zu bewerben? Das Agenda 21 – Büro der Landeshauptstadt Hannover ist um einen zusätzlichen Beitrag gebeten worden.

Vertreter und Vertreterinnen von Gemeinden und Partnerschaften berichten von ihren Erfahrungen mit dem Verkauf fair produzierter und gehandelter Artikel.

Ziel der anschließenden Diskussion ist, weitere Ideen zum Fairen Handel in Garbsen zu sammeln und nach Möglichkeit Schritte zu ihrer Verwirklichung zu entwerfen.

Gerd Brockhaus, 14.8.2013

Weltjugendtag – Meine Reise nach Brasilien

Am 11. August habe ich nach der Hl. Messe in St. Maria Regina schon von meiner Reise mit Fotos und Videos berichtet. Um Brasilien auch mit den Sinnen ein wenig erleben zu können, gab es sehr leckeren alkoholfreien Caipirinha!
Um auch denjenigen, die nicht dabei sein konnten, ein wenig von meiner Reise zu zeigen, habe hier noch ein paar meiner vielen Fotos reingestellt. Bilder sagen mehr als tausend Worte, und deshalb will ich auch nicht viel schreiben, aber ein paar Informationen gibt es dennoch:

imagesCAUY5M93Unsere Reisegruppe aus dem Bistum Hildesheim hat insgesamt zwei Wochen in Brasilien verbraucht. Die erste Woche waren wir im Nordosten des Landes, im Bundesstaat Bahia, in der Stadt Juazeiro. Dort haben wir das Projekt IRPA (auf deutsch: Regionales Institut für angepasste Kleinbauernlandwirtschaft und Tierhaltung) besucht. Da der Nordosten sehr trocken ist und die Menschen sehr arm sind, unterstützt dieses Projekt die Menschen mit dem Bau von Pumpen, Regenwasserzisternen, Brunnen etc. Sehr wichtig sind besonders Schulungen für Kleinbauern, wo sie lernen, wie sie in der Halbwüste am besten Landwirtschaft und Tierhaltung betreiben. In dieser Woche wurden wir sehr liebevoll betreut von Maria, einer Deutschen, die seit 18 Jahren Vorort in diesem Projekt arbeitet.

Die zweite Woche haben wir dann beim Weltjugendtag in Rio verbracht.
Ein unbeschreiblichesLogo WJT Erlebnis, so viele Menschen aus so vielen verschiedenen Teilen der Erde. Ca. 3 Mio. Jugendliche aus 175 Ländern (es gibt insgesamt nur 193 Länder) haben teilgenommen! Es herrschte eine sehr freudige und geschwisterliche Atmosphäre, was sich einfach nicht in Worten ausdrücken lässt, wenn überhaupt – in Bildern.

Bildergalerie anschauen

 

Siehe auch die­ses Video mit den Best-Of Welt­ju­gend­tag 2013

Besuch in unserer Gemeinde – Father Peter

Peter in Garbsen
Father Peter Susai ist in Garb­sen bekannt, weil er in den letzten zwei Jahren Urlaubsvertretung für Pfarrer Nolte gemacht hat, um Deutsch zu lernen und sein Studium zu finanzieren. Zur Zeit ist Fr. Peter bis Ende Juli wieder in unserer Gemeinde.

Wir befrag­ten Fr. Peter über das Thema seiner Promotionsarbeit und das Leben in Rom und in Garbsen.

 

Father Peter, Sie sind Doktorand in Rom. Aus welchem Bundesstaat in Indien kommen Sie? Wie kamen Sie dort als Lehrer ins Priesterseminar? Was werden Sie nach Ende Ihres Studiums machen?

Ich komme aus dem südindischen Bundesstaat „Tamil Nadu“. Der Name stammt von der Sprache die dort gesprochen wird. Laut Wissenschaftlern gehört meine Muttersprache zu den ältesten Sprachen der Welt. An der Erforschung der „Tamil“-Sprache waren einige deutsche Missionare beteiligt. Mein Heimatort ist die alte Stadt Thanjavur, die berühmt ist für ihre Tempel.  Dort bin Diözesanpriester in der Basilika „Unserer Liebe Frau von guter Gesundheit“.
Bevor ich nach Rom für meine Doktorarbeit ging, war ich im Major Priesterseminar, das in Chennai, der Hauptstadt von Tamil Nadu liegt. Ich hoffe dass ich nach Abschluss des Doktorandenstudiums zum Seminar zurück kommen kann um Philosophie zu lehren.

Ihr Bischof hat Sie zum Studium nach Rom geschickt. In welcher Universität studieren Sie und was ist das Thema Ihrer Arbeit?

Die Professoren im Priesterseminar haben meinen Bischof im Jahre 2001 gebeten, mich zum Seminar zu schicken, um bei der Ausbildung der Studenten zu helfen. Seitdem war ich im Priesterseminar in Chennai. Sowohl die Bischöfe von Thanjavur und Chennai helfen mir mein Promotionsstudium in Rom abzuschließen.
Ich studiere der Lateran-Universität in Rom und arbeite an meiner Dissertation. Vorher war ich drei Jahre Student an der Angelicum-Universität, bis mein ehemaliger Professor Bischof von Fribourg in der Schweiz wurde und somit mich und meine Arbeit nicht mehr betreuen konnte.
In meiner Arbeit geht es um das Verständnis der westlichen Säkularität nach der Auslegung von Charles Taylor, einem Philosophen aus Kanada. Das Thema ist sehr relevant nicht nur für die westliche Welt sondern auch für die indische Gesellschaft, da sich diese schnell in eine westlich-(europäisch) geprägte Welt wandelt. Es ist sehr schwierig in unserer Zeit an Gott zu glauben, wenn viele meinen, das die Wissenschaft alles erklären kann. Diese Herausforderungen für den Glauben an Gott sind nicht neu. Ich wurde an Leibniz erinnert, der als Philosoph in Hannover gearbeitet hat. Er hat mit mathematischen und logischen Denken und Optimismus bestätigt, dass diese schöne Welt von Gott geschaffen wurde. Doch es gibt viele, die diese Aussage nicht akzeptieren und den Gottesglaube infrage stellen.
Charles Taylor bietet eine Alternative zu der Entwicklung des Unglaubens im Westen und zeigt, dass Glaube nicht nur sinnvoll sondern unbedingt notwendig ist, damit diese Welt friedvoll ist und eine positive Orientierung hat. Meine Forschung beinhaltet die verschiedenen Formen von Glauben, damit wir miteinander in Frieden leben können.

Welche besonderen Probleme haben Sie mit dem Studium in einem fremden Land mit einer fremden Sprache in der großen und teuren Stadt Rom? Welche Kosten haben Sie für Ihr Studium zu tragen und wie finanzieren Sie diese?

Jeder Schüler hat seine Probleme unabhängig vom Alter und Land. Aber ein ausländischer Student hat mehr Probleme und Nachteile als einheimische Studenten, wie das Erlernen einer neuen Sprache, der psychischen Bewältigung des ungewohnten Lebens in einer ganz anderen Kultur – zum Beispiel das Essen – und vor allem hohen Kosten und Ausgaben.
Im Vergleich zu anderen Städten und anderen europäischen Ländern ist Rom sicherlich eine sehr teure Stadt, auch wegen der Tausenden von Touristen, die jeden Tag kommen. Abgesehen von den Kosten für Unterkunft und Verpflegung gibt es weitere große Ausgaben: Studiengebühren, Kauf von Büchern, Fotokopien, Krankenversicherung, jährliche Erneuerung des Visums usw. Studieren in einem fremden Land ohne Stipendium oder einer Erwerbstätigkeit ist nahezu unmöglich. Zum Glück wurde mir von „Kirche in Not“ drei Jahre geholfen. Ich bin sehr dankbar für die wunderbare Unterstützung.
Leider konnte “Kirche in Not” mein durch den plötzlichen Weggang des Doktorvaters verlängertes Studium nicht komplett bezahlen. Letztes Jahr gaben mir die Französischen Missionare ein halbes Stipendium, die andere Hälfte bezahlten italienische Priester. Ich hoffe jetzt aber, dass ich – so Gott es will – im nächsten Jahr meine Arbeit abschließen kann. Und ich glaube fest daran, dass die Gnade Gottes und die Hilfe bekannter und unbekannter Spender mir helfen, mein Studium gut zu beenden.

Was gefällt Ihnen an unserem Land? Könnten Sie sich vorstellen, in Deutschland einige Jahre als Priester tätig zu sein?

Ich bin in der Tat sehr glücklich, in Deutschland jetzt schon zum dritten Mal in Garbsen zu sein. Ich danke ganz herzlich Pfarrer Benno Nolte und der Gemeinde St. Raphael.
Die Disziplin im Straßenverkehr, eine separate Spur für die Radfahrer, viel Platz in den Wohnungen und zwischen den Häusern, die wunderbaren Rasen vor den Häusern sowie freundliche „Hallos“ sind die Eindrücke, die ich in Garbsen sehr mag.
Für viele Länder wäre Deutschland ein nachahmenswertes Modell für Sauberkeit und Ehrlichkeit. Auch ein wichtiges Beispiel für viele Menschen der Welt ist die Bereitschaft der Deutschen, Energie durch Solarenergie erzeugen und keine Nuklearenergie mehr zu nutzen.
Ich freue mich, wenn ich noch einmal im nächsten Jahr in einer Gemeinde in Deutschland Priesterdienst tun kann. Aber nach meiner Promotion werde ich nach Indien zurückgehen und im Priesterseminar wieder Studenten unterrichten und ausbilden.
So Gott will im Jahr 2014.

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Herzlichst     Ihr Peter Susai    Lesen Sie einige Informationen über Charles Taylor und meine monatlichen Einträge in meinem römischen Blog-Tagebuch!

Caritas als Grundvollzug der Kirche

Caritas als GrundvollzugDer Caritasaus­schus­ses unserer Gemeinde möchte anre­gen, das soziale Enga­ge­ment der Pfarr­gemeinde aus der Per­spek­tive der Got­tes­bot­schaft Jesu, sei­ner Auf­for­de­rung zur Nach­folge, zu betrach­ten. Die ver­schie­de­nen Dienste der Cari­tas wer­den somit als eine Weise ver­stan­den, die Got­tes Dasein für die Men­schen, seine ver­bor­gene, hei­lende Gegen­wart im All­tag der Men­schen sicht­bar und erleb­bar macht. In der Nach­folge Jesu, der Nach­ah­mung sei­ner bedin­gungs­lo­sen Zuwen­dung zu den Men­schen, ist Cari­tas Kir­che par excel­lence!   Ewald Wirth, 13.05.2013: Caritas als Grundvollzug der Kirche