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Lea Pohl auf dem Weg nach Bolivien

Das Bistum Hildesheim sendet jedes Jahr junge Menschen nach Bolivien. Lea Pohl aus Garbsen-Mitte ist eine der 11 Jugendlichen, die im Jahr 2016 nach Bolivien reisen. Lea wird 11 Monate in der Partnerschule unserer Gemeinde in Cotoca im Tiefland von Bolivien arbeiten.

LeaPohlMein Name ist Lea Pohl und ich bin 18 Jahre alt. Einige von Ihnen kennen mich durch die Ministranten- und Bücherei-arbeit in St. Raphael. In diesem Jahr habe ich mein Abitur gemacht und ab August werde ich für zwölf Monate mit dem Weltwärts-Programm und der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Hildesheim nach Bolivien gehen, um einen Internationalen Freiwilligendienst zu leisten.

Darüber informieren möchte ich Sie, weil ich die meiste Zeit in der Partnerschule unserer Kirchengemeinde, dem „Colegio Barbara Micarelli del Niño Jesús“ in Cotoca verbringen werde. Vor Ort werde ich bei den Missionsfranziskanerinnen leben, die die Einrichtung betreiben und in der Schule mitarbeiten.

Mein Anliegen ist es, neue Menschen, eine neue Sprache und eine neue Kultur kennenzulernen. Gleichzeitig aber wünsche ich mir auch, unsere Partnerschaft zu verstärken und sie mehr in das Bewusstsein der Menschen hier sowie in Bolivien zu rücken. Um das zu erreichen, möchte ich Sie regelmäßig an dieser Stelle über die Schule, aber auch Land und Leute informieren.

Gesegnet sei dein Aufbruch Reisesegen Leaund deine Wiederkehr.

Gesegnet sei dein Weg
und deine Begegnungen.
Gesegnet sei dein Lächeln
und dein Ernst.

Gesegnet sei die Hand,
die du reichst,

und jede Hand,
die du nimmst.

Gesegnet seien die Worte,
die du sprichst,

und die Geschichten,
die du mitbringst.

Gesegnet sei deine Reise. Gottes Segen begleite und schütze dich.

 

Dank aus Indien von Fr. Gnanamuthu

 

In einer Türkollekte und bei einem Bildervortrag im August 2015 haben wir für die südindische Gemeinde St. Antonys Church in Varthanvilai Bethelpurum Spenden gesammelt. Jetzt sind die Spenden des Jahres 2015 nach Indien überweisen worden. Father Gnanamuthu Varuvel schreibt am 24.02.16 eine Bestätigung des Erhalts an unsere Gemeinde:

Liebe Freunde in Garbsen,
es freut mich sehr diese E-Mail zu schreiben!

Baufällige St. Antony-Kirche

Baufällige St. Antony-Kirche

Mit grosser Freude habe ich den Geldbetrag (228.795 indische Rupien = 3030 Euro) erhalten, welches Ihr im letzten Jahr für meine Gemeinde und den Kirchbau geschenkt habt!


Wir, die Leute
meiner Pfarrei und ich, haben uns sehr darüber gefreut. Von ganzem Herzen danken wir der Pfarrgemeinde in Garbsen für die Bemühung, mir bei  meiner Missionsarbeit zu helfen. Der Bau der Kirche hat angefangen und es geht langsam voran. Die Leute aus meiner Gemeinde helfen viel.

Euch lieben Freunden in Garbsen alles Gute und Gottes Segen.
Mit lieben Grüßen
Gnanamuthu

Unterwegs als Kirche – Joscha in Bolivien

Joscha Branahl aus unserer Kirchengemeinde ist in Bolivien als “Freiwilliger für ein Jahr” im Rahmen der Bolivienpartnerschaft des Bistums Hildesheim. Er schreibt über seine Arbeit in einem Seniorenprojekt:

JoschasBrief1

 

JoschasBrief2

So können Sie Joscha´s tolles Projekt in Bolivien unterstützen und Geld spenden auf das Konto:
St.Raphael – Bolivienpartnerschaft
IBAN DE57 251 900 01 0200706 118  | Verwendungszweck:  JOSCHA
Wir geben Ihre Spende zu 100% an das Projekt weiter – Sie erhalten eine Spendenbescheinigung.

 

Fr. Gnanamuthu berichtet aus südindischer Gemeinde


Um in Deutschland für seine indische Gemeinde Geld zu verdienen und Spenden zu sammeln war Fr. Gnanamuthu wie in jedem Jahr einen Monat zur Urlaubsvertretung in Jestetten an der Schweizer Grenze. Auf dem Rückweg nach Indien machte er in Garbsen Station, um über seine neue Gemeinde zu berichten und Spenden zu sammeln. Leider nur 35 interessierte Gemeindemitglieder, – Mitglieder der Wandergruppe und Spieler der Spieleabende -, sahen Bilder aus der Partnergemeinde und hörten seinen Bericht. Hier eine knappe Zusammenfassung: 

Im Oktober 2014 wurde ich in eine neu gegründete Pfarrgemeinde versetzt. Ich bin dort der erste Pfarrer. Für die nächsten fünf Jahre hat mein Bischof mir folgende Aufgaben zugewiesen:


Aufbau der Gemeinde
Meine Gemeinde ist seit der Gründung schnell auf 250 Familien angewachsen. Es gibt nur eine kleine baufällige Kirche. Für die Gottesdienste und für unsere vielen Kinder- und Erwachsenengruppen brauchen wir eine größere Kirche, die wir auch als Versammlungsraum nutzen können.

Wege aus der Armut finden

Die Gemeindemitglieder sind alle sehr arm. Die meisten sind Tagelöhner ohne festes Einkommen. Viele Familien versuchen der Armut zu entkommen, indem sie ihren Kindern eine gute Ausbildung geben wollen. Aber sie haben keine Möglichkeiten!
Ich biete meinen Gemeindemitgliedern an, kleine Geldbeträge von ihnen einzusammeln, für vereinbarte Ziele anzusparen und gut zu verzinsen (20% Jahreszins). Den auszuzahlenden Geldbetrag stocke ich dann mit Euren Spenden auf.

Regelmäßiges Einkommen für die Menschen sichern

Der Bischof hat in unserer Region eine Molkerei-Cooperative gegründet. Ich bin für das Marketing zuständig. Z.Zt. haben wir über 2.000 Kühe dezentral bei 1.000 Bauern stehen. 300 Mitarbeiter sammeln die Milch ein und verarbeiten sie in unserer Molkerei. In den Dörfern haben wir kleine Verkaufsstationen gegründet, in denen Frauen unsere Produkte verkaufen. Damit tragen wir nicht nur zur Gesundheit gerade armer Menschen bei sondern sichern durch unsere Cooperative insgesamt 2.000 bisher arbeitslosen Menschen ein regelmäßiges kleines Einkommen.
Die Gewinne verwenden wir für die Ausbildung unserer Mitarbeiter und deren Kinder. Auch müssen wir in unsere Molkerei investieren: für die Umstellung der Verpackung von Milchtüten auf Tetrapack benötigen wir neue Maschinen.

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Meine Gemeinde und ich vertrauen auf Gottes Hilfe. Allein und mit eigener Kraft können wir die uns zugewiesenen Aufgaben nicht schaffen. Auch unser Bischof ist in Europa unterwegs, um Geld für die Missionsarbeit zu sammeln.
Ich danke Euch für alle guten Gaben und bitte Euch weiter um Spenden für meine Missionsarbeit.
Es grüßt Euch alle sehr herzlich Father Gnanamuthu

Papst Franziskus in Santa Cruz – Bolivien

 

Unser Papst ist zur Zeit gerade in Santa Cruz, ca. 40 km von unserer Partnerschule “Colegio Barbara Micarelli dell Nino Jesus” entfernt. Uns erreichen Nachrichten per Mail direkt aus Santa Cruz. Hier ein Schreiben von Dra. Irene Tokarski:

Liebe Freunde und Freundinnen,
es herrscht immer noch Eiseskälte, aber wenigstens regnet es nicht mehr. in wenigen Minuten kommt Francisco in Santa Cruz an. Seine wenigen Stunden in La Paz waren schon ziemlich bewegend: Es gab eine herzliche Umarmung von Francisco für Evo, und der hat von der Option für die Armen gesprochen und vom Meer, und der Papst von den Erfolgen bei der Eingliederung der Armen in Bolivien und der Notwendigkeit, Konflikte im Dialog zu lösen. Viel über Beteiligung aller in der Gesellschaft, von der Verantwortung aller für das Gemeinwohl, Einer der Höhepunkte war sicher der kleine Mojeño, der am Flughafen ein Selfie mit dem Papa gemacht hat und als die Kinder am Flughafen, Francisco umringt haben und ihn nicht gehen lassen wollten…
Ganz besonders hat mich auch die dicke Umarmung für Mons. Toribio gefreut, den emeritierten Bischof von Corocoro.
Leider konnte ich die Ehrung von Luis Espinal an der Autopista nicht sehen, weil ich gerade unterwegs war, aber davon berichte ich noch.
irgendwie habe ich diese Tage schon gezweifelt, ob es wirklich nötig war die ganzen Tage in Santa Cruz zu bleiben, aber 3 Interviews heute haben mich dann doch überzeugt, die Kälte hier in Santa Cruz ohne meinen geliebten Holzofen in La Paz auszuhalten.
Morgen geht es vor 7 Uhr zur Messe am Cristo Redentor. Da heisst es wieder alle Lagen übereinander anziehen. Heute war ausserordentlicher Feiertag in La Paz und morgen in Santa Cruz wegen dem Papstbesuch. Gerade war ich noch in einer Pfarrei, und dann wird dir sofort angeboten, ob Du nicht nahe am Cristo übernachten willst, um besser zur Messe zu kommen. so katastrophal vieles an der Logistik ist, so begeistert und hilfsbereit sind alle.
Am Flughafen und am Cambodromo halten Tausende in diesem Moment die Kälte aus und ich habe mein Interview bei Telesur auf einer Terrasse vor der Kulisse der Kathedrale von Santa Cruz überstanden – natürlich mit Winterjacke.
Jetzt steigt Francisco aus dem Flugzeug in Viruviru, und man sieht ihm die Strapazen der Reise an. Evo ist ihm vorausgeflogen, und begrüsst ihn wiedermal. Die Bischöfe vom Tiefland defilieren, der Gouverneur von Santa Cruz. Das Orquester aus der Chiquitanía spielt Indiobarock. Und es ist schon fast 11 Uhr nachts… Jetzt muss er noch zum Cambodromo und dann übernachtet er beim Kardenal.
So jetzt versuche ich mal wieder mein Glück beim Absetzen diser Nachricht. Bis morgen!
Irene

Dra. Irene Tokarski

Danke, Irene, dass wir durch Dich so nah dabei sein dürfen.