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Männer-Hospizgruppe in Planung

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Aufgrund der sehr positiven Resonanz von schwerkranken und sterbenden Männern, wenn diese von einem männlichen Hospizhelfer betreut wurden, haben sich die Malteser entschlossen,  erstmalig in Norddeutschland einen Hospizkurs für Männer im Don-Bosco-Haus in Hannover anzubieten.
Dies ist sicher ein schwieriges Unterfangen, da sich in der Regel nur wenig Männer in sozialen Arbeitsbereichen finden – und in diesem ehrenamtlichen Bereich noch weniger diesen Schritt wagen. Deshalb hoffen wir, in einem Hospizkurs für Männer, Vorurteile und Hemmungen abbauen zu können, so dass sich möglichst viele Männer  – immer im Rahmen ihrer zeitlichen, beruflichen und persönlichen Möglichkeiten für und mit Sterbende und deren Angehörige, auch die letzte Lebensphase lebenswert und würdig zu gestalten. 
Aktuell engagieren sich bereits sieben Männer unterschiedlichen Alters und unterschiedlichster Berufe im ambulanten Hospizdienst der Malteser.
Für interessierte Männer herzliche Einladung zu den Informationsgesprächen! Dort werden genaue Inhalte, Termine und alle persönlichen Fragen besprochen.

Kirche geht gemeinsam

Kirche geht …. am besten miteinander

Es ist sicher gut, dass wir für bestimmte Bereiche auch Fachwörter Benutzen. Das hilft in mehr allgemeingültiger Form über Dinge zu reden. Die Kehrseite ist dann manchmal, dass es sehr weit weg klingt, nichts mit dem eigenen Leben vor Ort zu tun zu haben scheint: Diakonie, Caritas, diakonischer Grundvollzug des Christ- und Kircheseins beispielsweise. Dabei geht es aus meiner Sicht doch um die ganz einfache und weithin gelebte Nächstenliebe. Sie ist auch heute noch so selbstverständlich, dass viele sie gar nicht bewusst wahrnehmen:

“Soll ich dir einen Kaffee mit reinbringen? Natürlich nehme ich das Paket für die Nachbarin an. Kommen sie, ich halte ihnen die Tür auf. Sind Sie mit dem Wagen da oder kann ich sie mitnehmen? ….“

Sie fängt beim wohlwollenden, aufmerksamen Blick für den Mitmenschen an, in Ehe und Familie, Nachbarschaft, Vereinen, Kirche, Arbeitswelt und Öffentlichkeit. Dabei geht es auch nicht um Dienstleistungen, sondern vielmehr um ein menschenwürdiges, schönes und sinnerfülltes Miteinander. So drückt sie, auch da wo es nicht ausdrücklich und reflektiert geschieht, gemeinsame Gotteskindschaft aus.

Da wo dieses selbstverständliche Miteinander nicht ausreicht um den Hilfebedarf in besonderen Situationen abzudecken, oder Menschen gar nicht in solch tragenden Lebensbezügen stehen, ist es gut und sinnvoll, dass es Gruppen, Vereinigungen und Verbände gibt, die über das normale Maß hinaus Kontakt und Hilfe organisieren. Auch in unserer Gemeinde geschieht das, meist im Verborgenen, auf nahezu allen Ebenen. Im Pfarrbüro oder bei Kontakten im Rahmen kirchlicher Handlungen werden Hilfebedarfe sichtbar, in den Gemeindegruppen reden Menschen miteinander, weisen auf Probleme hin und helfen oder vermitteln Hilfe. Unsere Kindertagesstätten versuchen als Familienzentren ihre besonderen Möglichkeiten für die Familien einzusetzen. In unseren Kirchorten gibt es Besuchsdienst- und Austrägergruppen, die Kontakte ermöglichen und halten und so Menschen die Möglichkeit geben teilzunehmen am Miteinander.

Eine wichtige Rolle Hilfe vor Ort – und sogar weltweit – zu unterstützen spielen auch das Bistum, kirchliche Verbände und Gruppen, wie Kolping, KAB, Frauenkreise, Wort des Lebens-Kreis, KFD, Männerverein, Männergemeinschaft, Malteser, Caritasverband, Caritaskonferenzen, Bolivienkreis und Indienpartnerschaft und nicht zu Letzt die Kommune. Doch immer bleibt Ausgangspunkt und Ziel der Mensch, den wir als Gottes Geschöpf betrachten.

Das unterscheidet dann auch Nächstenliebe von Dienstleistung. Nächstenliebe versucht den in Not geratenen Mitmenschen zu erheben, aufzurichten und begegnet ihm von Anfang an als Schwester bzw. Bruder. Für den Evangelisten Johannes ist dienende Nächstenliebe so wichtig, dass er uns Jesus zeigt, wie dieser im Abendmahlssaal den anderen die Füße wäscht, bevor er mit ihnen das Mahl der Gemeinschaft einnimmt.

Als Christen in Garbsen und Marienwerder versuchen wir das auch heute im alltäglichen Leben umzusetzen und ich finde an vielen Stellen gelingt das ziemlich gut.

Thomas Müller, Diakon

 

Grundvollzug Caritas

Caritas – ein Dienst für und mit Menschen – als Grundvollzug der Kirche

Ein Beitrag des Caritasausschusses zur Erstellung des Orientierungsberichts für die Visitation im Regionaldekanat Hannover 2012/13 – Katholische Pfarrgemeinde St. Raphael in Garbsen

Im Folgenden handelt es sich um eine erläuternde Darstellung der Ergebnisse der Ausschusssitzung vom 20.03.2013, 17.00 – 18.00 Uhr im Pfarrheim St. Raphael.

Vorbemerkung: Das Anliegen des Ausschusses geht über die statistische Erfassung des „Grunddienstes“ (Kap. IV. ) „Diakonia – Dienst am Menschen“ (Abs. b. Seite 7 des Orientierungsberichts) hinaus und möchte aus Anlass der bischöflichen Visitation und des anstehenden Pfarrerwechsels im Herbst 2013 Impulse zur Glaubensvergewisserung gerade im Bereich des sozialen Engagements der Pfarrgemeinde setzen. Ziel ist es, die verschiedenen Dienste der Caritas als wesentliche Glaubenspraxis und als einen Grundvollzug der Kirche zu sehen.

Zur theologischen Begründung dieses Anliegens kann die Beispielgeschichte vom reichen Jüngling (Lk 18, 18-23; Mk 10, 17-22; Mt. 19, 16-22) dienen. In ihr zeigt Jesus mit einer schlichten und klaren Empfehlung, was Christ sein ausmacht: „Verkaufe alles, was du hast, gib es den Armen … und folge mir nach.“(Lk 18,22 par.). In dieser Geschichte fordert Jesus die Menschen auf, nicht selbst des eigenen und des fremden Glückes Schmied sein zu wollen und nicht auf eigene Leistung, Erfolg und Macht zu setzen („Was muss ich tun, um ewiges Leben zu erlangen?“- Lk 18,18b par.), sondern das eigentliche und größere Glück in der Gemeinschaft mit ihm und aller, die ihm nachfolgen, zu suchen und auch zu finden (geschenkte Erfüllung; der „Gang durch das Nadelöhr“ ist allein mit Gott möglich, Lk 18,25-27). Reichtum ist in dieser Geschichte ein Symbol für Selbstbezüglichkeit, Sicherheitsstreben und die Arroganz des „Glücksschmieds“, die aber das wahre Glück des Menschen im Mit-Sein verfehlt.

Diese andere Sichtweise des Lebens gründet in der Überzeugung, dass der Mensch in der Begegnung mit Jesus den beglückenden Zuspruch des unendlichen, bedingungslos liebenden und vergebenden Gottes „Ich bin mit dir“ (vgl. Ex 3,14; Ps 118,6) unmittelbar erfährt. Am Weg Jesu wird deutlich, dass der Zuspruch Gottes, seine Treue, immer gilt, auch dann, wenn Leid und Tod den Glauben an Gottes heilende Präsenz erschweren. Denn der Weg Jesu führt ihn nicht nur zu den nach Glück suchenden, ideologisch ausgegrenzten und leidenden Menschen, sondern auch in die eigene Gottverlassenheit am Kreuz. 

Daraus folgt, dass Christsein wesentlich Gemeinschaft mit diesem treuen Gott ist, die wiederum Gemeinschaft unter den Menschen stiftet und im Dienst für und mit den Menschen im Alltag konkrete Gestalt annimmt. Christliche Nächstenliebe ist somit keine Gefühlsduselei, sondern eine schlichte Tat, die Abhilfe in der Not schaffen will. In ihr wird Gottes Dasein für die Menschen (Inhalt des Gottesnamens „Jahwe“ und des Namens „Jesus“) als Dasein für andere abgebildet, sichtbar und erlebbar. Nächstenliebe, Caritas, ist Kirche par excellence!

In diesem Sinne ereignet sich Kirche als Dienst für und mit Menschen in der Pfarrgemeinde St. Raphael Garbsen in folgenden Bereichen:

Caritas

13.05.2013/Ewald Wirth für den Caritasausschuss

Neun ehrenamtliche Hospizhelfer beenden Vorbereitungskurs

Im Januar startete in St. Raphael ein Vorbereitungskurs zum ehrenamtlichen Hospizhelfer. Ende Juni haben neun Frauen diesen Kurs beendet und beginnen nun ihr neues Ehrenamt. Fünf der neuen Ehrenamtlichen ordnen sich der Garbsener Hospizgruppe zu, die sich in St. Raphael trifft. Eine Einführung in einem Gottesdienst wird derzeit noch geplant.

Der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Malteser begleitet schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Familien im häuslichen Umfeld und in ihren Altenpflegeeinrichtungen. Informationen zu einem neuen Kurs ab November 2013 erhalten Sie per Emailanfrage an Christoph Mock oder per Tel. (01 51) 461 442 54. Weitere Informationen zum Hospizdienst hier auf unseren Seiten.

neueHospizhelferinnen

Diözesanoberin Marie-Rose v. Boeselager (2. von rechts oben) und der ehrenamtliche Diözesanleiter Maximilian v. Boeselager (rechts daneben) und die Ausbilder Frau Elfriede Kollarz und Christoph Mock (oben in der Mitte) freuen sich über den Zuwachs in den Hospizgruppen der Malteser in Stadt und Region Hannover.

 

Besuchs- und Begleitungsdienste

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Die Besuchs- und Begleitungsdienste vervollständigen das Angebot der Malteser. Menschen, die alleine sind und sich über einen Besuch freuen, können dies nutzen.
Engagierte Ehrenamtliche kommen zu Ihnen nach Hause zu einer Unterhaltung oder sie vereinbaren einen Spaziergang.

Für den  DEMENZ- Besuchs- und Begleitungsdienst stehen freiwillige Helfer an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen zur Seite.
Die Kosten für dieses Angebot, für das eine Aufwandsentschädigung an die Freiwilligen gezahlt wird, werden von den Pflegekassen übernommen. Die freiwilligen Helfer werden in einem Vorbereitungskurs für ihre Begleitung vorbereitet und treffen sich monatlich zur Reflektion und zum Austausch in St. Raphael.

Zur Kontaktaufnahme erreichen Sie Frau Mohr unter 0170 – 9280 544; Frau Claudia Löhrmann steht Ihnen unter 0151 1478 3376 zur Verfügung. Per Email sind beide unter  erreichbar.

Pressemitteilung im März 2015:
Nach erfolgreich abgeschlossener Qualifizierung stehen im Bereich der Stadt und Region Hannover sowie der Stadt Garbsen  weitere Freiwillige zur Entlastung von pflegenden Angehörigen zur Verfügung. Die Helferinnen kommen nach Absprache in die Familien, leisten dort allerdings keine Pflege sondern führen ausschließlich Betreuungsangebote durch. Der Helferinnenkreis wird von  Fachkräften der Malteser begleitet, die die Einsätze der Helferinnen koordinieren und Erstbesuche durchführen. Monatliche Treffen der Helferinnen dienen der Reflexion, der Fortbildung und dem Austausch über die Einsätze.  Die Helferinnen erhalten für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 9,00 €/Std., die die betroffenen Familien von ihrer Pflegekasse erstattet bekommen.

Aktueller Kurs im Jahr 2016:
Kurs16.09.16

Trauerarbeit

 

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Alle Trauerbegleiter haben eine Fortbildung besucht, die sie darauf vorbereitet hat, mit trauernden Menschen adäquat und sicher umgehen zu können.

 

20 Trauerbegleiter unterstützen die Pfarrei in ihrem pastoralen Feld der Trauerarbeit.
Auch hier sind Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtung aktiv. In einem geschützten Rahmen einer Einzeltrauerbegleitung stehen sie trauernden Menschen für persönliche Gespräche zur Seite.

Eine Begrenzung auf 10 Besuche ermöglicht es dem Trauernden, seinen Weg der Trauer auch alleine weiterzugehen.

Trauernde Menschen können dieses Angebot unter 0151 1689 3772 abfragen.

 Traueraussen Trauerinnen

Hospizgruppe

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 Insgesamt engagieren sich im Malteser Hospizdienst 85 Männer und Frauen. Im Jahr 2012 wurden durch sie 175 Menschen begleiten, von denen 115 ihren letzten Lebensweg angetreten und den Weg zur Vollendung gefunden haben. Die Hospizbegleiter stehen Menschen in ihrer persönlichen Lebenssituation zur Seite und nehmen auch die Angehörigen in den Blick. Dies können Ehepartner, Lebenspartner, Kinder und Freunde sein.
Die Hospizbegleiter haben sich in einem Vorbereitungskurs auf diese Arbeit vorbereitet. Sie sind „ihren“ Weg gegangen, in dem sie sich intensiv mit dem Themenfeld Sterben, Tod, Abschiednehmen und Trauer auseinandergesetzt haben.

 

Die Hospizgruppe am Kirchenstandort St. Raphael ist dem Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Malteser in Stadt und Region angeschlossen.

Im monatlichen Gruppentreffen kommen in Garbsen ca. 20 ehrenamtliche Männer und Frauen regelmäßig zusammen, um sich über ihr Ehrenamt und ihre aktuellen hospizlichen Begleitungen auszu-tauschen.

 Regelmäßig finden Vorbereitungskurse für ehrenamtliche Hospizbegleiter statt. 

Interessierte und Betroffene können über 0151 461 442 54 oder per Email an  Kontakt aufnehmen. Die HospizkoordinatorInnen Heike Adler, Antje Doß und Christoph Mock beantworten gerne Ihre Fragen und versuchen Ihnen mit den engagierten Ehrenamtlichen in Ihrer besonderen Situation zur Seite zu stehen.

Die Malteser bieten einen Kurse zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter an:

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