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Abschied von Björn Schulze – Bericht und Bilder

Am 8. Juni 2019 wurde Björn Schulze im Dom zu Hildesheim zum Priester geweiht. Wir haben auf unserer Website ausführlich darüber berichtet:
Björn Schulze wird Pfingsten 2019 zum Priester geweiht – ein Interview
Bilder und Bericht von Priesterweihe und Primizfeier

Nach drei Jahren Ausbildung und Arbeit in Garbsen und Seelze mussten wir Björn Schulze verabschieden. Schulze wird zukünftig in den Gemeinden von Wolfsburg und Gifhorn als Kaplan tätig sein. Letzte Station seiner Abschiedstour durch die kath. Kirchen Garbsens und Seelze war am 18. Juli die Pfarreikirche St. Raphael mit dem offiziellen Abschied aus Garbsen. „Auch wenn man es mir nicht ansieht, in mir brodelt ein Vulkan. Und so wollen wir schnell mit dem Kyrie eleison (dt: Herr hilf) beginnen!” So beschrieb Kaplan Schulze zu Anfang des Gottesdienstes seine Aufregung. Er gehe ein wenig traurig aus Garbsen weg. “Hier in Garbsen war es so schön – obwohl Garbsen nicht so schön ist.” Aber die Menschen und die guten Kontakte zu ihnen seien es, die seinen Abschied aus Garbsen so schwer machten.

In der Predigt ging Schulze auf den Text der Tageslesung (Jer 23, 4) ein: „Spruch des Herrn: Ich werde für sie (= die verstreuten und versprengten Schafe) Hirten erwecken, die sie weiden, und sie werden sich nicht mehr fürchten und ängstigen und verloren gehen.
Das sei, so Schulze, sein Wunsch für seine neue Tätigkeit. Er möge von allen administrativen Arbeiten und Leitungs-aufgaben befreit sein, um Seelsorger zu sein und sich um die Menschen zu sorgen. Dazu schenkte Pfarrer Lindner ihm einen Hirtenstab.
Zum Schluss des Gottesdienstes sprachen Pfr. Lindner, Pastor Yoo-Jin Jhi von den evan-gelischen Nachbargemeinden, VertreterInnen der Gruppierungen und Gemeindemitglieder ihren Dank und gute Wünsche aus. 

Hier die Dankesworte vom stellv. Vorsitzenden des Pastoralrates Volker Mischewski und Bilder vom Gottesdienst und vom Kirchplatz:

Als stellvertretender Vorsitzender des Pastoralrats kann ich für unsere Gemeinde nur sagen: wir sind glücklich! Nicht weil du nun gehst, das macht uns traurig. Aber, wir sind glücklich, weil solch einen lieben Menschen wie Dich kennenlernen durften und Du so lange Zeit mit uns Verbracht hast, weil du einen Teil unseren Weges mit uns gegangen bist .
Du bist 2018 in unsere Gemeinde gekommen, als frisch gebackener Diakon. Das war für uns ein besonderes Jahr: St. Raphael wurde 50 – da durften wir noch feiern – und das taten wir auch. Walter kam aus Bolivien – und Du kamst – toll.
Weißt Du noch, was Du geschrieben hast im Wegweiser? Du freust Dich auf „das Jahr“ mit uns. Gemeint war das Jahr bis zur Priesterweihe und das verbrachten wir gut. Da konnten wir auch gut feiern – und das haben wir gemacht. Das freut uns, dass wir Dich zu Deiner Priesterweihe begleiten konnten und das wir Deine Gemeinde waren, aus der Du die Priesterweihe gemacht hast.
Und du hast auch geschrieben, Du kamst aus einer Stadt, deren Namen wir hier nicht nennen dürfen – zumindest wer Fußballfan ist. Und dann hast Du Garbsen ganz gut erkannt: Man darf nicht aufs äußere gucken, sondern auf den Menschen. Dieses kann ich gerne zurück geben: Du hast vorhin gesagt: „ Man sieht es mir nicht so an, aber in mir brodelt ein Vulkan. Deshalb leite ich gleich weiter zum Kyrie“. Besser kann man Dich nicht beschreiben. Das bist Du, wie Du leibst und lebst. Wir haben dich kennen gelernt als Menschen, der nicht viele Worte macht, der nicht lange redet. Aber er tut, er packt an. Er ist immer da, wenn man ihn braucht. Und das macht uns auch glücklich, das du so bist und auch für uns mit angepackt hast. Du hast das Leben der Gemeinde in den drei Jahren, die Du hier gewesen bist, ganz schön mitgestaltet. Gerade im Hinblick auf diese Zeit mit Corona hattest Du immer den Blick darauf, was zu tun ist. Dafür können wir Dir einfach nur Danke sagen. Wir können Dir einfach nur Danke sagen, dass Du an allen Stellen, auch außerhalb der Gemeinde mitgewirkt und mitgemacht hast – nicht lange reden, einfach machen. So wurdest Du uns auch vorgestellt: Der Björn der redet nicht lange, der macht. Stimmt – bleib so.
Jetzt gehst du nach Wolfsburg. Das passt. Ich kann mich erinnern, als Du Dein jetziges Auto ganz neu hattest, da hattest Du Dich über die Ausstattung diebisch gefreut. Und noch diebischer gefreut hast Du Dich darüber, dass Deine Ausstattung besser ist als die des Pfarrers.
Unsere Freundschaft bleibt bestehen. Wir sagen Danke, geh Deinen weiteren Lebensweg mit uns im Herzen, wir behalten Dich im Herzen. Dankeschön, lieber Björn

Nach dem Gottesdienst gab es einen Empfang mit Bratwurst und Getränken. Entsprechend der neuesten Coronabestimmungen saßen die Gäste an zugeteilten Tischen. Es gab kein großes Händeschütteln; Kaplan Schulze wechselte von Tisch zu Tisch, um sich zu verabschieden.
Danke für alles, lieber Björn Schulze.  Alles Gute und Gottes Segen!