Sta­tis­tik 2014 unse­rer Kirchengemeinde

 
Wie in jedem Jahr hat das Pfarrbüro für die Februarausgabe des Wegweisers die Gemeindestatistik des Jahres 2014 mit den unterschiedlichen Spendeneinahmen und Kollekten erstellt. Hier die Zahlen im Einzelnen:

Quelle: Wegweiser, Ausgabe Februar 2015

Quelle: Wegweiser, Ausgabe Februar 2015

Gemeindeentwicklung
Es fällt auf, dass trotz Mitgliederschwund durch Sterbefälle und Kirchenaustritte sich die Zahl der Gemeindemitglieder ein wenig erhöht hat.

Spendenaufkommen
Die Spenden der letzten 10 Jahre lagen im Bereich von 100.000 € – 110.000 €. Im Jahr 2014 sank die Spendensumme auf ca. 73.500 €. Das ist ein massiver Einbruch von fast 30 % gegenüber den Vorjahren.

Spenden für die Eine Welt
10.000 Euro weniger als im Vorjahr sind bei den Kollekten und Sammlungen für kirchliche Hilfswerke und Partnergemeinden zusammengekommen. Nur die Spendensammlung der Sternsinger bleibt konstant bei 10.000 €, während die nächstgrößere Kollekte Adveniat von 9.800 € in 2013 jetzt auf 7.700 € gesunken ist.

Spenden für Gemeinde und Bistum
Diese sind in 2014 um knapp 18.000 € gesunken. Die Verluste bei den Spenden finden sich in allen Bereichen – Einzelspende sowie monatliche Spende für Kirchenerhalt, Baukollekte, Gemeindekollekten und Bistumskollekten.

Quelle: Zahlen veröffentlicht in den Februarausgaben des Wegweisers

Quelle: Zahlen veröffentlicht in den Februarausgaben des Wegweisers

Die Spendenstatistik der letzten 10 Jahre
zeigt ein konstantes Spendenaufkommen von ca. 100.000 € bis zu 110.000 €. Größere Abweichungen gibt es nur in den Jahren 2008 und im vergangenen Jahr 2014.  Gründe dafür sind leicht zu benennen.

19.000 € Spenden mehr für Kirchenerhalt im Jahr 2008
Im Jahr 2007/2008 begann der Dialogprozess des Bistums Hildesheim zu Kirchenschließungen. Es wurde eine Liste von zu schließenden Kirchen veröffentlicht, auf  der auch unsere Garbsener Kirchen Corpus Christi und St. Johannes standen. St. Johannes wurde am 9. März 2007 profaniert.  Gemeindemitglieder nicht nur aus Corpus Christi setzten sich für den Erhalt ihrer Kirche ein. So wurde im Jahr 2008 erstmals für die von der Schließung gefährdete Kirche mit großem Erfolg gesammelt: 19.000 € für Kirchenerhalt, das sind 30 % mehr Spenden für die Pfarrgemeinde als in den Jahren davor und danach.

28.000 € Spenden weniger im Jahr 2014
Der drastische Spendenrückgang von 23 % bei Spenden für die Eine Welt und von 31 % bei Spenden für Pfarrgemeinde und Bistum scheint eine Äußerung von Misstrauen und Unzufriedenheit zu sein. Wer die Situation in unserer Kirchengemeinde kennt, kann sicherlich Gründe dafür zu benennen.

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2 Gedanken zu „Sta­tis­tik 2014 unse­rer Kirchengemeinde

  1. Gregor

    Das sind erschreckende Zahlen, die zu denken geben sollten!
    Ein Einbruch von 28 Tausend Euro ist ein deutliches Signal, das man nicht ignorieren sollte.
    Ein kleiner Kreis Unzufriedener kann nicht verantwortlich sein für eine solche Summe! Die Bereitschaft, die Kirche in der gegenwärtigen Situation finanziell zu unterstützen, nimmt offensichtlich auf breiter Front ab. Immerhin ist die Solidarität mit der Weltkirche noch nicht ganz so erschüttert, auch wenn es mir Leid tut, dass auch Adveniat und Misereor – und bei uns die Caritas – darunter leiden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nur Tebartz-van-Elst und andere bundes- oder weltweite Skandale sind, die dafür verantwortlich sein sollten. Noch nie hat es meines Wissens so einen Einbruch bei uns gegeben!
    Offenbar haben wir es hier mit einer “Abstimmung mit dem Klingelbeutel” zu tun. Ich bin gespannt auf das Ergebnis der nächsten Zählung der Kirchenbesucher…
    Im neuen Wegweiser (Februarausgabe) bekommen die Leser/-innen im Vorwort des Pfarrers ein herzliches Dankeschön für die “gewaltige” Spendensumme gesagt… Wenn es also eine Botschaft hinter dem offensichtlichen Spendenboykott gibt, ist sie offenbar nicht angekommen. Oder?
    G. Branahl

    Antworten
    1. Gerhard Sauerteig

      Sehr geehrter Herr Branahl,

      wir brauchen nicht auf die nächste Kirchenbesucherzählung zu warten.Wenn man, wie ich. mit offenen Augen die Anzahl der Kirchenbesucher wochentags und oder am Wochende beobachtet ist es kein Wunder, dass die Spenden, egal für welchen Zweck, zurückgehen. Somit erklärt sich auch der fast 30%ige Rückgang der Beträge.

      Den Sternsingern einen besonderen Dank, sie haben bei ihren Hausbesuchen nicht nach Konfession gefragt, sondern sich über das Willkommen und die Spenden gefreut.

      Antworten

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