Pragfahrt im Oktober 2018

Bernhard Kaiser berichtet über die Fahrt des JCG nach Prag … 

Die Goldene Stadt im Goldnen Oktober: 52 Garbsener*innen auf  4-tägiger JCG Busreise

 Zweimal Gold für die diesjährige Herbstfahrt des JCG! Nach dem traditionellen Reisesegen durch Gangolf Johnen ging es auf eine entspannte 6 Stundenfahrt –aufgelockert durch das beliebte Picknick (natürlich m.e.W.) und einer Weinprobe mit Abendessen in Leitmeritz in Nordböhmen/Tschechien.

Bei strahlendem Sonnenschein und  20° plus erfuhren die Teilnehmer bei 2 Stadtführungen in den nächsten Tagen  viel Wissenswertes über Tschechien allgemein und  Prag im Besonderen: das Altstädter Rathaus mit seiner Astronomischen Uhr, der alten steinernen, von Heiligenstatuen bekränzten Karlsbrücke aus dem 14. Jahrhundert und das Jüdische Viertel mit seinem ehrwürdigen alten Friedhof und der Alten Synagoge als Zeugnisse eines früheren blühenden Jüdischen Lebens in der Stadt.

Bei einer weiteren Führung am darauf folgenden Tag stand der Hradschin, die Prager Burg im Mittelpunkt. Die gewaltige Burganlage (die größte ihrer Art weltweit!) mit ihren  zahlreichen Prachtbauten ist heute auch  Amtssitz des tschechischen Staatspräsidenten. In unmittelbarer Nähe beeindruckt der Sankt-Veits-Dom, eine gotische Kathedrale aus dem 14. Jahrhundert, die hinsichtlich Größe und Wirkung auf den Besucher dem Kölner Dom kaum nachsteht.

Der Rückweg (zu Fuß!) in die Stadt führte durch das Goldene Gässchen, einer Ansammlung ursprünglich ärmlicher Häuschen, die später u.a. von Goldschmieden (daher der Name) und Künstlern bewohnt waren (darunter auch Franz Kafka) und heute kleine Galerien und Souvenirläden beherbergt. Weiter ging´s über die Karlsbrücke, vorbei am Hl. Nepomuk, quasi dem „Star“ unter den Säulenheiligen der Brücke: klar, dem wichtigsten Brückenheiligen der katholischen Welt streichelt man gern mal die Füße, wer weiß, wozu´s gut ist!

Unweit der des Hradschin befindet sich die Deutsche Botschaft. Etliche der Garbsener ließen es sich nicht nehmen, einen Blick auf den Balkon zu werfen, von dem der damalige Außenminister Genscher Hunderten von DDR-Bürgern ihre Ausreise in den Westen ankündigte. Als dann jemand dazu Originalbilder und –ton vom Smartphon abrief waren alte Emotionen unübersehbar!

Erinnerungen an eine noch dunklere Zeit der neueren deutschen Geschichte kamen auch auf, beim Erreichen von Theresienstadt der Schrecken des ehemaligen KZ´s gedacht wurde.

Bei allem Sightseeing und Kulturgenuss war aber auch noch genug Freizeit eingeplant, um in kleinen Gruppen anderes zu genießen; so bot sich gerade bei dem Goldenen Oktober-Wetter ein wohlverdientes Kaltgetränk in einem der vielen Plätzchen im Freien unwiderstehlich an!

Kulinarisch Genüsse aus der deftigen böhmischen Küche gab es vom Buffet während einer romantischen Moldaufahrt und später im berühmten „U Fleku“, einschließlich süffigen, dunklen Bieres lautstark begleitet von einem  trinkgeldbeflügelten Akkordeonvirituosen!

2 Tage „das volle Programm“, dann ging es auf den Heimweg, stilvoll und passend untermalt von den Klängen von Smetanas  „Moldau“ (soviel Klassik musste sein!).  Die Rückfahrt war angesichts verschiedener „Einlagen“ sehr kurzweilig. Neben einem Mittagessen und einem Besuch des Karl-May-Museum in Radebeul war die Versorgungslage im Bus hervorragend organisiert. Das gilt besonders für das abschließende Picknick bei Magdeburg, das so gutgelaunt  genossen wurde, dass die 4 ½ Stunden Stau auf der Autobahn kaum ins Bewusstsein kamen und damit nicht ins Gewicht fielen!

 Leicht verspätet, aber sicher und voller schöner Erinnerungen erreichte die Reisegruppe Havelse. Wie „Alle Jahre wieder…“ …so geht auch diesmal ein dickes Dankeschön an die Familien Christoph und Haller, die sich erneut als überzeugende und perfekte Organisatoren ausgezeichnet haben!

Und „alle Jahre wieder…“ freut man sich schon auf das nächste Jahr!

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