Gäste bei St. Raphael

 

Eine Gruppe Senioren, die mit ihrem Pfarrer auf der Fahrt nach Potsdam war, hatte sich zum Sonntagsgottesdienst angemeldet.

Gerade saßen noch einige Gemeindemitglieder bei einer Tasse Kaffee mit den Besuchern aus Essen zusammen, als auf dem Kirchplatz ein besonderes Schauspiel zu sehen war.

Das muslimische Ramazan Bayramı (Zuckerfest/Ramadan-Fest)  wurde an diesem Wochenende begangen. Dazu kam eine uniformierte Musikantengruppe aus Stuttgart und begleitete die Garbsener Muslime in ihre Moschee.

Alle trafen sich wie selbstverständlich auf dem Kirchplatz von St. Raphael. Das ist ein Zeichen eines guten Miteinanders, wie es in Garbsen unter allen Religionen gelebt wird.

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Die Gruppe der Muslime machte sich in einer Prozession über die Horst auf den Weg in die Sandstraße, nachdem alle Umstehenden zum Mitkommen und Feiern eingeladen wurden.

Irgendwie erinnerte mich das Ganze etwas an unser Fronleichnamsfest.

Der Glaube wird sichtbar auf den Straßen Garbsens.

Text und Bilder:Elisabeth Patzal

Das Fest der Vereine zeigt Garbsens bunte Vielfalt

IMG_8755An diesem ersten nicht besonders sonnigen Sommertag strahlte Garbsen trotzdem in bunten Farben.
Die Besucher des Festes, das im Rathaus und drum herum stattfand, erlebten Kulinarisches, Musikalisches und Informatives rund um Garbsens Vereine.
Die Freiwillige Feuerwehr demonstrierte ihr Können vor staunendem Publikum. Kinder und Erwachsene boten auf den Bühnen IMG_8756IMG_8759Tänze und Gesänge dar.
Die Engel der katholischen Gemeinde St. Raphael verteilten Süßes und Infos über die vielen sozialen Projekte, die in der Kirche in Garbsen beheimatet sind.
Da ist zum Beispiel das ökumenische „Neuland“
Dort findet man:
Orte der Begegnung
Hilfe zur Selbsthilfe
gemeinschaftsfördernde IMG_8765Aktivitäten
interkulturellen Austausch

Auch „Wellcome“ stellte sich vor. Dort werden junge Familien mit Rat und Tat unterstützt.

Natürlich war auch der Faire Laden zu finden. Dort galt es, das Gewicht der Kaffeebohnen zu erraten, mit denen ein Kreuz gefüllt war.

IMG_8766 IMG_8772Zu entdecken gab es noch einiges mehr und man traf sich an allen Ecken und Enden zum Klönen.

Wen interessiert da noch das Wetter?

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Text und Bilder: Elisabeth Patzal

Kirche tut (mir) gut

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Am 13.06.2015 trafen sich auf Einladung des Pastoralrates Gemeindemitglieder. Unter dem Motto „Kirche tut (mir) gut“ wurde die Gelegenheit wahrgenommen, sich über die Freude am Glauben und an der Gemeinde auszutauschen.

Einige Schwerpunkte haben sich in der großen Runde herauskristallisiert, die anschließend in kleinen Gesprächskreisen intensiv beleuchtet wurden. Die Diskussionsteilnehmer wählten je nach Belieben ihre Interessensgruppe:

  • Kinder / Familien
  • Erwachsener Glaube – Gottesdienst / Liturgie
  • Pastoralrat / Gremienwahl – Mission
  • Firmung / Jugend
  • Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit

In fröhlichem aber ernsthaftem Austausch wurden die Themen besprochen und Stichpunkte gesammelt:

Thema Kinder / Familien:

Bessere und direkte Aufgabenverteilung (Eltern)
Standortgruppen (kl. Gruppen – Erstkommunion)
Personelle und finanzielle Unterstützung vom Bistum für die Kinder- und Jugendarbeit
            Junge un charismatische Menschen
Gruppenleiterkurse sollten von der Gemeinde/Bistum bezahlt werden
Evtl. Juniortrainer (ggf. gegen Bezahlung)
Aufgaben Kirche Kindersingen

Thema Erwachsener Glaube:

Provokation
Außerhalb des Gottesdienstes muß was passieren
Angebote versanden oft – aber immer wieder anbieten
Ziel
Was uns gut tut, müssen wir weiterführen
Anfangen neues zu tun – Selbstüberwindung
Spüren von „Andersheit“

Gottesdienst / Liturgie:

Kommunikation im Gottesdienst
Zwiespalt – störe ich Menschen die was anderes erwarten
Wie schafft man es, für Außenstehende erlebbare Gemeinschaft zu leben

Thema Pastoralrat / Gremienwahl:

Gemeindeleitung hängt an Personen
Brief an die Gemeinde
Kandidatenwerbung (nicht nur Spendenaufruf)

Gebet – Mission:

Reflexion von Vorhandenem
Auffrischung
Einbeziehen von Neuen

PR_IMG_8726Thema Firmung / Jugend:

Erfahrung -> Glauben
Beziehungen schaffen – Vertrauen
Start-Katecheten-Team bilden
Kennenlerngespräche

 

 

Thema Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit:

Nach Außen:

Wir leuchten nicht mehr
Woher kommt unsere Kraft
Wir haben viele Sozialdienste
            Warum machen wir es
            Vieles wo man sich engagieren kann
Religionsuntericht
            Schulen, Werbung für Aktionen
Wir können nur etwas weitergeben, was wir selbst erfahren

Nach Innen:

Im letzten Jahr fehlende Kommunikation Pastoralrat-Gemeinde
Zu wenige gute Nachrichten
Über den aktuellen Stand informieren (auch „es gibt z. Zt. nichts Neues“ ist Information
Pastoralratswahlen – auch wenn noch kein neuer Pfarrer in Sicht ist

Medium Wegweiser:

Wegweiser zu besonderen Anlässen (Weihnachten, Ostern) verteilen
Info von Fakten (z. B. Termine)
Berichte (z. B. Wanderungen)
Kinder- und Jugendseite (Bilchen, Rätsel)
Inhalte aber keine Glaubenserfahrungen
Jeder der frei geschaltet wird kann Beiträge auf der Homepage erstellen
Wer übernimmt es „mal“

PR_IMG_7599Wichtig ist nach wie vor

  • Die Kommunikation innerhalb der Gemeinde zu verbessern, Informationen anzubieten sowie persönliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen
  • Möglichkeiten zu schaffen, den Glauben zu erleben und den Mut zu stärken, davon zu erzählen und
  • diese Erfahrungen in den Sonntagsgottesdienst einfließen zu lassen.

Alle haben einen schönen Vormittag erlebt und gingen froh und zuversichtlich heim.

„Willkommen in Garbsen“

Wie unsere Gemeinde die Flüchtlinge hilfreich mit begleitet

MARSPOINT und NEULAND sind zwei Projekte unserer Kirchengemeinde, die sich seit Jahren vorallem auch für Migranten einsetzen: Hausaufgabenhilfe und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, Anlaufstelle bei Fragen und  Unterstützung, Deutschkurse, Treffpunkte zum Austausch, ein Café zum Klönen für Erwachsene.

Anfang des Jahres lud die Stadt einzelne Bürger/innen und soziale Institutionen ein, um zusammen nach Möglichkeiten zu suchen, den in zunehmender Zahl ankommenden Menschen aus Kriegs- und Notgebieten der Erde ein wertschätzendes und hilfreiches An- und Willkommen in Garbsen zu geben.

Die Stadt erhält eine Woche vor Eintreffen Herkunft und Namen der Familien mit Anzahl und Alter der Kinder, hält Wohnungen für sie bereit, begrüßt sie und bringt sie in ihre Unterkunft.

Das Diakonische Werk und NEULAND übernehmen die Erstaufnahme der Flüchtlinge. Doch die ankommenden Menschen brauchen mehr. Die ersten 20 Ehrenamtlichen haben eine Ausbildung zum Integrationslotsen abgeschlossen, um nach ihren Möglichkeiten die Hilfesuchenden zu unterstützen und zu begleiten.

In unserem caritativen Sozialprojekt NEULAND ist Frau Kathrin Osterwald von unserer Kirchengemeinde angestellt. Ihre Stundenzahl konnte durch die Finanzierung der Stadt erhöht werden: Sie ist ab dem 1.5. die Koordinatorin der Integrationslotsen. Sie hat bereits die ersten Integrationslotsen in Familien vermittelt, die nun z.B. bei der Schulanmeldung der Kinder oder Behördengängen unterstützen, Deutschkurse möglich machen und Hilfen bei Alltagsfragen geben

Freiwillige, die bereit sind, sich für die Flüchtlinge zu engagieren, aber keine Ausbildung machen möchten, bilden einen Unterstützerkreis.

Die evangelische Kirche hat Pastor Grahe in Altgarbsen einen Teil seiner Arbeitszeit für diese caritative Aufgabe freigestellt. Er sammelt die Unterstützer in einer „Talente-Übersicht“. Wenn dann konkrete Hilfe gebraucht wird, kann er jemanden dafür ansprechen: mit Kindern lesen üben oder spielen, bei Begegnungstreffen (Café der Begegnungen) mithelfen, Deutschkurs für kleine Gruppen anbieten, beim Übersetzen helfen, beim Einkaufen…….

Außerdem leitet er den Kreis „Willkommen in Garbsen“, in dem Hauptamtliche der Stadt, der Kirchen und andere sozialer Einrichtungen im Austausch vernetzt sind, und er informiert im Internet unter:

www.herzlich-will.com

Wenn Sie mithelfen wollen…

sprechen Sie bitte Frau Osterwald bei NEULAND an. Jeden Freitag ist sie von 9:00-12:00 immer im Nachbarschaftsladen anzutreffen.

Wenn Sie zum Unterstützerkreis gehören wollen…

nehmen Sie bitte mit Pastor Grahe oder Bärbel Smarsli Kontakt auf.

Wenn Sie ein neues Gemeinde-Projekt mittragen wollen…

sprechen Sie bitte mit Frau Bärbel Smarsli.

Wenn Sie möchten, dass die „Willkommenskultur“ wächst….

seien Sie bitte wachsam, wenn Sie Ablehnung gegenüber Fremden erleben, und wenn Sie in sich Unbehagen gegenüber Migranten spüren, versetzen Sie sich einen Moment in sie hinein… und denken Sie an das Wort Jesu: „Ich war fremd, und ihr habt mich (nicht) aufgenommen“, als einen Satz, an dem sich in Gottes Augen der Himmel (auf Erden) entscheidet – und damit auch ein bereicherndes Miteinander aller Menschen in unserer Kirchengemeinde und in unserer Stadt.

Text: Bärbel Smarsli und Kathrin Osterwald

Bolivien – Das war mal eine ganz andere Art von Urlaub!

KinderT-ShirtsWir wollten unsere Verwandtschaft in La Paz besuchen und Bolivien kennenlernen.

Als wir mit Bärbel darüber gesprochen haben, stellte sich heraus, dass zur gleichen Zeit die Schule „Colegio Barbara Micarelli del Nino Jesus“ in Cotoca ihr 15jähriges Jubiläum feiert – Bärbel Smarsli, Thomas Müller und Pater Ludger Wolfert wollten das Jubiläum mitfeiern. „Da fahren wir auch hin“ haben wir uns gedacht und Cotoca in unseren Reiseplan mit aufgenommen.

Die ersten drei Tage unserer dreiwöchige Bolivienrundreise haben wir also in Cotoca verbracht. Das war sehr beeindruckend – kannten wir die Schule bisher doch nur von Berichten, Fotos usw. Jetzt konnten wir sie live erleben: Die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer, die Schwestern -alle waren sehr nett zu uns und wir fühlten uns von Anfang an willkommen. Toll, was diese Schule alles leistet, wie viele Ideen noch in allen Köpfen stecken und sicher auch viele davon noch verwirklicht werden können – z. B. die Erweiterung der Sportanlage und der Ausbau von Fachräumen.

Wir sind mitten in die Vorbereitungen für die große Jubiläumsfeier gekommen und durften erleben, wie emsig alle daran gearbeitet haben. Die Ergebnisse dieser Projektwoche konnten wir begutachten: die Tanzdarbietungen, die Informationen über Land und Leute in Bolivien ……Die Aufregung war allen deutlich anzumerken.

Immer wieder sind wir überrascht worden – sowohl mit Eindrücken, als auch mit kleinen Geschenken, die wir von den Kindern bekommen haben.

Wir konnten uns überzeugen, dass die Spenden in Cotoca wirklich gut ankommen und auch Früchte tragen.

Vielen Dank an Bärbel Smarsli, Thomas Müller und Pater Ludger Wolfert, dass wir euch ein paar Tage in Cotoca begleiten durften. Es waren bunt gefüllte Tage, die wir so schnell nicht vergessen werden.

…und wenn Sie jetzt vier kleine Jungen in Shirts der Schule durch Garbsen laufen sehen, die Kinder haben wir nicht mitgebracht, nur die T-Shirts für die Kinder – und sie tragen sie gerne!

Text und Bild: Birgit und Michael Weisser