Erstkommunion-Nachmittag mit Ministranten

Foto/Text: Franziska Vandl

 

Am 05.02.17 haben sich die Erstkommunionkinder mit den Ministrantenleitern im Pfarrheim von St. Raphael getroffen. 

Bei einem Stationsspiel konnten unterschiedliche Aufgaben und Utensilien der Ministranten kennengelernt werden. Zum Abschluss ging es gemeinsam in Talar und Rochett in die Kirche. Alle Erstkommunionkinder sind herzlich eingeladen nach der Erstkommunion zu den Treffen der Ministranten zu kommen – wir freuen uns auf euch : D 

Wenn Ihr/Sie mehr über uns Ministranten erfahren wollt klickt hier -> Ministranten-Seite

Fastenzeit

Am Aschermittwoch beginnen wir die heiligen vierzig Tage der österlichen Bußzeit. Sie dienen der Vorbereitung auf die Feier des Leidens, des Sterbens, des Todes und der Auferstehung des Herrn an Ostern.
40 Tage fasteten Mose auf dem Berg Sinai und der Prophet Elija auf dem Weg zum Horeb und schließlich Jesus nach seiner Taufe. In der Alten Kirche bereiteten sich in dieser Zeit die Katechumenen intensiv auf ihre Taufe in der Osternacht vor, während die bereits Getauften sich ihrer eigenen Taufwürde neu bewusst wurden und sie im Hören von Gottes Wort und im Gebet vertieften. Menschen, die durch eine schwere Sünde ihre Gemeinschaft mit Gott und ihren Brüdern und Schwestern verletzt hatten, bereiteten sich durch strenges Fasten auf die Versöhnung vor.

Das Auflegen der Asche zu Beginn der österlichen Bußzeit geht auf die Aufnahme der Sünder in den Stand der Büßer zurück. In Gallien wurden sie in Anlehnung an die Vertreibung der Stammeltern aus dem Paradies aus der Kirche getrieben, mussten ein Bußgewand anlegen und wurden mit Asche bestreut. Während diese öffentliche Buße vor der Jahrtausendwende aufgegeben wurde, blieb der Ascheritus für alle Gläubigen bis heute erhalten. Mit ihm beginnen sie die Fastenzeit als eine Zeit nicht nur leiblichen Fastens, sondern auch der geistlichen Umkehr, der erneuernden Hinwendung zu Gott. So wird die österliche Bußzeit zu den „großen Jahresexerzitien des Volkes Gottes“ (Balthasar Fischer).

Beten, fasten, geben Für die Fastenzeit werden den Christen diese drei Dinge mit auf den Weg gegeben. Beten und fasten sind stark nach innen gewandt. Der Fastende soll den Dialog mit Gott suchen, um das wirklich Wichtige in den Blick zu nehmen. Befreit vom Ballast des angenehmen Lebens soll sich der Mensch selbst und sein Leben in den Blick nehmen. Die Fastenzeit gilt als Zeit der inneren Umkehr, in der man nicht immer nur an sich denkt, sondern Verzicht übt zugunsten anderer.  So sollen sich die Gläubigen vor allem in dieser Zeit besonders gegen Not und Ungerechtigkeit einsetzen.

Der Theologe Ulrich Lücke empfiehlt den Christen unserer Zeit drei „Trainingseinheiten”:
Spiritualität: Finde Trost, Ermutigung und Hoffnung bei Gott und definiere dein Ziel neu
Authentizität: Sei du selbst, denn so sieht dich Gott
Solidarität: Spare Zeit, Geld und Zuwendung und investiere sie für andere

 

Februar-Wanderung der Wandergruppe

Wanderführer Peter Langer berichtet von der Wanderung am 8. Februar:

Unsere Wanderung startete um 9:30 von St. Raphael zur Ev. Kirche Altgarbsen. Nachdem uns der dortige Küster Herr Schneider die  Kirche geöffnet und die Kerzen auf dem Altar entzündet hat, begannen wir mit einem Lied unsere Andacht. Danach wurde ausführlich auf die Entstehung der Kirche und dem jetzt  guten Zustand der Kirche und des Kirchplatzes und der besonders wertvollen Orgel hingewiesen.

Anschließend wanderten wir durch Altgarbsen und der Masch bis unter die Kanalbrücke, wo wir eine kleine Pause einlegten, um unserem Wanderfreund Karl Rieger ein nachträgliches Geburtstagsständchen als Kanon zu singen. Ein Kräuterlikör verlieh dann allen Wanderfreunden/Freundinnen Wärme und Lust zum Weiterwandern. Die Wanderstrecke führte linksseitig des Mittellandkanals in Richtung Lohnde und weiter nach Seelze in die „Bürgerstuben”, wo bereits ein reichhaltiges Bufett auf uns wartete. 

Nach dem Essen wurde auf folgende Punkte hingewiesen und um rege Beteiligung und Mithilfe gebeten:

  • Die Wandergruppe übernimmt am Sonntag, 17. September,  die Organisation und Gestaltung des Gemeindetreffs nach dem Familiengottesdienst im Pfarrheim St. Raphael, wozu fleißige Helfer benötigt werden.
  • Kirchweihfest unserer Start-Kirche St. Raphael ist am 9. September.
  • Für die Planung „50 Jahre St. Raphael ” gibt es ein Treffen am Donnerstag, 16. Februar im
    Pfarrheim von St. Raphael. Helfer für die Gestaltung des Jubiläums werden noch gesucht.
  • Die Wandergruppe sammelt wieder wie alljährlich eine Fastenopferspende bei den Wanderungen im März und April.
  • Frau Cordes stellte die Idee  vor, Flüchtlinge in die Wandergruppe einzuladen und bei den Wanderungen mit einzubinden. Als erster Termin wurde die April-Wanderung vorgeschlagen.

Anschließend führte der Weg zurück nach St. Raphael. Wir waren in einer leicht schneebedeckten  Landschaft unterwegs. Trotz des kühlen Wetters hatten 23 Wanderfreunde und Wanderfreundinnen viel Spaß unterwegs.

Lea berichtet aus Bolivien

Das Bistum Hildesheim sendet jedes Jahr junge Menschen nach Bolivien. Lea Pohl aus Garbsen-Mitte ist eine der 11 Jugendlichen, die im Juli 2016 nach Bolivien reisten. Lea arbeitet nun für 11 Monate in der Partnerschule unserer Gemeinde in Cotoca im Tiefland von Bolivien. Jetzt sind in Bolivien Sommerferien und Lea erkundet das Land.

Leas Reisebericht an unsere Gemeinde können Sie durch Anklicken lesen:

Liebe Gemeinde,

„Vielfalt“ ist einer der Begriffe, der meiner Meinung nach am besten auf Bolivien passt.

siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Bolivien

Um Ihnen die Umgebung näherzubringen, in der sich die Schüler und Lehrer unserer Partnerschule in Cotoca, und damit im Moment auch ich uns bewegen, möchte ich heute ein grobes Bild dieses faszinierenden Landes zeichnen:

Mit über 1 Mio. km² ist Bolivien dreimal größer als Deutschland. Politisch gesehen besteht es aus 9 Departamentos, topografisch unterscheidet man einfach gesagt zwischen Hoch- und Tiefland, da sich Ausläufer der Anden im Land befinden. Dort liegen nicht nur bekannte Touristenziele wie der Titicacasee und der Salar de Uyuni, sondern auch Städte wie La Paz und Potosí.

So mancher Reisender muss erst einmal nach Luft schnappen, wenn er in La Paz auf 4000m Höhe aus dem Flugzeug steigt, weil die Luft so dünn ist, aber auch, weil sich ein atemberaubender Blick bietet: Am Fuße schneebedeckter 6000 Meter hoher Berge breitet sich ein Meer roter Backsteinhäuser aus, darüber spannt sich ein klarer blauer Himmel. Wenn tagsüber die Sonne scheint, kommt man ganz schön ins Schwitzen, aber nachts ist es bitterkalt. La Paz ist der Regierungssitz des Landes, wenn auch nicht die Hauptstadt. Dort befinden sich alle wichtigen Regierungsgebäude und auch die deutsche Botschaft.

In Potosí erinnert alles an den längst vergangenen Reichtum, der durch den Abbau von Silber entstand. Das Stadtbild wird vom „Cerro Rico“ geprägt, eben jenem Berg, der seit dem 16. Jahrhundert von Minen ausgehöhlt wurde, aber vornehmlich den Spaniern als Geldquelle diente und nicht den Einheimischen, die sich unter Einsatz ihres Lebens in den Berg wagten.

 

Von Potosí aus gelangt man nach einer dreistündigen Fahrt in einem klapprigen Bus nach Uyuni, von wo aus täglich zig Jeeps Touristengruppen in die Salzwüste bringen. Bolivianer halten sich davon lieber fern: „Diese verrückten Touristen! Ist doch viel zu kalt da oben!“ Meilenweit nur Salz, das Sechsecke auf dem Boden formt, ganz in der Nähe farbige Lagunen, in denen sogar Flamingos leben, auch Geysire gibt es. Wunderschöne, unberührte Natur findet man dort oben, auf 5000m Höhe.

 

Etwas tiefergelegen sind Sucre, Boliviens offizielle Hauptstadt, und Cochabamba, Boliviens Hauptstadt des Essens.

In Sucre hat 1825 Simon Bolivar, Freiheitskämpfer und späterer Namensgeber des Landes, nach 16 Jahren Krieg die Freiheit und Unabhängigkeit Boliviens von den spanischen Besatzern ausgerufen. Trotzdem besteht das ganze Zentrum noch aus alten weißen Kolonialbauten, weshalb die Stadt UNESCO-Weltkulturerbe ist und inoffiziell „La ciudad blanca“ (Die weiße Stadt) genannt wird.

Kommt man nach Cochabamba, fällt einem zuerst die riesige weiße Christusstatur auf, die auf einem Berg thront und über die Stadt zu wachen scheint. Mit 40 Meter Höhe ist sie sogar 2m größer als der Christo in Rio de Janeiro. Vielleicht ein wenig größenwahnsinnig, die Cochabambinos, wie man auch am Essen sieht: Hier werden nicht drei, sondern fünf Mahlzeiten am Tag aufgetischt. Da gibt es meist eine riesige Portion Reis, am liebsten noch mit Kartoffeln, Mais und einem großen Stück Fleisch. Besonders gut ist das Obst: Orangen, Bananen, Erdbeeren, Ananas, Melonen, Äpfel, Birnen und noch viel mehr bieten die Marktfrauen an.

Aber nicht nur köstliches Essen, auch schmackhaften Wein gibt es in Bolivien. Im Süden, nahe der argentinischen Grenze liegt Tarija, das aufgrund seines milden Klimas hervorragend für die Weinproduktion geeignet ist. Ein kleiner Witz am Rande: Eine der größten und bekanntesten Marken aus Tarija ist „Kohlberg“. Na, erraten? Richtig, gegründet von Deutschen…

Im Tiefland, angekommen auf gerade einmal 300m, liegt Santa Cruz de la Sierra. 3 Mio. Einwohner haben Stadt und unmittelbare Region gemeinsam, was die Folge eines aktuell unglaublichen Wirtschaftswachstums ist, das auf die reichen Bodenschätze, Erdgas und Erdöl, aber auch auf Landwirtschaft und Viehzucht zurückzuführen ist. Ansonsten sind das Klima und die Natur bemerkenswert: Fast das ganze Jahr über herrscht eine schwüle Hitze, die Temperaturen sinken selten unter 30°C, im Dezember und Januar kann man von sintflutartigen Regefällen und Gewittern überrascht werden. Die Flora reicht von trockenen, wüstenartigen Gebieten bis zu dichten Urwäldern. 40 Minuten östlich von Santa Cruz liegt übrigens Cotoca!

Erst 2006 hat der damalige und aktuelle Präsident Evo Morales den offiziellen Namen des Landes in „Plurinationaler Staat Bolivien“ geändert. Warum das Ganze? Weil die Bevölkerung, übrigens insgesamt 10 Mio. Menschen, aus sage und schreibe 36 Volksgruppen besteht, die alle auch noch eine eigene Sprache, neben Spanisch als Landessprache, haben. Die größten Gruppen sind die Aymara und Quechua, die im Hochland um La Paz leben, und die Guarani im Tiefland Boliviens bei Santa Cruz.

Ich denke, Sie können nun verstehen, warum ich Bolivien als vielfältiges Land bezeichne.
36 verschiedene Volksgruppen mit ihren Traditionen, eine Landschaft, die von 6000m hohen Bergen bis zu Wüste und Urwald reicht, ein Klima, das sowohl Schnee, als auch brütende Hitze umfasst. Millionenstädte stehen menschenleeren Landstrichen gegenüber, uralte Überreste der Vor-Inkazeit, von denen ich noch nicht einmal berichtet habe, bestehen neben modernsten Hochhäusern.

Ich bin sehr dankbar, ein Jahr dieses Land und seine Menschen entdecken zu dürfen!
Mit freundlichen Grüßen,
Lea

Jahresstatistik 2016 unserer Kirchengemeinde

Wie in den Vorjahren hat das Pfarrbüro für die Februarausgabe des Wegweisers die Gemeindestatistik des Jahres 2016 mit den unterschiedlichen Spendeneinahmen und Kollekten erstellt.

Hier die Zahlen im Einzelnen:

Quelle: Wegweiser Februar 2017

Spenden für die “Eine Welt”
Das Spendenaufkommen für die kirchlichen Hilfswerke, für Flüchtlinge und Asylanten und die Partnerschaften mit Bolivien und Indien ist mit über 55.000 €  das im Jahresvergleich der letzten 10 Jahre bisher höchste Ergebnis.

Spenden für Gemeinde und Bistum
Diese sind gegenüber dem Jahr 2015 um 5.000 € gesunken. Auch gegenüber den anderen Jahren zeigt sich ein leichter Rückgang dieser Spendenart. Erstmalig liegt die Spendensumme für eigene Gemeinde+Bistum niedriger als die Summe der Spenden für die “Eine Welt”.

Insgesamt ist im Vergleich der Jahre das gesamte Spendenaufkommen am Höchsten.
(Nur im Jahr 2008 wurde wegen drohender Kirchenschließungen mehr gespendet.)

Quelle: im Wegweiser veröffentlichte Statistikdaten

Januarwanderung der Wandergruppe in St. Raphael

In diesem Monat war die Wandergruppe von Hagenburg zum Steinhuder Meer unterwegs.

Am 11. Januar hat sich die Wandergruppe zunächst vor der Krippe zu einer kurzen Andacht zusammengefunden und ist dann nach Hagenburg gestartet. Dort ging es vom Findlingsgarten aus über die Fürstenroute entlang den für diese Region  typischen Entwässerungsgräben nach Steinhude. Dort wurde eine Skulptur von Breuste betrachtet: ein hoch aufragendes Entlüftungsrohr aus einem Salzbergwerk zwischen dessen Luftaustrittsöffnungen ein dicker, schwerer Stein lastete. Sicher nicht nur für uns Christen eine Erinnerung und gleichzeitig eine Mahnung zum verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung. Während einer kurzen Rast in Steinhude öffnete der Himmel seine Schleusen. Gegen den Sturm ankämpfend ging es am Meer und parallel zum Hagenburger Kanal  zurück nach Hagenburg. Nach 8 km wurde der Ausgangspunkt trotz der widrigen Wetterverhältnisse in guter Stimmung wieder erreicht. Das Durchhaltevermögen wurde mit einem leckeren Fischessen –was man sich am Steinhuder Meer nicht entgehen lassen sollte- belohnt.
© Bilder: Dr. Dietmar Wierse | Text: Uschi Cordes