Gebet der Pfingstnovene 2015

Die 23. Renovabis-Pfingstaktion eröffnete an diesem Sonntag, den 3. Mai mit einem Gottesdienst im Regensburger Dom. „An die Ränder gehen“, ein Motto das vor allem Papst Franziskus groß gemacht hat, ist auch bei der diesjährigen Pfingstaktion des Osteuropa-Hilfswerk im Mittelpunkt. Mit der Aktion will Renovabis Angehörige von Minderheiten, Flüchtlinge und Asylwerber, Opfer des Menschenhandels, Menschen mit Behinderungen oder psychisch Kranke in den Blick nehmen. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer warnt in der Kirche selbst vor Heuchelei oder gekünstelter Armut. Die Kirche der Armut, die Papst Franziskus anstrebt, sei nicht einfach nur zu imitieren. Es gehe vielmehr darum verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen und solidarisch zu sein, ohne dabei überheblich zu sein. Die Pfingstaktion soll die Menschen für die Nöte in Osteuropa sensibilisieren und wird am Pfingstsonntag mit der bundesweiten Kollekte abgeschlossen.

„Schwerpunkte werden Armut und Menschenhandel in Albanien, die soziale Situation und die Arbeit der Kirchen in der Ukraine und ein Info- und Erlebnistag in unmittelbarer Nachbarschaft, nämlich Tschechien, sein. Die Pfingstaktion wird durch ein breites Programm vorgestellt.“

Renovabis als Tor zum Osten

Für die deutschen Katholiken war nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sehr schnell klar, dass sie etwas für die Menschen im Osten Europas tun wollten, die unter der Herrschaft des Kommunismus gelitten hatten. So entstand 1993 Renovabis. Die Solidaritätsaktion hat seither in 29 Staaten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa mehr als 20.000 Projekte mit über 630 Millionen Euro unterstützt. Dank großzügiger Spender, aber auch dank Zuwendungen durch den Staat. Dieser habe mittlerweile festgestellt, dass das Geld besser seinem Nutzen zugeführt werde, wenn es die Kirche an ihre Partner verteile.

Wie in den letzten Jahren beten Garbsens Katholiken in den neun Tagen vor Pfingsten in der Kirche St. Maria Regina die Pfingstnovene von Renovabis. Im Mittelpunkt der Gebete steht der Aufruf von Papst Franziskus an die Kirche und ihre Gläubigen, eine Kirche des Aufbruchs zu werden:

  • die Türen weit auf zum machen
  • die Enge der eigenen Beschränkung zu verlassen
  • an die Ränder zugehen
  • den Blick auf die Grenzen der menschlichen Existenz zu haben
  • Nöte der Menschen zu sehen und zu mildern

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