Ein Leserbrief zur Ökumene in Garbsen

Heute erhielten wir eine Email von einem Leser unserer Website, der sich um den Auftritt der Katholischen Kirche in Garbsen in der Öffentlichkeit und in der Ökumene Sorgen macht. Der Leser schreibt:

Am Volkstrauertag hat bei der Gedenkfeier im Rathaus Pater Jojo, Priester in der Gemeinde St. Raphael, deutlich gemacht, dass Trauer und Gedenken alle Menschen zusammenführt. Danke für diesen guten Vortrag!

Aber es wäre sehr wichtig gewesen, dass auch der Pfarrer und Leiter der katholischen Kirchengemeinde bei einem der verschiedenen Trauer- und Gedenkfeiern in Garbsen anwesend gewesen wäre.

Gestern am Buß- und Bettag fand in der Rathaushalle ein sehr gut besuchter Gottesdienst statt. Bisher war dieser Gottesdienst eine ökumenische Veranstaltung. Gestern wartete man vergeblich auf einen Vertreter der Katholischen Kirche. Schließlich sagte dann Pastor Dogge: “Ich bin dann mal katholisch und übernehme den katholischen Part”.

Ich finde es bedenklich, dass die Pfarrgemeinde St. Raphael dort fern geblieben ist. Die ökumenische Zusammenarbeit und das aktive Mitwirken in der Öffentlichkeit bei Veranstaltungen unserer Stadt ist ein hohes Gut, das man nicht gefährden sollte.

 

 

 

2 thoughts on “Ein Leserbrief zur Ökumene in Garbsen

  1. Elisabeth Patzal

    Die Ökumene in Garbsen war wirklich ein starkes Hoffnungszeichen.
    Ich bin auch sehr froh darüber, dass Pater Jojo dabei ist.
    Allerdings mache ich mir auch so meine Gedanken darüber, wie so eine große Aufgabe der Kirche(n) einem Pfarrer scheinbar nicht wichtig genug ist……
    Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf und glaube, dass ganz oben Einer ist, für den es schon immer nur die Eine Kirche gegeben hat.
    Wir müssen nur noch den richtigen Weg dorthin finden – wenn es sein muss auch ohne Gemeindeleitung.

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  2. Gregor

    Lieber Lesebriefschreiber. Ja, es ist schade, dass die katholische Kirchengemeinde nicht durch ihren Leiter beim Buß- und Bettag vertreten war. Aber ich bin froh, dass Pater Jojo uns Katholiken am Volkstrauertag repräsentiert hat. Er hat sich gut auf diese Aufgabe vorbereitet und nicht nur die katholische Pfarrgemeinde Garbsen, sondern die Weltkirche präsentiert. Gut, dass wir ihn haben!!! Ansonsten denke ich, dass die Ökumene tatsächlich ein hohes Gut ist, das vor allem von den engagierten Gemeindemitgliedern und den Christen aller Konfessionen getragen wird, die oftmals schon weiter sind als die Amtsträger. Weil sie ihren Glauben über konfessionelle Grenzen im Alltag leben, gerade auch in den sog. “konfessionsverschiedenen” Familien oder in den unterschiedlichsten Formen eines Engagements für das Gemeinwohl. Wer das auf Leitungsebene nicht wahrnimmt, macht sich überflüssig. Ich möchte empfehlen, nicht nach oben zu schauen. Viele Grüße, und vielleicht begnegnen wir uns ja mal bei der nächsten Ökumenischen Aktion (z.B. vom Ökumenischen Forum am 26. November).

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