Archiv der Kategorie: Nachricht

Kirchen und Fairer Handel

oek-forum-blauZum 19. September, 19.00, lädt das Ökumenische Forum Garbsen / Marienwerder ins Rathaus Garbsen ein. Ziele der Veranstaltung sind, den Prozess der Stadt Garbsen um die Verleihung des Siegels „Faire Stadt“ kirchlicherseits zu flankieren und gemeindliche Aktivitäten und Kontakte vorzustellen.

Mit Basisinformationen wird Herr Harald Bremer vom Kirchlichen Entwicklungsdienst Hannover eröffnen. Seitens der Stadt Garbsen wird der Prozess beschrieben: Was bewog den Rat, sich um das Fair Stadt – Siegel zu bewerben? Das Agenda 21 – Büro der Landeshauptstadt Hannover ist um einen zusätzlichen Beitrag gebeten worden.

Vertreter und Vertreterinnen von Gemeinden und Partnerschaften berichten von ihren Erfahrungen mit dem Verkauf fair produzierter und gehandelter Artikel.

Ziel der anschließenden Diskussion ist, weitere Ideen zum Fairen Handel in Garbsen zu sammeln und nach Möglichkeit Schritte zu ihrer Verwirklichung zu entwerfen.

Gerd Brockhaus, 14.8.2013

Weltjugendtag – Meine Reise nach Brasilien

Am 11. August habe ich nach der Hl. Messe in St. Maria Regina schon von meiner Reise mit Fotos und Videos berichtet. Um Brasilien auch mit den Sinnen ein wenig erleben zu können, gab es sehr leckeren alkoholfreien Caipirinha!
Um auch denjenigen, die nicht dabei sein konnten, ein wenig von meiner Reise zu zeigen, habe hier noch ein paar meiner vielen Fotos reingestellt. Bilder sagen mehr als tausend Worte, und deshalb will ich auch nicht viel schreiben, aber ein paar Informationen gibt es dennoch:

imagesCAUY5M93Unsere Reisegruppe aus dem Bistum Hildesheim hat insgesamt zwei Wochen in Brasilien verbraucht. Die erste Woche waren wir im Nordosten des Landes, im Bundesstaat Bahia, in der Stadt Juazeiro. Dort haben wir das Projekt IRPA (auf deutsch: Regionales Institut für angepasste Kleinbauernlandwirtschaft und Tierhaltung) besucht. Da der Nordosten sehr trocken ist und die Menschen sehr arm sind, unterstützt dieses Projekt die Menschen mit dem Bau von Pumpen, Regenwasserzisternen, Brunnen etc. Sehr wichtig sind besonders Schulungen für Kleinbauern, wo sie lernen, wie sie in der Halbwüste am besten Landwirtschaft und Tierhaltung betreiben. In dieser Woche wurden wir sehr liebevoll betreut von Maria, einer Deutschen, die seit 18 Jahren Vorort in diesem Projekt arbeitet.

Die zweite Woche haben wir dann beim Weltjugendtag in Rio verbracht.
Ein unbeschreiblichesLogo WJT Erlebnis, so viele Menschen aus so vielen verschiedenen Teilen der Erde. Ca. 3 Mio. Jugendliche aus 175 Ländern (es gibt insgesamt nur 193 Länder) haben teilgenommen! Es herrschte eine sehr freudige und geschwisterliche Atmosphäre, was sich einfach nicht in Worten ausdrücken lässt, wenn überhaupt – in Bildern.

Bildergalerie anschauen

 

Siehe auch die­ses Video mit den Best-Of Welt­ju­gend­tag 2013

Brand zerstört Willehadi-Kirche

 

willehadikirche-garbsen

 

brandwillehadiGestern wurde
die Willehadikirche,
die evangelische Nachbarkirche von St. Raphael,
durch einen Brand bis auf die Grundmauern zerstört.
Es war Brandstiftung.

Wir sehen die Bilder der Zerstörung. In der Ruine hängt noch die Christusskulptur.

Oh mein Gott, denken wir. Wir sind sprachlos, traurig, empört, wütend.
Es trifft uns Christen im Herzen.

Und im Stadtteil geht die Angst um.
“Heute ist es ein Haus, das wieder aufgebaut werden kann, morgen sind wir es, die bedroht sind!”, so sagen die Menschen.

 “Die Mauer des Schweigens soll durchbrochen werden!”, sagt der Bürgermeister von Garbsen.
Die Stadt Garbsen hat 6.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Brandstifter ausgesetzt. Nach Presseinformationen am 1. August hat die Gebäudeversicherung der evangelischen Landeskirche den Betrag auf 15.000 Euro aufgestockt.
Außerdem will die Stadt vier neue Sozialarbeiter einstellen. Gut so!

Ein Lichtblick für die Willehadigemeinde
Die ersten Gutachter haben die abgebrannte Kirche untersucht. Ihr vorläufiges Fazit: Große Teile der Kirche können voraussichtlich erhalten bleiben. So hat der Gemeindevorstand am Donnerstag den Wiederaufbau beschlossen.

Abschieds- und Trauergottesdienst mit bunten Bändern
600 Christen nahmen in der Kirche St. Raphael mit Landessuperintendentin Frau Dr. Ingrid Spieckermann Abschied von der zerstörten Kirche. Es wurden bunte Bänder verteilt und nach dem Gottesdienst an den Bauzaun geknüpft. Gemeindevertreter dankten für  die vielen Hilfsangebote von allen Seiten und informierten darüber, welche Schritte zum zügigen Wiederaufbau der Kirche gegangen werden.  Sehen Sie hier Bericht und Bilder (HAZ) von der Gottesdienstfeier

willehadi-christus-nach-dem-brand
Mut mache das Zusammenstehen vieler Menschen in Garbsen und die Hilfe von allen Seiten. Nicht Gewalt habe das letzte Wort. So ist nach den Worten von Superintendentin Dr. Spieckermann und Pastorin Muckelberg die zwei Tage anhaltende Fassungslosigkeit und Sprachlosigkeit überwunden.

Holz auf Jesu Schulter,
von der Welt verflucht,
ward zum Baum des Lebens
und bringt gute Frucht.
Kyrieleison,
sieh, wohin wir gehen.
Ruf uns aus den Toten,
lass uns auferstehn.
Melodie und Gesang wiedergeben
(Ev. Gesangbuch Nr. 97 | Neues Gotteslob Nr. 291)

 Die vom Brand angeschwärzte aber sonst unbeschädigte Christusskulptur mit dem
verkohlten Holzbalken auf der Schulter wird zur Symbolfigur für den Wiederaufbau.
(1.+3.Bild der Website von Willehadi entnommen)
  

Papst beim Weltjugendtag in Rio

papstinrio

Während des Weltjugendtages hat Papst Franziskus in einer Ansprache den Bischöfen Brasiliens das Bild von Emmaus als Schlüssel zum Verständnis von Gegenwart und Zukunft der Kirche vor Augen gehalten. Hier die Rede in Auszügen.

Vor allem darf man nicht der Angst nachgeben, von der der selige John Henry Newman sprach: „Die christliche Welt wird schrittweise unfruchtbar und erschöpft sich wie ein gründlich ausgelaugter Boden, der zu Sand wird.”

Man darf sich nicht der Ernüchterung, der Entmutigung, dem Gejammer überlassen. Wir haben viel gearbeitet, und manchmal, wenn wir auf die schauen, die uns verlassen oder die uns nicht mehr für glaubwürdig, für relevant halten, scheint es uns, als seien wir Verlierer, wie jemand, der die Bilanz einer bereits verlorenen Zeit ziehen muss.
Lesen wir in diesem Licht noch einmal die Geschichte von Emmaus (vgl. Lk 24,13-35). Die beiden Jünger laufen aus Jerusalem fort. Sie distanzieren sich von der „Nacktheit” Gottes. Sie sind schockiert über das Scheitern des Messias, auf den sie gehofft hatten und der nun, auch nachdem drei Tage vergangen sind, hoffnungslos besiegt, gedemütigt scheint (V. 17-21) – das schwierige Geheimnis der Leute, die die Kirche verlassen; der Menschen, die sich von anderen Angeboten haben täuschen lassen und dann meinen, die Kirche – ihr Jerusalem – habe mittlerweile nichts Bedeutendes, nichts Wichtiges mehr zu bieten. Und dann ziehen sie allein des Wegs, mit ihrer Enttäuschung. Vielleicht ist die Kirche zu schwach erschienen, vielleicht zu fern von ihren Bedürfnissen, vielleicht zu arm, um auf ihre Beunruhigungen zu antworten, vielleicht zu kalt ihnen gegenüber, vielleicht zu selbstbezogen, vielleicht eine Gefangene ihrer eigenen steifen Ausdrucksweisen, vielleicht scheint es, als habe die Welt die Kirche zu einem Überbleibsel aus der Vergangenheit gemacht, unzureichend für die neuen Fragen; vielleicht hatte die Kirche Antworten für die Kindheit des Menschen, nicht aber für sein Erwachsenenalter.

Tatsache ist, dass es heute viele gibt, die wie die Emmaus-Jünger sind; nicht allein die, welche Antworten in den neuen und verbreiteten religiösen Gruppierungen suchen, sondern auch die, welche bereits gottlos scheinen, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.

Was ist zu tun angesichts dieser Situation?

Es braucht eine Kirche, die keine Angst hat hinauszugehen, in die Nacht dieser Menschen hinein.
Es braucht eine Kirche, die fähig ist, ihre Wege zu kreuzen.
Es braucht eine Kirche
, die sich in ihr Gespräch einzuschalten vermag.
Es braucht eine Kirche, die mit jenen Jüngern zu dialogisieren versteht, die aus Jerusalem fortlaufen und ziellos allein mit ihrer Ernüchterung umherziehen, mit der Enttäuschung über ein Christentum, das mittlerweile als steriler, unfruchtbarer Boden angesehen wird, der unfähig ist, Sinn zu zeugen.

Die unnachsichtige Globalisierung und die häufig wilde Verstädterung haben viel versprochen. Viele sind verliebt in die Chancen der Globalisierung, und es liegt in ihr etwas wirklich Positives. Doch vielen entgeht die dunkle Seite: der Verlust des Lebenssinns, die persönliche Desintegration, der Verlust der Erfahrung der Zugehörigkeit zu irgendeinem „Nest”, die unterschwellige, aber unversöhnliche Gewalt, der innere Bruch und das Zerbrechen der Familien, die Einsamkeit und die Verwahrlosung, die Spaltungen und die Unfähigkeit zu lieben, zu verzeihen, zu verstehen, das innere Gift, welches das Leben zur Hölle werden lässt, das Bedürfnis nach Zärtlichkeit, weil man sich so unzulänglich und unglücklich fühlt, die gescheiterten Versuche, Antworten in der Droge, im Alkohol, im Sex zu finden, die zu weiteren Gefängnissen geworden sind.

Und viele haben Abkürzungen gesucht, weil der „Maßstab” der Großen Kirche zu hoch erscheint. Viele haben gedacht: Das Menschenbild ist zu groß für mich, das Lebensideal, das sie vorschlägt, liegt außerhalb meiner Möglichkeiten, das Ziel, das man anstreben muss, ist unerreichbar, weit oberhalb meiner Reichweite. Und doch, haben sie weiter gedacht, kann ich nicht leben, ohne wenigstens etwas – und sei es auch nur eine Karikatur – von dem zu haben, was zu hoch für mich ist, von dem, was ich mir nicht leisten kann. Mit der Enttäuschung im Herzen haben sie sich auf die Suche nach jemandem begeben, der nochmals enttäuscht.

Das starke Gefühl der Verlassenheit und der Einsamkeit, des Fehlens einer Zugehörigkeit sogar zu sich selbst, das häufig aus dieser Situation hervorgeht, ist zu schmerzlich, um verschwiegen zu werden. Es braucht ein Ventil, und dann bleibt der Weg der Klage: Wie konnten wir nur so weit kommen? Doch auch die Klage wird ihrerseits wie ein Bumerang, der zurückkommt und schließlich das Unglück noch vergrößert. Nur wenige sind noch imstande, auf den Schmerz zu hören; man muss ihn wenigstens betäuben.

Heute braucht es eine Kirche, die fähig ist, Gesellschaft zu leisten, über das einfache Zuhören hinauszugehen;
eine Kirche, die den Weg begleitet, indem sie sich mit den Menschen auf den Weg macht;
eine Kirche, welche die Nacht, die sich in der Flucht aus Jerusalem von so vielen Brüdern und Schwestern verbirgt, zu entziffern vermag;
eine Kirche, die sich bewusst wird, inwiefern die Gründe derer, die weggehen, bereits in sich selbst auch die Gründe für eine mögliche Rückkehr enthalten, doch dafür bedarf es einer mutigen Analyse.

Ich möchte, dass wir heute uns alle fragen:
Sind wir noch eine Kirche, die imstande ist, die Herzen zu erwärmen?
Eine Kirche, die fähig ist, nach Jerusalem zurückzuführen?

Wieder nach Hause zu begleiten?
In Jerusalem wohnen unsere Quellen: Schrift, Katechese, Sakramente, Gemeinschaft, Freundschaft des Herrn, Maria und die Apostel…  Sind wir noch fähig, von diesen Quellen so zu erzählen, dass wir die Begeisterung für ihre Schönheit wiedererwecken?

Viele sind gegangen, weil ihnen etwas Höheres, etwas Stärkeres, etwas Schnelleres versprochen wurde. Aber gibt es etwas Höheres als die in Jerusalem geoffenbarte Liebe? Nichts ist höher als die Erniedrigung des Kreuzes, denn dort wird wirklich die Höhe der Liebe erreicht! Sind wir noch imstande, diese Wahrheit denen zu zeigen, die meinen, die wahre Höhe des Lebens sei woanders? Kennt man etwas Stärkeres als die in der Schwäche der Liebe, des Guten, der Wahrheit, der Schönheit verborgene Macht der Liebe?

Die Suche nach dem immer Schnelleren zieht den Menschen von heute an: schnelles Internet, schnelle Autos, schnelle Flugzeuge, schnelle Beziehungen… Und doch spürt man ein verzweifeltes Bedürfnis nach Ruhe, ich möchte sagen nach Langsamkeit. Versteht die Kirche noch, langsam zu sein: in der Zeit, zuzuhören, in der Geduld, [Wunden] zu vernähen und [Getrenntes] wieder zusammenzufügen? Oder ist mittlerweile auch die Kirche von der Hektik des Leistungsdrucks fortgerissen? Lasst uns, liebe Mitbrüder, die Ruhe zurückgewinnen, um zu verstehen, den Schritt auf die Möglichkeiten der Pilger, auf den Rhythmus ihres Gehens abzustimmen, lasst uns die Fähigkeit zurückgewinnen, immer in der Nähe zu sein, um ihnen zu erlauben, in der Ernüchterung, die in ihren Herzen herrscht, einen Durchschlupf zu öffnen, durch den man eintreten kann. Sie wollen Jerusalem vergessen, in dem ihre Quellen wohnen, doch dann spüren sie schließlich den Durst.

Es braucht eine Kirche, die noch fähig ist, den Rückweg nach Jerusalem zu begleiten!
Eine Kirche, die imstande ist, das Herrliche und Freudige, das von Jerusalem gesagt wird, wiederentdecken zu lassen; begreifen zu lassen, dass es meine Mutter, unsere Mutter ist und wir nicht Waisen sind! In Jerusalem sind wir geboren.
Wo ist unser Jerusalem, wo sind wir geboren? In der Taufe, in der ersten liebenden Begegnung, im Ruf, in der Berufung!
Es braucht eine Kirche, die noch fähig ist, vielen ihrer Kinder, die wie in einem Exodus umherziehen, ihr Bürgerrecht zurückzugeben.

Besuch in unserer Gemeinde – Father Peter

Peter in Garbsen
Father Peter Susai ist in Garb­sen bekannt, weil er in den letzten zwei Jahren Urlaubsvertretung für Pfarrer Nolte gemacht hat, um Deutsch zu lernen und sein Studium zu finanzieren. Zur Zeit ist Fr. Peter bis Ende Juli wieder in unserer Gemeinde.

Wir befrag­ten Fr. Peter über das Thema seiner Promotionsarbeit und das Leben in Rom und in Garbsen.

 

Father Peter, Sie sind Doktorand in Rom. Aus welchem Bundesstaat in Indien kommen Sie? Wie kamen Sie dort als Lehrer ins Priesterseminar? Was werden Sie nach Ende Ihres Studiums machen?

Ich komme aus dem südindischen Bundesstaat „Tamil Nadu“. Der Name stammt von der Sprache die dort gesprochen wird. Laut Wissenschaftlern gehört meine Muttersprache zu den ältesten Sprachen der Welt. An der Erforschung der „Tamil“-Sprache waren einige deutsche Missionare beteiligt. Mein Heimatort ist die alte Stadt Thanjavur, die berühmt ist für ihre Tempel.  Dort bin Diözesanpriester in der Basilika „Unserer Liebe Frau von guter Gesundheit“.
Bevor ich nach Rom für meine Doktorarbeit ging, war ich im Major Priesterseminar, das in Chennai, der Hauptstadt von Tamil Nadu liegt. Ich hoffe dass ich nach Abschluss des Doktorandenstudiums zum Seminar zurück kommen kann um Philosophie zu lehren.

Ihr Bischof hat Sie zum Studium nach Rom geschickt. In welcher Universität studieren Sie und was ist das Thema Ihrer Arbeit?

Die Professoren im Priesterseminar haben meinen Bischof im Jahre 2001 gebeten, mich zum Seminar zu schicken, um bei der Ausbildung der Studenten zu helfen. Seitdem war ich im Priesterseminar in Chennai. Sowohl die Bischöfe von Thanjavur und Chennai helfen mir mein Promotionsstudium in Rom abzuschließen.
Ich studiere der Lateran-Universität in Rom und arbeite an meiner Dissertation. Vorher war ich drei Jahre Student an der Angelicum-Universität, bis mein ehemaliger Professor Bischof von Fribourg in der Schweiz wurde und somit mich und meine Arbeit nicht mehr betreuen konnte.
In meiner Arbeit geht es um das Verständnis der westlichen Säkularität nach der Auslegung von Charles Taylor, einem Philosophen aus Kanada. Das Thema ist sehr relevant nicht nur für die westliche Welt sondern auch für die indische Gesellschaft, da sich diese schnell in eine westlich-(europäisch) geprägte Welt wandelt. Es ist sehr schwierig in unserer Zeit an Gott zu glauben, wenn viele meinen, das die Wissenschaft alles erklären kann. Diese Herausforderungen für den Glauben an Gott sind nicht neu. Ich wurde an Leibniz erinnert, der als Philosoph in Hannover gearbeitet hat. Er hat mit mathematischen und logischen Denken und Optimismus bestätigt, dass diese schöne Welt von Gott geschaffen wurde. Doch es gibt viele, die diese Aussage nicht akzeptieren und den Gottesglaube infrage stellen.
Charles Taylor bietet eine Alternative zu der Entwicklung des Unglaubens im Westen und zeigt, dass Glaube nicht nur sinnvoll sondern unbedingt notwendig ist, damit diese Welt friedvoll ist und eine positive Orientierung hat. Meine Forschung beinhaltet die verschiedenen Formen von Glauben, damit wir miteinander in Frieden leben können.

Welche besonderen Probleme haben Sie mit dem Studium in einem fremden Land mit einer fremden Sprache in der großen und teuren Stadt Rom? Welche Kosten haben Sie für Ihr Studium zu tragen und wie finanzieren Sie diese?

Jeder Schüler hat seine Probleme unabhängig vom Alter und Land. Aber ein ausländischer Student hat mehr Probleme und Nachteile als einheimische Studenten, wie das Erlernen einer neuen Sprache, der psychischen Bewältigung des ungewohnten Lebens in einer ganz anderen Kultur – zum Beispiel das Essen – und vor allem hohen Kosten und Ausgaben.
Im Vergleich zu anderen Städten und anderen europäischen Ländern ist Rom sicherlich eine sehr teure Stadt, auch wegen der Tausenden von Touristen, die jeden Tag kommen. Abgesehen von den Kosten für Unterkunft und Verpflegung gibt es weitere große Ausgaben: Studiengebühren, Kauf von Büchern, Fotokopien, Krankenversicherung, jährliche Erneuerung des Visums usw. Studieren in einem fremden Land ohne Stipendium oder einer Erwerbstätigkeit ist nahezu unmöglich. Zum Glück wurde mir von „Kirche in Not“ drei Jahre geholfen. Ich bin sehr dankbar für die wunderbare Unterstützung.
Leider konnte “Kirche in Not” mein durch den plötzlichen Weggang des Doktorvaters verlängertes Studium nicht komplett bezahlen. Letztes Jahr gaben mir die Französischen Missionare ein halbes Stipendium, die andere Hälfte bezahlten italienische Priester. Ich hoffe jetzt aber, dass ich – so Gott es will – im nächsten Jahr meine Arbeit abschließen kann. Und ich glaube fest daran, dass die Gnade Gottes und die Hilfe bekannter und unbekannter Spender mir helfen, mein Studium gut zu beenden.

Was gefällt Ihnen an unserem Land? Könnten Sie sich vorstellen, in Deutschland einige Jahre als Priester tätig zu sein?

Ich bin in der Tat sehr glücklich, in Deutschland jetzt schon zum dritten Mal in Garbsen zu sein. Ich danke ganz herzlich Pfarrer Benno Nolte und der Gemeinde St. Raphael.
Die Disziplin im Straßenverkehr, eine separate Spur für die Radfahrer, viel Platz in den Wohnungen und zwischen den Häusern, die wunderbaren Rasen vor den Häusern sowie freundliche „Hallos“ sind die Eindrücke, die ich in Garbsen sehr mag.
Für viele Länder wäre Deutschland ein nachahmenswertes Modell für Sauberkeit und Ehrlichkeit. Auch ein wichtiges Beispiel für viele Menschen der Welt ist die Bereitschaft der Deutschen, Energie durch Solarenergie erzeugen und keine Nuklearenergie mehr zu nutzen.
Ich freue mich, wenn ich noch einmal im nächsten Jahr in einer Gemeinde in Deutschland Priesterdienst tun kann. Aber nach meiner Promotion werde ich nach Indien zurückgehen und im Priesterseminar wieder Studenten unterrichten und ausbilden.
So Gott will im Jahr 2014.

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Herzlichst     Ihr Peter Susai    Lesen Sie einige Informationen über Charles Taylor und meine monatlichen Einträge in meinem römischen Blog-Tagebuch!

Für wen hältst Du Jesus?

DU, erzähl mir was vom Christsein!

Mein Herr und mein GottIch bin ein guter Mensch! Zweifelst Du daran? Wenn nicht, bin ich dann auch ein guter Christ? Dieser Christ(us), wer ist das für Dich?
Im Weggottesdienst am 23.6. haben wir darüber nachgedacht und gesprochen, im Gottesdienst. Hast Du 2 Minuten, oder ein Bisschen mehr? Dann klick doch mal hier und guck, was wir herausgefunden haben.

Neun ehrenamtliche Hospizhelfer beenden Vorbereitungskurs

Im Januar startete in St. Raphael ein Vorbereitungskurs zum ehrenamtlichen Hospizhelfer. Ende Juni haben neun Frauen diesen Kurs beendet und beginnen nun ihr neues Ehrenamt. Fünf der neuen Ehrenamtlichen ordnen sich der Garbsener Hospizgruppe zu, die sich in St. Raphael trifft. Eine Einführung in einem Gottesdienst wird derzeit noch geplant.

Der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Malteser begleitet schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Familien im häuslichen Umfeld und in ihren Altenpflegeeinrichtungen. Informationen zu einem neuen Kurs ab November 2013 erhalten Sie per " target="_blank">Emailanfrage an Christoph Mock oder per Tel. (01 51) 461 442 54. Weitere Informationen zum Hospizdienst hier auf unseren Seiten.

neueHospizhelferinnen

Diözesanoberin Marie-Rose v. Boeselager (2. von rechts oben) und der ehrenamtliche Diözesanleiter Maximilian v. Boeselager (rechts daneben) und die Ausbilder Frau Elfriede Kollarz und Christoph Mock (oben in der Mitte) freuen sich über den Zuwachs in den Hospizgruppen der Malteser in Stadt und Region Hannover.

 

Aus Alt mach Neu – das Bürgerhaus Garbsen wird zur Kindertagesstätte St. Anna

img_3619„Wer will fleißige Handwerker seh’n …“ so sangen die Kindergartenkinder der neuen Kindertagesstätte der katholischen Kirchengemeinde St. Raphael bei der offiziellen Eröffnung am 18. Juni.

Die Handwerker haben monatelang Veränderungen und Umbauten am ehemaligen Bürgerhaus in Havelse vorgenommen. Die Kirchengemeinde hat unter der Leitung von Frau Heinisch-Bienert und Frau Spyra die Innenräume geschmackvoll in ein kleines Kinderparadies umgewandelt. Es ist ein richtig schönes Schmuckstück entstanden, indem sich die Kindergartengruppen, die Krippengruppe und die Hortkinder sehr wohl fühlen.

Vertreter der Stadt Garbsen, der Grundschule Havelse, der Pastoralrat der Kirchengemeinde und vor allen Dingen die Kinder mit ihren Eltern waren Gäste der offiziellen Einweihung. Freundliche Gruß- und Dankesworte gab es von allen Seiten und natürlich Geschenke für die Einrichtung.

Nach dem kleinen Festakt konnten die Besucher die Räume besichtigen. Jeder Gruppenraum in St. Anna ist mit einer eigenen Küche ausgestattet, regelmäßig kochen die Kinder mit den Erzieherinnen selbst gesundes Essen. Im Musikraum gibt es als Zusatzangebot musikalische Früherziehung, und im Bewegungsraum können sich die Kleinsten austoben. Die Großen nutzen die Turnhalle der benachbarten Grundschule. Genügend Raum ist für alle vorhanden, auch für die Mitarbeiterinnen gibt es einen schönen Raum.

Jetzt fehlt nur noch der eigene Spielplatz. Aber bis es soweit ist, toben sich die Kinder auf dem Spielplatz der Grundschule aus.