Archiv der Kategorie: Nachricht

Heiliges Experiment

Experiment
Ein heiliges Experiment

Bistum Hildesheim verkündet Motto für das Jubiläumsjahr 2015

In seiner Geschichte hat das Bistum viele Höhen und Tiefen erlebt: Von der Zeit der großen heiligen Bischöfe Bernward und Godehard bis hin zur Zerstörung des Doms im Zweiten Weltkrieg. Gestern wie heute hat jede Zeit ihre eigenen Fragen und verlangt nach neuen Antworten. Die Suche nach dem besten Weg für die Kirche im Bistum prägt das Motto zum Bistumsjubiläum, das heute bekannt gegeben wurde: „Ein heiliges Experiment – 1.200 Jahre Bistum Hildesheim“.    Heiliges Experiment

Besuch in unserer Gemeinde – Interview mit Fr. Sekar

Father Dr. Sekar Sebas­tin  ist in Garb­sen bekannt, weil er wäh­rend sei­nes Stu­di­ums in unse­rer Gemeinde meh­rere Jahre Urlaubs­ver­tre­tung gemacht hat. Zur Zeit ver­bringt Fr. Sekar im Pfarr­haus bei Pfar­rer Nolte bis Ende Mai sei­nen Urlaub.  Wir befrag­ten Fr. Sekar über die Gründe, warum in Indien es keine Nach­wuchs­pro­bleme mit geist­li­chen Beru­fen und Beru­fun­gen gibt.

SekarFr. Sekar, sie sind schon meh­rere Jahre Leh­rer für Phi­lo­so­phie in einem Pries­ter­se­mi­nar im indi­schen Chen­nai. Ca. 200 Stu­den­ten wer­den in ihrem Semi­nar aus­ge­bil­det. In Deutsch­land sind Pries­ter­se­mi­nare und Frau­en­klös­ter leer. Im Gespräch mit Ihnen wol­len wir erfah­ren, warum es in Indien anders ist.

 

… zu den Fragen und Antworten …

Was treibt die jun­gen Men­schen in Indien an, dass sie geist­li­che Berufe anstre­ben?
Ist es Beru­fung und/oder tiefe Reli­gio­si­tät?
Und/Oder sind es auch welt­li­che Beweg­gründe (der Armut ent­kom­men, sozia­ler Sta­tus usw?)
Yes. I do accept that in India, many young People come for­ward to accept the Call to become Priests, Reli­gious or Sis­ters. We do not have scar­city in reli­gious voca­tion. There are various rea­sons to this fact. First and fore­most, they are well moti­va­ted at home. The family atmo­s­phere and reli­gious con­text at his/her native pla­ces inspire them to become priests and reli­gious. Also the aspi­ra­tion to do some­thing dif­fe­rent as a reli­gious dri­ves them as well. Ano­ther rea­son is that many young stu­dents in vil­la­ges study at the insti­tu­tes run by the Reli­gious Priests and Sis­ters and get well moti­va­ted. At the same time, we can­not ignore the fact of social and eco­no­mic fac­tors play­ing a role in their deci­sion. But it stands bare mini­mum.
Ja, das ist wirk­lich so, dass in Indien viele junge Men­schen bereit sind und sich beru­fen füh­len, Pries­ter zu wer­den oder eine geist­li­che Beru­fung in einem Orden zu fin­den. Wir haben kei­nen Man­gel an Beru­fun­gen. Es gibt ver­schie­dene Gründe dafür. In ers­ter Linie ist es die Moti­va­tion aus­ge­hend vom Eltern­haus. Die Fami­li­e­n­at­mo­sphäre und der reli­giöse Kon­text in ihrer Gemeinde und ihrem Lebens­um­feld regen sie an, Pries­ter und Schwes­ter zu wer­den. Auch der Ehr­geiz treibt sie an, etwas zu tun, was ihre Glau­bens­ge­mein­schaft wei­ter­bringt. Ein ande­rer Grund ist darin zu fin­den, dass sie in ihrer schu­li­schen Aus­bil­dung an kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen von Geist­li­chen und Schwes­tern beglei­tet und gut moti­viert wer­den. Soziale und wirt­schaft­li­che Fak­to­ren für ihre Ent­schei­dung sind eher nebensächlich.

 

Wieso gibt es in Deutsch­land und in wei­ten Tei­len Euro­pas so wenige junge Leute, die von Gott beru­fen wer­den.
Liegt es an Gott?
Liegt es an den Men­schen?
Was ist Ihre Meinung?
God can­not be bla­med to this fact. God plays an impar­tial role. But the response to God’s invi­ta­tion lies at the responsi­bi­lity of human beings. My opi­nion is that People in Ger­many and other Euro­pean coun­tries are very much influ­enced by mate­ria­lism and secu­la­rism. They do not feel the need of God’s role in their exis­tence. The indi­vi­dua­listic atti­tude plays a major role in their deci­sion making pro­cess. God has been kept aside in their thin­king. They do not give due import­ance to reli­gious thin­king and other value based ideo­lo­gies. If they are open to the rea­li­ties of human exis­tence, they can also dis­cern the call from God. Also the vibrant life of the Church in Europe does not inspire the young people as well.
Gott kann dafür nicht ver­ant­wort­lich gemacht wer­den. Er ist dabei macht­los, denn die Ant­wort auf die Ein­la­dung Got­tes liegt in der Ver­ant­wor­tung des Men­schen. Meine Mei­nung ist, dass Leute in Deutsch­land und ande­ren euro­päi­schen Län­dern sehr viel unter dem Ein­fluss des Mate­ria­lis­mus und der Welt­lich­keit sind. Gott spielt in ihrem Leben keine Rolle. Ihr eige­nes Wohl­er­ge­hen spielt eine Haupt­rolle in ihrem Ent­schei­dungs­pro­zess. Gott ist nur Neben­sa­che. Sie erken­nen nicht die Wich­tig­keit der Reli­gion und stüt­zen ihr Den­ken auf andere Werte.
Doch wenn sie für die Rea­li­tät des Lebens offen sind kön­nen sie auch den Anruf von Gott wahr­neh­men. Aber der gelebte Glaube der Kir­che in Europa kann junge Men­schen nicht inspirieren.

 

Wenn Sie die Gläu­bi­gen und die Kir­che in Indien mit der deut­schen Kir­che ver­glei­chen, Was sind die größ­ten Unter­schiede? Woran man­gelt es den Chris­ten in Deutsch­land? Was fin­den Sie in der deut­schen katho­li­schen Kir­che gut und auch für Indien erstrebenswert?
The deep reli­gio­sity and emo­tio­nal attach­ment to God and spi­ri­tua­lity is found among people in India. The people in Ger­many lack these ele­ments. And the num­ber of people atten­ding the Holy Eucha­rist on Sun­days is day by day incre­a­sing in India and dimi­nis­hing in Ger­many.
At the same time, we can­not deny the fact the Church in Ger­many has a les­son to teach the Church in India. In Ger­many the people are ori­en­ted to give their con­tri­bu­tion to the Church whe­reas people in India are ori­en­ted to receive always some­thing from the Church.
Man fin­det bei den Men­schen in Indien tiefe Reli­gio­si­tät und Zuwen­dung zu Gott. Daran man­gelt es in Deutsch­land. Die Anzahl der Gläu­bi­gen, die der Hl. Eucha­ris­tie am Sonn­tag bei­woh­nen, nimmt tag­täg­lich zu – in Deutsch­land wer­den die Got­tes­dienst­be­su­cher immer weni­ger.
Gleich­zei­tig sehen wir aber auch, dass die indi­schen Chris­ten von der Kir­che und den Gläu­bi­gen in Deutsch­land ler­nen kön­nen: In Deutsch­land sind die Gläu­bi­gen bereit, Bei­träge und Spen­den der Kir­che zu geben – in Indien erwar­ten die Men­schen, dass sie von der Kir­che unter­stützt wer­den. Die Kir­che in Deutsch­land ist gut orga­ni­siert und in fes­ten Struk­tu­ren. Das fehlt der Kir­che in Indien.

Die Fra­gen wur­den in Deutsch gestellt. Die Ant­wor­ten wur­den vom Fra­ge­stel­ler in Deutsch über­setzt. Fr. Sekar freut sich über wei­tere Fra­gen und wird hier ant­wor­ten.

Kinderlachen im ehemaligen Bürgerhaus Havelse


Seit dem 2. Mai hört man im ehemaligen Bürgerhaus in Garbsen-Havelse fröhliches Kinderlachen.

Die Kindertagesstätte St. Anna hat ihren Betrieb aufgenommen. 80 Kinder, darunter eine neu eingerichtete Krippengruppe, werden dort betreut.

… Hier klicken zum Weiterlesen …

Damit die Kinder und Erzieherinnen von der ersten Stunde an unter einem besonderen Schutz stehen, gab es am Donnerstag, 2. Mai, einen ganz besonderen Segen – die Einrichtung mit allen Kindern und Mitarbeiterinnen wurde durch Pfarrer Benno Nolte gesegnet.
Zehn pädagogische Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Kinder der Krippengruppe, der Kindergartengruppe, sowie der  drei Hortgruppen. Die pädagogische Leitung übernimmt Frau Jolanthe Spyra, der Träger ist die katholische Kirchengemeinde St. Raphael, die Geschäftsführung übernimmt Frau Bettina Heinisch-Bienert, die bereits die anderen drei katholischen Kindertagesstätten in Garbsen mit diesen Aufgaben betreut.
Die offizielle Einweihung und Eröffnung mit Gästen der Kommune, den Trägervertretern und vielen anderen geladenen Gästen wird am 18.6.2013 ab 16:00 Uhr sein. Wer sich selbst ein Bild von Garbsens jüngstem Kindergarten machen will,  ist am Samstag, 17. August, von 14:00 – 17:00 Uhr zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Zu wenig Angebote für Jugendliche in Garbsen?

… Gibt es tatsächlich zu wenig Angebote für Jugendliche in Garbsen? …

Die Neue Presse veröffentlicht zur Zeit eine Themen Reihe mit dem Titel NP Brennpunkt.
Mit großformatigen Bildern vom Stadtteil „Auf der Horst“ und „Stimmen aus dem Volk“ soll das Thema Sicherheit in den Stadtteilen diskutiert werden.

In der Ausgabe vom 24. April sagte Harald Zimbehl, ehemaliger Richter am Amtsgericht Neustadt und Landgericht Hannover und jetziger Strafverteidiger auf die Frage
“Was wirkt am ehesten vorbeugend gegen Straftaten? Der Mitternachtssport?“

„Sehr gut, aber es ist noch ein Tropfen auf dem heißen Stein. Sportvereine und Jugendfeuerwehren leisten hervorragende Arbeit: Jugendliche, die aktiv sind, tauchen in Strafverfahren generell nicht auf.

Wir müssen aber mehr tun, um Jugendliche in die richtigen Bahnen zu lenken. Für 16- bis18- Jährige gibt es in Garbsen nichts.“

Kann man diese Aussage so stehen lassen? Ich finde nicht! Seit fast dreizehn Jahren bin ich nun für den Offenen Schüler- und Jugendtreff Marspoint zuständig, der dreimal in der Woche abends für Jugendliche ab 13 Jahren geöffnet ist. In einhundert Metern Luftlinie gibt es das Jugendzentrum im Freizeitheim, das sich mit seinen Öffnungszeiten mit dem Marspoint ergänzt. Dort gibt es vom Tanzraum, über den Bandprobenraum und Videoprojekten bis hin zu Spielekonsolen und Internetangeboten, was das jugendliche Herz begehrt. Zahlreiche Sportvereine bieten ein breitgefächertes Angebot. Wer wirklich mitmachen möchte und bereit ist, sich an die „Spielregeln“ jeder Einrichtung und jedes Vereins zu halten, der findet auch für sich ein Angebot.

Die in der Neuen Presse im gestrigen Artikel vom 25. April beschriebenen Jugend-Gangs sind in etwa 20 Jugendliche. Teilweise sind sie noch Kinder, die ihren leider schlechten Vorbildern nacheifern und sie sind längst in allen öffentlichen Jugendeinrichtungen bekannt. Insbesondere sind sie dafür bekannt, dass sie sich eben in keinster Weise an die Spielregeln halten und trotz zahlreicher „Chancen“ letztlich für die Einrichtungen untragbar geworden sind. Sie sind es, die auffallen, provozieren, und bereits polizeilich in Erscheinung getreten sind.

Ist deshalb gleich ein ganzer Stadtteil schlecht? Viele tausend Menschen leben hier, ohne jemals auffällig zu werden. Viele Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche und machen viele Angebote möglich. Das passiert meistens nicht mit großem Medienrummel, denn darum geht es dabei ja auch nicht. Die Behauptung es gibt keine Angebote für 16- bis 18- jährige stimmt deshalb meiner Meinung nach nicht und ist eher demotiverend für alle Beteiligten, die sich für den Stadtteil und seine Bewohner engagieren.

 

Unser Pfarrer Benno Nolte geht in Ruhestand

DSC_3974In persönlicher Sache

Nach Gesprächen mit Weihbischof Bongartz als Personalchef des Bistums werde ich mit Zustimmung unseres Bischofs im kommenden Herbst die Gemeindeleitung in Garbsen abgeben.

Zum 1. Advent wird die Gemeinde einen neuen Pfarrer bekommen.

Ich werde in den Ruhestand gehen.  Die Entscheidung, die Gemeinde zu verlassen, fällt mir natürlich nicht leicht. Gerne habe ich mit den Mitarbeitern, den Gremien und Gruppen Gemeinde gelebt und versucht, „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ mit den Gemeindemitgliedern zu teilen.

Freue mich auf die kommenden Monate mit den unterschiedlichen Anlässen und Festen. Ich nehme sie als Geschenk.
Ihr Benno Nolte

 

 

Archiv

ALTE WEGWEISER

Wegweiser September 2018
Wegweiser Juli/August 2018
Wegweiser Mai/Juni 2018
Wegweiser April 2018
Wegweiser Februar/März 2018
Wegweiser Januar 2018
Wegweiser Dezember 2017
Wegweiser November 2017
Wegweiser Oktober 2017

Sämtliche Wegweiser seit dem Jahr 2007 finden Sie hier.
Sie müssen sich dort als LeserIn anmelden mit
Benutzername: Wegweiser
Passwort:           anzeigen