Archiv der Kategorie: Nachricht

Ökumenischer Einschulungsgottesdienst in Alt Garbsen 2016

Etwa 20 muntere Schulanfänger hatten sich in der evangelischen Kirche Altgarbsen mit Eltern, Geschwistern  und Großeltern eingefunden.

Während eines fröhlichen Gottesdienstes hörten sie, dass jedes von ihnen einmalig und etwas ganz besonderes ist.

Mit Gottes Segen und kleinen Geschenken wurden alle am Ende auf den Weg geschickt.

Möge es für die Kleinen ein Weg mit vielen guten Erfahrungen und neuen Freunden werden.

Text und Fotos Elisabeth und Franz Patzal

Unser Pastor “Menne” Heitmüller ist tot!

x-für den Aushang

 Requiem in St. Raphaelk-001k-034k-043k-051Fotos Thomas Hillebrand

Im Kolumbarium Hl. Herz Jesu in Hannover
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Die Urne mit der Asche des Verstorbenen steht in einer „Himmelsleiter”.
Himmel und Erde sind darüber verbunden.

Ein schönes Symbol für die besondere Verbundenheit unseres verstorbenen Pastors mit Gott, in dessen Nähe sich seine Seele befindet, und mit den Menschen, die an ihn denken.

liturgische deutsche Fassung:
Zum Paradies mögen Engel dich geleiten,
die heiligen Märtyrer dich begrüßen
und dich führen in die heilige Stadt Jerusalem.

Die Chöre der Engel mögen dich empfangen,
und mit Christus, der für dich gestorben,
soll ewiges Leben Dich erfreuen. Amen.

Lea Pohl auf dem Weg nach Bolivien

Das Bistum Hildesheim sendet jedes Jahr junge Menschen nach Bolivien. Lea Pohl aus Garbsen-Mitte ist eine der 11 Jugendlichen, die im Jahr 2016 nach Bolivien reisen. Lea wird 11 Monate in der Partnerschule unserer Gemeinde in Cotoca im Tiefland von Bolivien arbeiten.

LeaPohlMein Name ist Lea Pohl und ich bin 18 Jahre alt. Einige von Ihnen kennen mich durch die Ministranten- und Bücherei-arbeit in St. Raphael. In diesem Jahr habe ich mein Abitur gemacht und ab August werde ich für zwölf Monate mit dem Weltwärts-Programm und der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Hildesheim nach Bolivien gehen, um einen Internationalen Freiwilligendienst zu leisten.

Darüber informieren möchte ich Sie, weil ich die meiste Zeit in der Partnerschule unserer Kirchengemeinde, dem „Colegio Barbara Micarelli del Niño Jesús“ in Cotoca verbringen werde. Vor Ort werde ich bei den Missionsfranziskanerinnen leben, die die Einrichtung betreiben und in der Schule mitarbeiten.

Mein Anliegen ist es, neue Menschen, eine neue Sprache und eine neue Kultur kennenzulernen. Gleichzeitig aber wünsche ich mir auch, unsere Partnerschaft zu verstärken und sie mehr in das Bewusstsein der Menschen hier sowie in Bolivien zu rücken. Um das zu erreichen, möchte ich Sie regelmäßig an dieser Stelle über die Schule, aber auch Land und Leute informieren.

Gesegnet sei dein Aufbruch Reisesegen Leaund deine Wiederkehr.

Gesegnet sei dein Weg
und deine Begegnungen.
Gesegnet sei dein Lächeln
und dein Ernst.

Gesegnet sei die Hand,
die du reichst,

und jede Hand,
die du nimmst.

Gesegnet seien die Worte,
die du sprichst,

und die Geschichten,
die du mitbringst.

Gesegnet sei deine Reise. Gottes Segen begleite und schütze dich.

 

Ökumenische Einschulungsgottesdienste in Garbsen

Besondere Einschnitte im Leben erfordern besondere Rituale, die den Übergang erleichtern und brückenhafte Funktion haben. Ein großer Einschnitt stellt der Schuleintritt dar. Ein Schulanfangsgottesdienst holt die „Kindergartenkinder“ ab und ist gleichzeitig der offizielle Beginn ihrer Zeit als Schulkinder.

 

Ein Gottesdienst am Schulanfang soll den Eltern Mut machen, abzugeben und einen Teil ihrer Verantwortung, ihres Schutzes an andere zu übergeben. Im Gottesdienst erhalten sie den Zuspruch, dass Gott ihre Kinder an die Hand nimmt und sie sicher durch die Ungewissheit der Zukunft führt. Gott sagt ihnen: „Vertraut eure Kinder mir an.“

Mit diesen oder ähnlichen Worten
können Sie als Eltern oder Großeltern
ihre Kinder und Enkel segnen:

Der Herr, unser himmlischer Vater,
beschütze dich auf deinem Schulweg.
Er erhalte deine Neugier
und gebe dir Freude am Lernen.
Er gebe dir gute Freunde und
Gesundheit, wo immer du bist. Amen.

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter
der Sehnsucht des Lebens
nach sich selber.
Sie kommen durch euch,
aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind,
gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben,
aber nicht eure Gedanken,
denn
sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus
geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen
im Haus von morgen,
das ihr nicht besuchen könnt,
nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen,
wie sie zu sein, aber versucht nicht,
sie euch ähnlich zu machen.

Denn das Leben läuft nicht rückwärts,
noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen
eure Kinder als lebende Pfeile
ausgeschickt werden.
 Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931

Schulanfang

 

Abschied von Pater Jojo

Wer war er für uns – wer waren wir für ihn?

Wie passend das Tagesevangelium, in dem Jesus fragt: „Für wen halten mich die Leute?“ und „für wen haltet ihr mich?“.

Über fünf Jahre hatten wir die Freude, Pater Jojo bei uns haben zu dürfen. Einen Priester und Menschen, wie man ihn nicht alle Tage findet. Durchlässig für den, in dessen Dienst er sich gestellt hat – Jesus Christus, so Propst Martin Tenge.

Mit großen Bedenken kam er aus Indien, wo in manchen Medien publiziert wird, daß in Deutschland Ausländerfeindlichkeit an der Tagesordnung sei.

In seiner wunderbaren, den Menschen zugewandten Art, hat er damals schnell die Herzen der Gemeindemitglieder erobert. Er erkannte in uns keine Fremden, nur einen, wenn er morgens in den Spiegel blickte. Die Lacher waren auf seiner Seite.

Die Zeit in Garbsen war für ihn keine gute Zeit, sagte er „augenzwinkernd“. Nein, es wäre die beste seines Lebens gewesen.

Die heilige Messe schloß mit einem Segen der besonderen Art. Zuerst wurde die Gemeinde gebeten, die Hände zum Segen zu erheben und ein Segenswort für Pater Jojo zu sprechen, stellvertretend durch unseren Pfarrer. Es war ein besonderer Augenblick.

Nach der heiligen Messe war Gelegenheit zur Begegnung und zum persönlichen Gespräch. Das Pfarrheim war voll wie selten.

Wer war Pater Jojo für uns? Diese Frage können auch wir uns stellen.
Sie können gerne auch Ihre Sicht in einem Kommentar hinterlassen.

नमस्ते  Namaste lieber Pater Jojo,

alles Gute und Gottes Segen

Auch wenn es uns schwer fällt, Pater Jojo gehen zu lassen. Wir freuen uns für seine neue Gemeinde in Hameln.
Die Einführung ist am 7. August um 10:45 in St. Elisabeth 31785 Hameln,  Arndtweg 17.

Fotos: Gabi Glatte

Fronleichnam 2016 – Vertraut den neuen Wegen

Der Wetterbericht drohte mit Hagel, Sturm und Blitz. Es regnete schon früh am Morgen. Alles war vorbereitet für den Gottesdienst auf dem Herouville-St-Clair-Platz und für die Prozession durch den Stadtteil Auf der Horst. Viele Gläubige waren mit Regenbekleidung gekommen – gut gerüstet für einen Weg durchs Nasse. Kurzfristig wurde aber dann doch entschieden: Fronleichnamsgottesdienst und Prozession diesmal in der Kirche St. Raphael.

In ähnlich ungewisser und plötzlich veränderter Situation waren die Jünger Jesu. Im Evangelium des Gottesdienstes lesen wir bei Lukas im 10. Kapitel:

Der Herr setzte zweiundsiebzig Jünger ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her
in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte, und sprach zu ihnen:
Geht hin; siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.

So schickt Jesus die Jünger los ohne große Vorbereitung und Plan. Und sie lassen sich darauf ein, von den Menschen, die sie treffen, willkommen geheißen oder abgelehnt zu werden.

An diesen Text des Evangeliums knüpfte Propst Tenge seine Predigt. Sich auf Neues einzulassen sei ein Wagnis. Neue Wege führten ins Ungewisse, das Verharren in der Tradition scheine verlässlicher. Doch neue Wege in unserer Kirche seien notwendig. Auf der Basis der Sicherheit von gelebter Tradition und im Vertrauen auf Gott gelängen neue Wege.
Propst Tenge machte in seiner Predigt der Gemeinde Mut und Lust, nach dem gelungenen Neuanfang im letzten Jahr jetzt mit dem zukünftigen Pfarrer von St. Raphael neue Wege zu gehen.



Dieses Fest konnte nur durch den Einsatz von vielen ehrenamtlichen HelferInnen und KuchenspenderInnen aus allen drei Standorten gelingen. Herzlichen Dank für alle Hilfe.


Fotos © Kath-Kirche-Garbsen.de/Baumert/Pohl/Kropp/Diering

Die Evangelium hat ein frohmachendes Ende:

Die Zweiundsiebzig aber kamen zurück voll Freude und sprachen:
Herr, auch die bösen Geister sind uns untertan in deinem Namen. 
Er sprach aber zu ihnen: Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz.
Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden. Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.

Gott in unserer Mitte – 
im Glauben an dich, wollen wir es wagen, neue Wege zu gehen und bitten dich:

Wir beten für neue Wege in der Kirche.
Um Liebe und Vertrauen, um Wagemut und die Bereitschaft neue Situationen anzunehmen.

 


Wir beten für neue Wege der Menschheitsfamilie.

Um Gerechtigkeit und Frieden überall auf der Welt, um Barmherzigkeit im Umgang mit Geflüchteten und Entrechteten.

Wir beten für neue Wege im Umgang mit deiner Schöpfung.
Papst Franziskus schreibt dazu: Niemals haben wir unser gemeinsames Haus so schlecht behandelt und verletzt wie in den letzten beiden Jahrhunderten. Unsere Schwester Erde stöhnt. Ihre Klage verlangt von uns Menschen einen Kurswechsel…. Doch deine Geschöpfe, die du beauftragt hast, sie zu hüten, machen weiter wie gewohnt.

Wir beten für neue Wege im Umgang miteinander.
Um Respekt, Rücksicht und Barmherzigkeit auch gegenüber Menschen aus anderen Kulturen und Gläubigen anderer Religionen.

Wir beten für neue Wege in unserer Kirchengemeinde.
Dass sie sich immer wieder deinem Wort öffnet, sich den Herausforderungen der Zeit stellen kann und so ein lebendiger Ort des Glaubens und des Lebens ist und bleibt.

Wir beten für neue Wege zu dir.
Sinkende Flugpreise, das Internet und neue Kommunikationstechniken ermöglichen es uns weltweit neue Wege zu gehen und uns über nationale und kontinentale Grenzen hinweg zu verständigen. Hilf allen Menschen, auch den Kontakt und die Verbindung zu dir zu suchen und lebendig zu gestalten.  

Geh mit uns auf unserm Weg!

Du Gott, schaust nicht, ob wir alles richtig machen, sondern ob wir es aus Liebe und im Vertrauen auf dich tun. Wir loben dich und danken dir – durch unserem Bruder und Herrn Jesus Christus, der immer gegenwärtig ist – heute, morgen und in Ewigkeit. Amen