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Ergebnis der Sternsingeraktion 2017

Dank den vielen großzügigen Spendern können die Sternsinger unserer Gemeinde 11.003,57 € den Kindern in Kenia geben.

In ihren Ferien brachten 35 Kinder in festlichen Gewändern begleitet von 19 Jugendlichen und Erwachsenen den Segen der Weihnacht bei Kälte, Eis und Regen in 216 Häuser und Wohnungen. Außerdem trugen sie die Botschaft vom Stern von Bethlehem in unsere vier KITAs, in die Caritas Suchtberatungsstelle, ins Wilh.-Maxen-Haus und in einige weitere Seniorenheime (Cäcilienhof, Haus der Ruhe, Heidehaus, Eichenpark), ins Rathaus und zum Neujahrsempfang in Berenbostel. Höhepunkt war die Festmesse am „Dreikönigstag” mit anschließendem Neujahrsempfang unserer Gemeinde in St. Raphael. 

Die Sternsinger danken allen Spenderinnen und Spendern
sehr herzlich auch für die Gaben,
die sie für einen gemeinsamen Tagesausflug verwenden wollen.

 

Sternsinger in Garbsen unterwegs – im Rathaus und beim Neujahrsempfang von St. Raphael

Am Donnerstag, den 5. Januar 2017, waren die Sternsinger der Gemeinde St. Raphael auf Einladung von Bürgermeister Dr. Grahl im Garbsener Rathaus und überbrachten den Mitarbeitern und Menschen im Rathaus den Segen Gottes.

Von der Sternsingeraktion und dem Neujahrempfang berichten wir hier:

Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit

Mit Liedern und Texten bitten in diesen Tagen die Sternsinger bei über 200 Hausbesuchen um Spenden für Projekte in Kenia und weltweit, mit denen Kindern geholfen wird, deren Heimat vom Klimawandel direkt betroffen ist.

Nach der Begrüßung der Sternsinger im Rathaus durch den Bürgermeister und dem Segensspruch über die Menschen im Rathaus gingen die Sternsinger in viele Altenheime, die  Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen. Auch beim Festgottesdienst und dem anschließenden Neujahrsempfang am 6. Januar 2017 in der Pfarrkirche St. Raphael waren die Sternsinger dabei und haben Lieder und Texte vorgetragen und ihre Segensplakette angebracht.

Bilder und vorstehender Text © Sabine Pohl

Der Gottesdienst am Dreikönigsfest und der anschließende Neujahrsempfang in St. Raphael waren gut besucht von vielen Gemeindemitgliedern aus allen Standorten und den kirchlichen Gruppierungen, von Mitarbeitern der Stadt Garbsen und den Vertretern der evangelischen Kirchengemeinden in der Nachbarschaft.

Die stellvertretende Pastoralratsvorsitzende Sabine Pohl gab einen Rückblick auf das ereignisreiche Jahr 2016. Anschließend sprach Pfarrer Lindner von den Eindrücken der ersten 100 Tage in seiner neuen Gemeinde. Er sei erstaunt über die Vielzahl der gut funktionierenden sozialen Einrichtungen in unserer Pfarrei und damit arbeitsmäßig auch sehr (positiv) belastet. Vor allem lobt er das ökumenische Miteinander. Er freue sich, dass Ende Februar der Neubau der Nachbarkirche der Willehadigemeinde eingeweiht werde. Zum Besuch der Predigten des Kanzeltauschs mit den Nachbarkirchen lädt Pfarrer Lindner ein.

Garbsens Bürgermeister Dr. Christian Grahl ist angetan vom Miteinander der Menschen und Kulturen in Garbsen. In einer erfrischenden Begrüßung der Anwesenden ging er nochmals auf die Herzlichkeit ein, mit der Pfarrer Lindner bei seiner Einführung von der Gemeinde St. Raphael und auch von ihm begrüßt wurde. Eine Umarmung sei sonst auch nicht üblich, versichert Dr. Grahl, zeuge aber von menschlicher Nähe, die sich jetzt auch in guter Zusammenarbeit zwischen den Kirchengemeinden und der Stadt Garbsen zeige.

Im Folgenden der Rückblick von Frau Sabine Pohl:

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Krippenfahrten nach Hameln und Hildesheim

Von der Krippenfahrt des Kirchenstandortes St. Maria Regina nach Hameln und Umgebung und der Krippenfahrt des Männervereins St. Martin ins Dommuseum Hildesheim und nach Groß Förste berichten die Reisegruppen in Wort und Bild.

Krippenfahrt nach Hameln und Umgebung

Die zur Tradition gewordene Krippenfahrt des Kirchenstandortes St. Maria Regina wurde wie die vorangegangenen Fahrten von Bärbel Smarsli in exzellenter Weise vorbereitet. Zu Beginn erhielten alle 48 Teilnehmer einen Gebets- und Liederzettel für die Andachten in den jeweiligen Kirchen in Aerzen St. Bonifatius, Klein Berkel St. Vizelin, Hameln St. Augustinus uns St. Elisabeth. In den Kirchen begrüßten uns Gemeindemitglieder und der Dechant. Die Geschichte der Kirchen, die künstlerische Gestaltung und die Krippen wurden ausführlich erläutert. Zum Abschluss jeden Kirchenbesuches wurde eine kurze Andacht gehalten.
In Aerzen kam Pater Jojo dazu und geleitete den Bus zu den weiteren Kirchenstandorten. In Klein Berkel konnte, wer wollte, die Wohnung von Pater Jojo besichtigen. Nach St. Augustinus ging es in die Innenstadt von Hameln zum Mittagessen. Im Anschluss wurde eine Altstadtführung angeboten. Durch widriges Wetter fand die Erläuterung zur Stadtgeschichte und zur Rattenfänger-Sage im Restaurant statt, dann folgte ein kurzer Stadtrundgang. In St. Elisabeth wurden wir schon erwartet. Dort sahen und hörten wir die Erklärungen zu Kirche und Krippe, hielten die Andacht und erhielten von Pater Jojo den Schlusssegen.
Einige Frauen aus der Gemeinde hatten eine Kaffeetafel vorbereitet die allen vor der Rückfahrt sehr willkommen war. Bärbel Smarsli hatte für alle Hamelner Mitwirkenden und Helfer ein kleines Dankeschön vorbereitet. Ein besonderer Dank sei hier an Frau Christiane Rüsing gerichtet die in Vertretung für Frau Smarsli die Reiseleitung übernommen hat. 
 
Impressionen aus der Kirche St. Vizelin in Klein Berkel: 
  

Text und Fotos © Reinhard Pietzowsky

Krippenfahrt nach Hildesheim ins Dommuseum und nach Groß Förste

Zur freudigen Überraschung aller 48 Fahrtteilnehmer führte der Ausflug in das Dommuseum in Hildesheim, wo in diesem Jahr unter dem Titel „Stern über Bethlehem” die Große Münchener Krippe des Diözesanmuseums Freising bis Ende Januar ausgestellt ist. Diese spektakuläre Darstellung des Weihnachtsgeschehens aus dem 19. Jahrhundert mit über 400 Teilen, darunter vielen Tierfiguren, wird in einer großformartigen Landschaft – aber wegen des Wertes leider in einem aquariumartigen Schaukasten gezeigt. Neben der Krippe werden ergänzend zahlreiche Objekte vom Mittelalter bis in die Moderne präsentiert, die um das Weihnachtsgeschehen kreisen. 

Große Münchener Krippe: Engel scharen sich um die Hl. Familie

Große Münchener Krippe: Ankunft der Hl. Drei Könige

Die Besichtigungsfahrt ging weiter in das Stiftsdorf Groß Förste. In der Kirche St. Pancratius gab es Erklärungen zur barocken Kirche. Orgelspiel begleitete unsere Andacht vor der dortigen Krippe, die die Geburt Christi in einem orientalischen Palast darstellt als Zeichen der königlichen Abstammung Jesu: Jesus Christus, Sohn Gottes, Sohn des Abrahams und Sohn Davids mit Anspruch zu all den Verheißungen, die Gott dem Alten Testament nach Abraham wie auch David gegeben hatte.
Für die Reiseteilnehmer ging es dann ganz weltlich weiter: im Gasthaus nebenan gab es zum Abschluss Kaffee und Kuchen.
Bilder der Krippenfahrt nach Hildesheim/Groß Förste:  © Barbara Wierse

50 Kronen für die Sternsinger aus Garbsen

Am Samstag, den 26. November 2016, hat das erste Treffen für die Sternsingeraktion 2017 stattgefunden. Rund 50 Kinder, ihre Eltern und viele erwachsene Begleiter haben sich an diesem Vormittag auf das Motto der Aktion “Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit” eingestimmt.

 

Die Sternsinger haben erfahren, wie wichtig ihr Engagement für Kinder ist, die vom Klimawandel direkt betroffen sind. Zum fünften Mal war Reporter Willi Weitzel für die Sternsinger unterwegs, diesmal im heißen und trockenen Norden von Kenia. Hier hat er Menschen getroffen, die traditionell seit hunderten von Jahren mit ihren Tieren durch das Land ziehen: die Turkana. Doch die Nomaden wandern zunehmend weniger umher. Ihre Lebensweise ist in Gefahr. Schuld daran ist der Klimawandel.

Über seine Erlebnisse in Kenia wurde ein Film gedreht, der den Sternsingern an diesem Vormittag gezeigt worden ist. Am Beispiel der Region Turkana wurde berichtet, welch schwerwiegende Folgen die Veränderungen des Weltklimas für Menschen haben, die am wenigsten dazu beigetragen haben.

Es wurden die Lieder und Texte, die bei den Besuchen in den Kindergärten, Altenheimen, im Rathaus und in den Haushalten im Januar 2017 gesungen und gesprochen werden, eingeübt. Abschließend wurden alle Sternsinger durch Pfarrer Lindner und Pastor Baumert gesegnet als Zeichen, dass sie als Heilige Drei Könige den Segen Gottes in die Haushalte bringen.

C+M+B – Christus Mansionem Benedicat – Christus segne diese Wohnung!

Bild und Text: Sabine Pohl

Hier könnt Ihr noch einmal den interessanten Film sehen, 
den Willi Weitzel über seine Erlebnisse in Kenia gedreht hat.

St. Raphael wanderte im November am Wietzesee

wietzesee_hastrasee_im_lsg_wietzetal_in_langenhagen_img_2548© CC-BY-SA 4.0/Losch

Zu Beginn unserer Wanderung zum Wietzesee öffnete Pfarrer Christoph Lindner uns die St.-Raphael-Kirche und begrüßte unsere Gruppe herzlich. Nach einer kleinen Andacht ging es in PKWs und im Gemeindebulli nach Langenhagen.
Dort starteten wir mit 25 Wanderinnen und Wanderer unsere Rundtour um den Wietzesee. Wir hatten das Glück, dass während der 2 1/2 stündigen Wanderung fast immer Sonnenschein war. Es ging an mehreren Baggerseen vorbei, wobei wir Schwäne, Wildgänse und Enten beobachten konnten. Nach ca. 1 1/4 Std. wurde eine kleine Pause am Modellflugzeugplatz für das zweite Frühstück eingelegt.
Danach wanderten wir zurück, jetzt in Richtung Seehaus, diesmal aber an der gegenüberliegenden Seite der Seen. Gegen 13:00 Uhr waren wir am Gasthaus Seehaus und konnten uns dort bei einer kleinen Pause mit einem leckeren Mittagessen stärken.
Zum Schluss lud Wanderführer Herr Dr. Koch zum Jahreswandertreffen am 26.11.2016 ein und bat um Kuchenspenden.     Peter Langer

Ökumenischer Reformationstag

Die 17. Auslandsreise von Papst Franziskus ist eine kirchenpolitische: Am Reformations-tag  hält er in Schweden einen gemeinsamen Gottesdienst mit lutherischen Geistlichen, der als Auftakt der Feiern zu 500 Jahren Reformation gilt.
„Das ist eine wichtige Reise, weil es eine kirchliche Reise ist, kirchlich im Sinne der Ökumene“, sagte Papst Franziskus auf dem Flug nach Schweden. 

LWB-Generalsekretär Bischof Martin Junge sprach am Montagabend von einem “Meilenstein in den bilateralen Beziehungen” zwischen Lutheranern und Katholiken, die seit genau 50 Jahren im Gespräch miteinander sind. Im Verhältnis zu 500 Jahren Reformation, in deren Folge es auch Religionskriege gab, ist das ein kurzer Zeitraum. Junge lobte die “fantastische Gemeinsame Erklärung”, von der man noch lange zehren werde. Der Ökumene-Verantwortliche des Vatikan, Kurienkardinal Kurt Koch, sprach von einem “Neuanfang”, und die Erzbischöfin der Lutherischen Kirche Schwedens, Antje Jackelen, sagte sichtlich gerührt, sie sei überwältigt. “Das ist größer, als ich beschreiben kann.” Sie habe sich sehr wohl und empfangen gefühlt und von Seiten der Katholiken großen Respekt und Neugierde gegenüber einer weiblichen Bischöfin erfahren, sagte Jackelen.

lundt2016

Gesten von Herzlichkeit und Nähe und von Einheit gab es viele. Franziskus und Bischof Mounib Younan, Präsident des Lutherischen Weltbundes,  besiegelten ihre Gemeinsame Erklärung mit herzlicher Umarmung; LWB-Generalsekretär und Franziskus hielten ihre Predigten in Lund beide auf Spanisch. Zudem waren alle in den gleichen Farben gekleidet: weiß mit roter Stola.

Hier der Text der “Gemeinsamen Erklärung”
in deutscher Übersetzung 

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GEMEINSAME ERKLÄRUNG
anlässlich des gemeinsamen katholisch-lutherischen Reformationsgedenkens
Lund, 31. Oktober 2016

»Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch.
Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.« (Joh 15,4).

Mit dankbaren Herzen

Mit dieser Gemeinsamen Erklärung bringen wir Gott unsere frohe Dankbarkeit für diesen Augenblick des gemeinsamen Gebets in der Kathedrale von Lund zum Ausdruck und beginnen damit das Gedenken an 500 Jahre Reformation. 50 Jahre ununterbrochener und fruchtbarer ökumenischer Dialog zwischen Katholiken und Lutheranern haben uns geholfen, viele Unterschiede zu überwinden, und haben unser gegenseitiges Verständnis und Vertrauen vertieft. Gleichzeitig sind wir einander durch gemeinsame Dienste an unseren Mitmenschen, oft in Situationen von Leid und Verfolgung, nähergekommen. Durch Dialog und gemeinsames Zeugnis sind wir nicht länger Fremde. Vielmehr haben wir gelernt, dass das uns Verbindende größer ist als das Trennende.

Vom Konflikt zur Gemeinschaft

Während wir eine tiefe Dankbarkeit empfinden für die geistlichen und theologischen Gaben, die wir durch die Reformation empfangen haben, bekennen und beklagen wir vor Christus zugleich, dass Lutheraner und Katholiken die sichtbare Einheit der Kirche verwundet haben. Theologische Unterschiede wurden von Vorurteilen und Konflikten begleitet und Religion wurde für politische Ziele instrumentalisiert. Unser gemeinsamer Glaube an Jesus Christus und unsere Taufe verlangen von uns eine tägliche Umkehr, durch die wir die historischen Meinungsverschiedenheiten und Konflikte, die den Dienst der Versöhnung behindern, ablegen. Während die Vergangenheit nicht verändert werden kann, kann das, woran man sich erinnert und wie man sich erinnert, verwandelt werden. Wir beten um die Heilung unserer Wunden und Erinnerungen, die den Blick aufeinander verdunkeln. Nachdrücklich lehnen wir allen vergangenen und gegenwärtigen Hass und alle Gewalt ab, besonders jene im Namen der Religion. Wir hören heute Gottes Gebot, jeden Konflikt beizulegen. Wir erkennen, dass wir durch Gnade befreit sind, uns zur Gemeinschaft hin zu begeben, zu der Gott uns beständig ruft.

Unsere Verpflichtung zum gemeinsamen Zeugnis

 Da wir diese Begebenheiten der Geschichte, die uns belasten, hinter uns lassen, verpflichten wir uns, gemeinsam Gottes barmherzige Gnade zu bezeugen, die im gekreuzigten und auferstandenen Christus sichtbar geworden ist. Im Bewusstsein, dass die Art und Weise, wie wir miteinander in Beziehung treten, unser Zeugnis für das Evangelium prägt, verpflichten wir uns selbst, in der Gemeinschaft, die in der Taufe wurzelt, weiter zu wachsen, indem wir uns bemühen, die verbleibenden Hindernisse zu beseitigen, die uns davon abhalten, die volle Einheit zu erlangen. Christus will, dass wir eins sind, damit die Welt glaubt (vgl. Joh 17,21).

 Viele Mitglieder unserer Gemeinschaften sehnen sich danach, die Eucharistie in einem Mahl zu empfangen als konkreten Ausdruck der vollen Einheit. Wir erfahren den Schmerz all derer, die ihr ganzes Leben teilen, aber Gottes erlösende Gegenwart im eucharistischen Mahl nicht teilen können. Wir erkennen unsere gemeinsame pastorale Verantwortung, dem geistlichen Hunger und Durst unserer Menschen, eins zu sein in Christus, zu begegnen. Wir sehnen uns danach, dass diese Wunde im Leib Christi geheilt wird. Dies ist das Ziel unserer ökumenischen Bemühungen. Wir wünschen, dass sie voranschreiten, auch indem wir unseren Einsatz im theologischen Dialog erneuern.

 Wir beten zu Gott, dass Katholiken und Lutheraner fähig sein werden, gemeinsam das Evangelium Jesu Christi zu bezeugen, indem sie die Menschheit einladen, die gute Nachricht von Gottes Heilshandeln zu hören und zu empfangen. Wir bitten Gott um Eingebung, Ermutigung und Kraft, damit wir zusammenstehen können im Dienst und so für die Würde und die Rechte des Menschen, besonders der Armen, eintreten, für die Gerechtigkeit arbeiten und alle Formen von Gewalt zurückweisen. Gott fordert uns auf, all denen nahe zu sein, die sich nach Würde, Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung sehnen. In besonderer Weise erheben wir heute unsere Stimme für ein Ende der Gewalt und des Extremismus, die so viele Länder und Gemeinschaften sowie unzählige Schwestern und Brüder in Christus betreffen. Wir bitten dringend, dass Lutheraner und Katholiken zusammenarbeiten, um den Fremden aufzunehmen, denen zu Hilfe zu kommen, die wegen Krieg und Verfolgung gezwungen waren zu fliehen, und die Rechte der Flüchtlinge und der Asylsuchenden zu verteidigen.

 Mehr als je zuvor stellen wir fest, dass unser gemeinsamer Dienst in dieser Welt sich auf Gottes Schöpfung erstrecken muss, die durch Ausbeutung und die Auswirkungen einer unersättlichen Gier in Mitleidenschaft gezogen wird. Wir anerkennen das Recht der zukünftigen Generationen, sich an Gottes Erde in all ihrem Reichtum und all ihrer Schönheit zu erfreuen. Wir bitten um einen Wandel der Herzen und der Sinne, der uns zu einer liebevollen und verantwortlichen Art und Weise der Sorge für die Schöpfung führt.

Eins in Christus

Bei diesem glücklichen Anlass bekunden wir unsere Dankbarkeit gegenüber den Brüdern und Schwestern, die die verschiedenen christlichen Weltgemeinschaften und -vereinigungen vertreten, die anwesend sind und sich im Gebet mit uns verbinden. Wenn wir uns wieder verpflichten, uns vom Konflikt zur Gemeinschaft zu bewegen, tun wir das als Teil des einen Leibes Christi, in den wir alle durch die Taufe eingegliedert worden sind. Wir fordern unsere ökumenischen Partner auf, uns an unsere Verpflichtungen zu erinnern und uns zu ermutigen. Wir bitten sie, weiter für uns zu beten, mit uns zu gehen und uns dabei zu unterstützen, unser durchbetetes Engagement, das wir täglich zu erkennen geben, lebendig werden zu lassen.

Aufruf an Katholiken und Lutheraner weltweit

Wir wenden uns an alle lutherischen und katholischen Gemeinden und Gemeinschaften, unerschrocken und schöpferisch, freudig und hoffnungsvoll bezüglich ihres Vorsatzes zu sein, die große Reise, die vor uns liegt, fortzusetzen. Mehr als die Konflikte der Vergangenheit wird Gottes Gabe der Einheit unter uns die Zusammenarbeit leiten und unsere Solidarität vertiefen. Indem wir uns im Glauben an Christus näher kommen, indem wir miteinander beten, indem wir aufeinander hören und Christi Liebe in unseren Beziehungen leben, öffnen wir uns, Katholiken und Lutheraner, der Macht des Dreieinen Gottes. In Christus verwurzelt und ihn bezeugend erneuen wir unsere Entscheidung, treue Boten von Gottes grenzenloser Liebe für die ganze Menschheit zu sein.
Übersetzung von Radio Vatikan (rv)

Pilgerwanderung 2016 – Impressionen

34 Pilgerinnen und Pilger waren vom 10. bis 13. Oktober 2016 in einer ökumenischen Pilgergruppe unterwegs auf dem Luther-Tetzel-Weg.
Von der Stadt Jüterbog, in der die Wittenberger Bürger sich den Ablaßbrief des Johann Tetzel holten, führt dieser Weg durch alte Dörfer und an alten Kirchen vorbei in die Stadt der Reformation: Lutherstadt Wittenberg. (siehe http://www.luther-tetzel-weg.de)

Impressionen dazu mit Bildern von Anna Beiße-Munemo