3 Gedanken zu „Aschermittwoch 2015

  1. Melanie Pilarski

    Leider passte dieser Aschermittwochsgottesdienst in Hannover nicht in meinen Terminkalender und so besuchte ich den Gottesdienst in St. Raphael.

    Die Predigt hat mich sehr berührt. Ein dickes Lob an Pfarrer Brosig!!!

    Viele Gedanken daraus bleiben mir im Gedächtnis hängen:
    …manchmal passiert es, dass man falsch abbiegt und somit vom rechten Weg abkommt, sowohl im Straßenverkehr als auch im Leben allgemein… die Fastenzeit und insbesondere der Aschermittwoch sinnbildlich als Kreisverkehr, der einem die Chance eröffnet, die richtige Ausfahrt doch noch zu nehmen… es kann passieren, dass andere Dinge einem die Sicht versperren und man das wahre Ziel daher aus den Augen verliert… man biegt falsch oder nicht ab und ist plötzlich auf einem ganzen anderen, falschen Weg und entfernt sich vom seinem eigentlichen Ziel…

    Wie bleiben diese Gedanken bei anderen in Erinnerung? Und viel mehr noch: Was lerne ich daraus? Nutze ich die Chance des Kreisels Fastenzeit und finde endlich wieder den richtigen Pfad?

    Es bleibt nur zu hoffen, dass sich viele diese Worte zu Herzen nehmen – auch der Prediger selbst. Die Predigt hätte viel mehr Gewicht und würde mich voll und ganz überzeugen, wenn insbesondere der Pfarrer danach handelt und es auf sein eigenes Leben überträgt. Es darf nicht nur beim Wendemanöver bei einem falschen Abbiegevorgang auf dem Weg zu einem Hausbesuch bleiben!

    Also: “Wenn möglich, bitte wenden!”

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    1. Bernhard MockBernhard

      Zum Thema des “falschen Weges” hat auch Papst Franziskus in seiner Morgenmesse in der Kapelle Santa Marta gepredigt:

      Lebensumstände ändern sich, ein Christ sollte sich aber davon oder auch von den Meinungen der Masse nicht beeinflussen lassen. Der Christ sollte immer gut überlegen, welchen Weg er wählen will. „Es ist nicht leicht zu wählen,“ so der Papst. „Wir haben diese Angewohnheit immer dorthin zu gehen, wo alle Menschen hingehen. Wie alle. Alle und Keiner. Und heute sagt uns die Kirche: ‚Aber, halte ein. Bleib stehen und wähle. Das ist ein guter Rat. Und heute tut es uns gut, stehe zu bleiben – während des Tages – und innezuhalten: Wie ist mein Lebensstil? Für welchen Lebensweg entschließe ich mich?

      Papst Franziskus betonte bei seiner Predigt den Weg Gottes zu wählen und sich und sein Gewissen zu prüfen, wie nun die eigene Beziehung zu Gott sei und zitierte dazu aus dem Tagesevangelium: Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?

      Eine falsche Straße ist diejenige die immer den eigenen Erfolg sucht, das eigene Wohlergehen, ohne an Gott zu denken, ohne an die Familie zu denken. Diese zwei Fragen: Wie ist mein Verhältnis zu Gott? Wie ist mein Verhältnis zur Familie? Man kann im Leben viel verdienen, aber zur selben Zeit alles verlieren. Dieses Leben ist ein gescheitertes Leben. – Aber nein, sie haben ihm ein Monument errichtet, sie haben ihm ein Bild gemalt …‘, aber er ist gescheitert, denn er wusste sich nicht zu entscheiden zwischen dem Guten im Leben und dem Tod.

      (Radio Vatican 19.02.2015 no)

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    2. Gregor

      Liebe Melanie,
      du sprichst das Thema “Glaubwürdigkeit” an. Da geht es dir wie mir. Was nützen all die schönen Worte, wenn sie nicht durch Taten gedeckt sind? Mir geht es so mit dem Vorwort des Februar-Wegweisers… (für alle zum Nachlesen hier auf der Homepage). Was soll man davon halten? Ich kann mir das nicht mehr anhören. so Leid es mir tut.
      LG,
      Gregor

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