Abschied von Pater Jojo

Wer war er für uns – wer waren wir für ihn?

Wie passend das Tagesevangelium, in dem Jesus fragt: „Für wen halten mich die Leute?“ und „für wen haltet ihr mich?“.

Über fünf Jahre hatten wir die Freude, Pater Jojo bei uns haben zu dürfen. Einen Priester und Menschen, wie man ihn nicht alle Tage findet. Durchlässig für den, in dessen Dienst er sich gestellt hat – Jesus Christus, so Propst Martin Tenge.

Mit großen Bedenken kam er aus Indien, wo in manchen Medien publiziert wird, daß in Deutschland Ausländerfeindlichkeit an der Tagesordnung sei.

In seiner wunderbaren, den Menschen zugewandten Art, hat er damals schnell die Herzen der Gemeindemitglieder erobert. Er erkannte in uns keine Fremden, nur einen, wenn er morgens in den Spiegel blickte. Die Lacher waren auf seiner Seite.

Die Zeit in Garbsen war für ihn keine gute Zeit, sagte er „augenzwinkernd“. Nein, es wäre die beste seines Lebens gewesen.

Die heilige Messe schloß mit einem Segen der besonderen Art. Zuerst wurde die Gemeinde gebeten, die Hände zum Segen zu erheben und ein Segenswort für Pater Jojo zu sprechen, stellvertretend durch unseren Pfarrer. Es war ein besonderer Augenblick.

Nach der heiligen Messe war Gelegenheit zur Begegnung und zum persönlichen Gespräch. Das Pfarrheim war voll wie selten.

Wer war Pater Jojo für uns? Diese Frage können auch wir uns stellen.
Sie können gerne auch Ihre Sicht in einem Kommentar hinterlassen.

नमस्ते  Namaste lieber Pater Jojo,

alles Gute und Gottes Segen

Auch wenn es uns schwer fällt, Pater Jojo gehen zu lassen. Wir freuen uns für seine neue Gemeinde in Hameln.
Die Einführung ist am 7. August um 10:45 in St. Elisabeth 31785 Hameln,  Arndtweg 17.

Fotos: Gabi Glatte

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Ein Gedanke zu „Abschied von Pater Jojo

  1. Bernhard MockBernhard Mock

    Lieber Pater Jojo,
    ich wünsche Ihnen Gottes Segen für Ihr weiteres Wirken in Deutschland und später als Missionar im großen Subkontinent Indien.

    Danken will ich für Ihr Lob über die Menschen in Garbsen – und möchte das Gleiche sagen über die Menschen in Ihrer Heimat Kerala. Die einfachen Menschen, die ich dort getroffen habe, waren alle liebenswürdig und friedfertig, egal ob Christ, Moslem oder Hindu. Und doch wissen wir, dass Menschen sich aus den verschiedensten Gründen aber auch verführen lassen zu Fremdenhass, zu Gewalt und Intoleranz. Hier in Deutschland wie auch in Indien.

    In Ihrer menschenfreundlichen Art sind Sie ein vorbildlicher Verkünder des Evangeliums Jesu Christi, jetzt hier in Deutschland und später in Indien. Ich weiß nicht ob ich jemals wieder nach Indien kommen werde. Trotzdem möchte ich dem Namaste – der Hindisprache entnommen – ein “Auf Wiedersehen” hinzufügen in Malayalam, der Sprache Ihrer Heimat Kerala.

    യാതാശിസ്സ്

    Ihr Bernhard Mock

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